OM System überarbeitet die kleinste wetterfeste Kamera seiner Modellpalette: Die OM-5 Mark II bringt dezente Verbesserungen statt großer Innovationen. Wie gut die Systemkamera ist, verrät der Test von COMPUTER BILD.
Die OM System OM-5 Mark II gehört zu den kleinsten und leichtesten Systemkameras, die zugleich wetterfest sind.
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OM System überarbeitet die kleinste wetterfeste Kamera seiner Modellpalette: Die OM-5 Mark II bringt dezente Verbesserungen statt großer Innovationen. Wie gut die Systemkamera ist, verrät der Test von COMPUTER BILD.
Die OM System OM-5 Mark II macht zwar nur einen kleinen Schritt gegenüber dem Vorgängermodell, überzeugt aber erneut: Sie behält alle Stärken wie das wettergeschützte Gehäuse bei und ergänzt diese durch zahlreiche Verbesserungen – darunter einen größeren Griff, eine USB-C-Ladebuchse, längere Akkulaufzeit und einen noch effektiveren Bildstabilisator.
Pro
Kontra
Mit kompakten wetterfesten Systemkameras im Retro-Design hat OM Digital Solutions eine ganz spezielle Nische im Kameramarkt für sich entdeckt (nur die kleineren Modelle OM-D E-M10 Mark IV und Pen E-P7 sind nicht wettergeschützt). Die OM-5 Mark II hat gegenüber den teureren Modellen
OM-3und
OM-1 Mark IIzwar bei der eingebauten Technik abgespeckt, soll aber ähnlich robust sein und ebenfalls widrigem Wetter trotzen.
Der Bildsensor der OM System OM-5 II kam schon in ähnlicher Form in vielen Systemkameras von Olympus zum Einsatz, etwa in den Vorgängerinnen
OM-D E-M5 Mark IIIund
OM-5. Der Sensor hat eine Auflösung von 20 Megapixeln (5184x3888 Pixel). Der beste Sensor von OM System mit Quad-Pixel-Technik bleibt vorerst den teureren Modellen OM-1, OM-3 und OM-1 Mark II vorbehalten. Wie schon im Fall der OM-5 arbeitet in der OM-5 Mark II der Bildprozessor TruePic IX – entsprechend ähnlich fällt die Bildqualität beider Modelle aus. Nur bei sehr hoher ISO-Empfindlichkeit ist die neue besser – hier gibt es weniger Bildrauschen zu sehen. Trotz dieses besseren Ergebnisses sollte die OM-5 Mark II besser auf etwas geringere ISO-Werte eingestellt werden. Bis ISO 1600 sehen die Fotos toll aus. Wer gerne mit ISO 3200 fotografiert, fährt aber mit einer OM-3 oder OM-1 Mark II besser und ab ISO 6400 sind Vollformatmodelle wie
Nikon Z5 IIklar im Vorteil.
Aktuell gibt es die OM-5 Mark II per Cashback bis zu 400 Euro günstiger. Neben der Kamera rabattiert der Hersteller auch ausgewählte Objektive, etwa das M.Zuiko Digital ED 100-400mm f5.0-6.3 IS II (200 Euro Cashback) und das M.Zuiko Digital 45mm f1.8 (100 Euro Cashback). Dazu ist nach dem Kauf eine Registrierung bei OM System nötig. Das Cashback wird dann aufs Konto überwiesen. Alle Details zur Aktion, die bis zum 16. August 2026 läuft, gibt es bei
OM System.

Die Bedienelemente haben sich bei der OM System OM-5 Mark II kaum verändert: Neu belegt ist unter anderem die Taste CP. Damit lässt sich beispielsweise der elektronische Graufilter aufrufen.
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Neueren Kameramodellen spendiert OM System eine separate Taste für die sogenannten rechnerischen Modi. Sie bündeln zahlreiche Bildverarbeitungsfunktionen, die bereits während der Aufnahme wirken. Über die Taste CP (für den englischen Begriff "Computational Photography") können die schnell aktiviert werden. Die passenden Einstellungen gibt es im Kameramenü (siehe Bild unten), etwa die "Hochaufgel. Aufnahme". Dahinter steckt der Pixelshift-Modus: Die OM-5 Mark II erstellt hochauflösende 50-Megapixel-Fotos, indem sie mehrere Aufnahmen in Serie kombiniert – leichte Bewegungen währenddessen werden automatisch ausgeglichen. Die CP-Taste kann aber auch einen elektronischen Graufilter aufrufen. Neu sind diese Funktionen nicht – bereits die OM-5 bietet sie, allerdings ohne eigene Taste.

Die "Rechnerischen Modi" der OM System OM-5 Mark II haben eine eigene Seite im Menü: Mit der "Hochaufgel. Aufnahme" sind beispielsweise Fotos mit 50 Megapixeln möglich.
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Am deutlichsten erkennbar ist es von oben: Die OM-5 Mark II erhält einen spürbar größeren Griff (siehe Bild oben) – wenn auch nicht so ausgeprägt wie beim Top-Modell OM-1 Mark II. Der neue Griff verbessert die Handhabung merklich, besonders bei großen und schweren Objektiven. Doch auch mit kompakteren, wetterfesten Festbrennweiten wie dem M.Zuiko 17mm f1.8 II und M.Zuiko 25mm f1.8 II liegt die Kamera nun deutlich sicherer und bequemer in der Hand.
Eine weitere Neuerung am Gehäuse: Die Ladebuchse ist jetzt ein USB-C-Modell, das die Kamera auch im Betrieb mit Strom versorgt – allerdings nicht unbegrenzt, wie sich im Test zeigte (siehe letzter Absatz).

