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„Man weiß nie, was morgen passiert”: Amanda (63) gibt ihre Ersparnisse für Reisen aus

Дата публикации: 01-07-2026 05:00:00

Amanda (63) gibt ihr Erspartes lieber für Reisen und Erlebnisse mit ihren Kindern aus, anstatt für die Rentenvorsorge. Sie möchte die Welt erkunden, solange sie noch gesund ist.

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Amanda (63) gibt ihr Erspartes lieber für Reisen und Erlebnisse mit ihren Kindern aus, anstatt für die Rentenvorsorge. Sie möchte die Welt erkunden, solange sie noch gesund ist.

Die 63-jährige Amanda Hibbert aus Yorkshire in England hat sich bewusst gegen eine strikte Sparpolitik für den Ruhestand entschieden. Wie die britische Online-Zeitung „The i Paper” berichtet, investiert sie ihr Erspartes in Höhe von 50.000 Pfund (rund 58.000 Euro) in ausgedehnte Fernreisen.

„Man weiß einfach nicht, was als Nächstes kommt, und ich möchte das Leben genießen und mein Geld auskosten, solange ich gesund bin”, sagt Amanda. Sie fügt hinzu: „Man hört so viele Geschichten von Menschen, die ihr ganzes Leben für den Ruhestand sparen – aber dann das Leben nicht genießen können, weil sie zu krank sind oder Probleme mit ihrer Mobilität haben und nicht reisen können.“

Gemeinsame Erlebnisse statt großes Erbe

Die Entscheidung der Britin stößt bei ihren beiden erwachsenen Kindern auf volle Zustimmung. Die Nachkommen ziehen gemeinsame Erlebnisse einer späteren Erbschaft vor. Statt materieller Geschenke finanziert sich die Familie gegenseitig Urlaube und schafft so bleibende Erinnerungen.

Obwohl sie ihr Erspartes derzeit schrittweise aufzehrt, bleibt die Sorge vor finanziellen Engpässen im Alter bestehen. Als Strategie für die Zukunft plant die Rentnerin den Verkauf ihrer Immobilie, um durch einen Umzug in ein kleineres Haus Liquidität zu gewinnen. Bis zum Erreichen des gesetzlichen Renteneintrittsalters mit 67 Jahren will sie weiterhin für einen Betreuungsdienst für Kinder in Pflegefamilien arbeiten.

Viele Menschen träumen davon im Rentenalter zu verreisen (Symbolbild).

Viele Menschen träumen davon im Rentenalter zu verreisen (Symbolbild). IMAGO / imagebroker

Senioren sind wichtig für die Tourismusbranche

Die „Hamburger Morgenpost” berichtet, dass seit 1992 in Deutschland deutlich mehr Menschen zwischen 55 und 75 Jahren auf längeren Reisen (ab 5 Tagen) unterwegs sind. Bei Berufstätigen stieg die Zahl um bis zu 36,5 Prozent, bei Rentnern um 18,4 Prozent. Heute ist etwa jeder vierte Reisende auf Mehrtagesreisen zwischen 60 und 74 Jahre alt.

„Die Menschen leben länger und sind gesünder. Sie haben Träume, die sie verwirklichen möchten, und die Zeit dafür. Das macht sie zu einer idealen Zielgruppe für die Tourismus- und Reisebranche“, so Philippe Doizelet, Managing Partner von Horwath HTL gegenüber dem Reiseportal booking.com.

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