Kultur für alle – das ist, was „einzig.ART.ich“ bewegt. Der Riegelsberger Verein stemmt mit bis zu 140 aktiven Mitgliedern Produktionen, die an die 1.000 Menschen besuchen. Ehrenamt und Qualitätsproduktion sind für die Aktiven eine feste Verbindung.
Serie | Quierschied · Kultur für alle – das ist, was „einzig.ART.ich“ bewegt. Der Riegelsberger Verein stemmt mit bis zu 140 aktiven Mitgliedern Produktionen, die an die 1.000 Menschen besuchen. Ehrenamt und Qualitätsproduktion sind für die Aktiven eine feste Verbindung.
Die „einzig.ART.ich“-Geschäftsführerin Joelle Titeux und Vereinsvorstand Robin Schmelzer: Mittlerweile setzt der Verein Produktionen mit bis zu 1.000 Zuschauern um.
Foto: BeckerBredel„Wir wollten etwas schaffen, das längere Zeit bleibt.“ Das sagen Joelle Titeux, Geschäftsführerin des Vereins einzig.ART.ich und der Vorsitzende Robin Schmelzer übereinstimmend über ihre Motivation, den Verein im April 2019 zu gründen. Inzwischen ist der Verein zu einer festen Größe im kulturellen Leben der Gemeinde gewachsen. „Wir waren einer der wenigen Vereine, die während der Corona-Zeit tätig waren“, sagt Schmelzer. Titeux ergänzt: „Wir haben einen Filmdreh gemacht, eine Streaming-Show, Konzerte mit zwei Metern Abstand, mit Corona-Tests, mit Masken, wir haben versucht, alles am Laufen zu halten.“
Die beiden Gründer behalten dabei stets „den Blick fürs Große und Ganze“, wie Schmelzer betont. Der Verein schaffe eine kreative, künstlerische Nische auf einem schmalen Grat zwischen Profi und Amateur. „Auch wenn wir nur ehrenamtlich arbeiten, haben wir eine große Qualität“, erklärt Titeux. Dies spiegele sich in den vielfältigen Projekten wider, die der Verein in seinen zweijährigen Spielzeiten realisiert, von Krimidinnern über Musikshows bis hin zu großen Musical-Produktionen, bei denen alle Generationen bis zum Alter von 66 Jahren gemeinsam auf der Bühne stehen.
Nach der gerade abgeschlossenen Produktion „Tabaluga“ blickt der Verein bereits in die neue Spielzeit 2026/2027. „Im Herbst findet eine Schlagernacht statt“, kündigt Schmelzer an. Am 4. Dezember folgt ein einmaliges Krimidinner in Illingen und für November 2027 ist das große Musical „Ein ganzes Leben“ geplant. „Dieses Stück ist eine Eigenproduktion von unserer künstlerischen Leitung Samuel Josh Koch“, so Titeux.
Der Verein setzt mittlerweile – anfänglich stemmte man Produktionen mit 75 Besuchern – Produktionen mit bis zu 1.000 Zuschauern um. „Mit 150 Mitgliedern und einer großen Aktivitätsquote sind fast 130 bis 140 Menschen aktiv in den Prozess eingebunden“, berichtet Titeux mit Stolz. Schmelzer hebt die Bedeutung der Vereinsstruktur hervor: „Wichtig ist auch für uns, dass wir eine professionelle Struktur haben.“ Dies erleichtere auch künftigen Vorständen die Arbeit.
Eine zentrale Intention des Vereins sei es, Kultur für jeden zugänglich zu machen, betont Titeux – und sagt über ihren Vorstandskollegen: „Seine Intention ist es, dem Wort Verein gerecht zu werden.“ Schmelzer wiederum lobt Titeux’ künstlerisches Talent: „Sie hat ein großes Talent, unterschiedliche Rollen darzustellen“ und habe als Verantwortliche für die Kreativkonzeption „einen Blick wie niemand sonst für das kreative ganz große Ganze“.
Mit dem Vereinsquartier „qu.ART.iv“ in der Marienstraße und der guten Vernetzung in der Gemeinde blicken beide positiv in die Zukunft. „Ich denke, ich spreche für uns als Vorstand, dass es weiter so bleibt: Wir Menschen begeistern durch Gemeinschaft“, sagt Schmelzer. Und: „Hoffentlich können wir es noch lange machen, weil es einfach super viel Spaß macht.“