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Beliebte dänische Insel: Diese Stadt macht alles richtig

Дата публикации: 22-08-2023 09:36:49



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Der Königsgarten vor dem barocken Odense Palast wird im Sommer zur Liegewiese. Anke Geffers

Eine perfekte Stadt könnte so aussehen: viel Grün, viel Wasser, wenig Autos, Platz für Radfahrer, Fußgänger und Kinder, kurze Wege und ein funktionierender öffentlicher Nahverkehr. Dazu ein großes Freizeit- und Kulturangebot und gute Arbeits- und Wohnbedingungen. Klingt utopisch? Ist es nicht. Odense auf der dänischen Insel Fünen ist nah dran, eine perfekte Stadt zu sein.

Großes Freizeitangebot

Dabei sah vor einigen Jahren alles noch ganz anders aus. Odense erstickte im Verkehr, zu sehen gab es wenig mehr als das Andersen-Wohnhaus und ein paar mittelalterliche Gassen. Inzwischen hat sich vieles geändert. Nach sieben Jahren Bauzeit fährt in Odense wieder die Letbane, die neue Stadtbahn. Breite Radwege erschließen die City, das neue Andersen-Museum mit spektakulärer Außen- und Innenarchitektur, geschwungener Holzfassade und begrünten Dächern ist ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt und zudem scheint die Hauptstadt der Insel Fünen so etwas wie ein großer Freizeitpark zu sein.

Andersenmuseum

Viel Grün, viel Glas, viel Holz: Das neue Andersenmuseum in Odense passt perfekt in die Stadt. Anke Geffers

Kunst und Design

Neben der Musikakademie in der weitgehend autofreien Innenstadt eröffnet nach längerer Renovierung das Carl-Nielsen-Musik-Museum, nicht weit entfernt lohnt ein Besuch im Kunstmuseum Brandts, einer ehemaligen Kleiderfabrik, mit spektakulären Fotoausstellungen und Sammlungen moderner Kunst. In der autofreien Innenstadt laden Cafès, Restaurants und Geschäfte mit dänischer Kleidung oder dänischem Design zum Ausruhen und Shoppen ein. Überall sitzen meist junge Leute in der Sonne. Viele von ihnen Studenten, die auch den Kongens Have, den Königsgarten, vor dem barocken Odense Palast zur Liegewiese umfunktioniert haben. In der Nähe gibt es einen Bootsverleih für Touren auf der Odense Aa, dem Fluss, der durch den großen Munke Mose Park fließt.

Odense City

In der autofreien Innenstadt gibt es zahlreiche Cafés und Restaurants. Anke Geffers

Schwimmen im Hafen

Alle, die statt der beschaulichen Parkatmosphäre lieber einen echten Hafen besuchen möchten, machen sich auf den Weg nach Norden. Im Hafenbecken kann man übrigens schwimmen. Das 2016 eröffnete Odense Havnebad ähnelt einem Schiff mit Deck und Kajüte. Der Eintritt ist kostenlos, geöffnet ist das ganze Jahr über. Die Dänen schwimmen auch, wenn das Wasser nur drei Grad hat. Zum Glück gehört auch eine Sauna zum Bad, Handtuch nicht vergessen!

Hafenbad Odense

Ganzjährig geöffnet ist das Hafenbad in Odense, der Eintritt ist frei Michael Fiukowski/visitodense

Shoppen und Essen

Danach gleich zu Storms Pakhus. Die Industriehalle ist heute ein Streetfood Markt mit 25 Essensständen und sechs Bars. Thailändisch, vegan, italienisch oder skandinavisch? Die Auswahl ist riesig, draußen gibt es oft Livemusik, einen freien Platz findet man immer.

Dänisches Design

Geschäfte mit dänischen Möbelklassikern wie hier am Kunstmuseum Brandts laden zum Shoppen ein. Anke Geffers

Auf der Vestergade, der Haupteinkaufsstraße, treffen wir später einen Studenten, der eine Umfrage macht. „Was fällt Ihnen zu Odense ein“, möchte er wissen. Vor unserem Besuch hätten wir mit „Hans Christian Andersen“ geantwortet (Tickets für das Andersen-Museum gibt es nur online unter hcandersenshus.dk). Inzwischen wissen wir mehr: Viel Grün, viel Wasser, viel Kultur. Radfahrstadt Nummer eins in Dänemark. Tolle Restaurants und ein kostenloses Schwimmbad. Ein fast perfekter Ort – zum Leben und als Urlaubsziel. Nur die Sonne könnte noch öfter scheinen. Mehr Infos zu Odense gibt es unter https://visitodense.de/ und www.visitfyn.de

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Anreise: Dreimal täglich fährt ein IC von Hamburg direkt nach Odense und weiter nach Kopenhagen. Die Fahrt dauert 3,5 Stunden, ein Einzelticket in der 2. Klasse kostet ab ca. 30 Euro. Vor Ort sind Gäste auch ohne Auto mobil: Neben dem hervorragend ausgebauten Radnetz fahren in Odense kostenlose Citybusse und die Stadtbahn Letbane.

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