Eine gute Kombination für die Vogel- oder Insektenfotos: die OM System OM-5 Mark II zusammen mit dem Super-Tele-Zoom M.Zuiko 100-400mm f5-6.3 II.
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Der Sucher fällt für eine sehr kompakte Systemkamera vergleichsweise groß aus (Suchervergrößerung 0,69-fach), ist aber nicht so riesig und so detailreich wie beim Top-Modell OM-1 Mark II. Die Variante der OM-5 Mark II zeigt 1024x768 Bildpunkte. Nach Herstellerlesart sind das 2,36 Millionen Bildpunkte (hier zählen alle Unternehmen die Subpixel für Rot, Grün und Blau). Das ist in der Preisklasse der OM-5 Mark II immer noch üblich, Systemkameras mit höherer Auflösung, etwa 1280x960 Pixel (3,69 Millionen Bildpunkte) oder 1600x1200 Pixel (5,76 Millionen Bildpunkte), sind meist teurer.
Der Sucher der OM-5 Mark II liefert ein detailreiches und helles Bild, nur an sehr sonnigen Tagen reicht die Helligkeit nicht immer. Der Bildaufbau ist ziemlich schnell, nur bei längeren Serien oder sehr schnellen Schwenks der Kamera kann das Bild leicht ruckeln. Hier sind Kameras mit Zusatzspeicher auf dem Sensor (Stacked Sensor) wie das Top-Modell OM-1 Mark II im Vorteil.

Eine Spezialität der OM System OM-5 Mark II versteckt sich im Kameramenü: der Autofokus für Nachtaufnahmen (Sternenhimmel-AF-Einst).
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Mit der Bildelektronik übernimmt die OM System OM-5 Mark II auch den Autofokus der Vorgängerin. Von den Eckdaten her wenig imposant: Es bleibt unter anderem bei 121 auswählbaren Messfeldern. Im Test machte der Autofokus der OM-5 Mark II einen guten Eindruck, erreichte bei der Motiverkennung und der Schärfenachführung aber nicht die Genauigkeit und das Tempo von Top-Profikameras wie der
Canon EOS R5 Mark IIoder der
Nikon Z8. Wer gerne weit entfernte Motive ablichtet, fährt mit der OM-5 dafür deutlich günstiger, nicht nur bei der Kamera, sondern auch bei den Objektiven: Das Super-Tele-Zoom M.Zuiko 100-400mm f5-6.3 II (1.500 Euro) holt mit maximal 800 Millimetern Brennweite (umgerechnet ins Kleinbildformat) auch scheue Motive wie zwei Hummeln auf Nektarsuche formatfüllend heran (siehe Beispielbild oben). Vollformat-Fotografinnen und Fotografen bräuchten dafür deutlich größere und schwere Linsen, wie das Canon RF 200-800mm f6.3-9 (2.500 Euro), das Nikon Nikkor Z 800mm f6.3 S VR (5.400 Euro) oder das Sony FE 400-800mm f6.3-8 OSS (3.000 Euro).
OM System baut die OM-5 Mark II vor allem für Fotografinnen und Fotografen. Videos in 4K nimmt sie natürlich auch auf, sogar wahlweise in UHD (3840x2160 Bildpunkte) oder Cine4K (4096x2160 Bildpunkte), auch eine Aufnahme im Log-Format (OM-Log 400) ist möglich, aber spätestens beim Bildausschnitt merken Video-Profis, dass Filmen nicht ganz oben auf der Prioritätenliste der OM-5 Mark II steht. Denn sie nutzt dabei nicht den ganzen Sensor. Der Bildwinkel verengt sich dadurch. Wer damit leben kann und sich mit 4K und maximal 30 Bildern pro Sekunde begnügt, darf lange filmen. Mit einer Akkuladung sind gut anderthalb Stunden drin. Hängt die Kamera an einem USB-C-Netzteil, sind sogar noch deutlich längere Aufnahmen drin. Im Test schaltete die OM-5 Mark II erst nach über vier Stunden wegen eines leeren Akkus ab. Die Bildqualität der Videos ist gut, erreicht aber nicht ganz die Detailgenauigkeit von Vollformatmodellen wie der
Panasonic Lumix S5 II. Der Ton über das eingebaute Mikrofon ist okay, klingt aber wie bei den meisten Kameras etwas hallern.
OM Digital Solution
1.109,03 EUR
Die OM System OM-5 Mark II macht zwar nur einen kleinen Schritt gegenüber dem Vorgängermodell, überzeugt aber erneut: Sie behält alle Stärken wie das wettergeschützte Gehäuse bei und ergänzt diese durch zahlreiche Verbesserungen – darunter einen größeren Griff, eine USB-C-Ladebuchse, längere Akkulaufzeit und einen noch effektiveren Bildstabilisator.
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