Ein Gartenbauer erledigte einen Auftrag zur vollen Zufriedenheit seiner Kunden. Auf die Zahlung von 5600 Euro wartet der Selbstständige trotzdem bis heute.
Ein Gartenbauer erledigte einen Auftrag zur vollen Zufriedenheit seiner Kunden. Auf die Zahlung von 5600 Euro wartet der Selbstständige trotzdem bis heute.
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Der selbstständige Garten- und Landschaftsbauer Bob (35) aus den Niederlanden geriet nach einem großen Auftrag in einen langwierigen Streit um seine Rechnung. Für die Neugestaltung eines Gartens vereinbarte er mit einem Paar einen Preis von 5600 Euro. Das Angebot nahmen die Kunden innerhalb weniger Minuten an, erzählte er gegenüber dem Nachrichtenportal „Metro Nederland“.
Kurz nach der Fertigstellung des Gartens rechnete er mit einer schnellen Überweisung. Die Zahlung blieb jedoch aus. „Ich dachte immer, ich könnte Menschen gut einschätzen. Natürlich hört man immer wieder Geschichten über Kunden, die ihre Rechnungen nicht bezahlen. Ich selbst hatte damit aber eigentlich nie Probleme – bis Ende vergangenen Jahres“, sagte Bob.
Jede Erinnerung an seine Kunden führte nur zu neuen Versprechen. „Aus einem Monat wurden zwei, dann drei, schließlich vier und sogar fünf Monate. Jedes Mal gab es eine neue Ausrede. Mal seien sie sehr beschäftigt gewesen, mal im Urlaub, dann wollten sie sich angeblich in der kommenden Woche darum kümmern.“ Geld erhielt der 35-Jährige trotzdem nicht, wie „Metro Nederland“ berichtet.
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Schließlich schaltete Bob ein Inkassobüro ein, um seine Forderung einzutreiben. Daraufhin änderte sich die Haltung der Kunden plötzlich. Statt weiterer Komplimente kritisierten sie auf einmal die Ausführung der Gartenarbeiten und kündigten sogar eine eigene Begutachtung an.
Für Bob kam dieser Sinneswandel überraschend, weil während der Arbeiten und auch bei der Übergabe keine Beschwerden geäußert worden waren. Bis heute fehlt nach seinen Angaben jede Zahlung für den abgeschlossenen Auftrag. Aus dieser Erfahrung zog der 35-Jährige eine klare Konsequenz: Er verlangt bei größeren Projekten inzwischen grundsätzlich eine hohe Anzahlung.
Bleibt eine Rechnung unbezahlt, empfiehlt sich ein schrittweises Vorgehen – so wie im Fall des Gartenbauers. Nach einer freundlichen Zahlungserinnerung können eine erste und anschließend eine zweite Mahnung mit einer klaren Zahlungsfrist folgen. Führt auch das nicht zum Erfolg, kommen Verzugszinsen, ein Inkassobüro, ein Anwalt oder ein gerichtliches Mahnverfahren infrage, erklärt die Bank ING Deutschland.
Um Zahlungsausfälle möglichst zu vermeiden, sollten Rechnungen zeitnah und mit einem eindeutigen Zahlungsziel erstellt werden. Auch Anzahlungen oder Abschlagszahlungen können das Risiko offener Forderungen deutlich senken. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, die Zahlungsfähigkeit neuer Kunden vor größeren Aufträgen zu prüfen.