Anlässlich des „AI For Good Global Summit 2026“ hat der Papst die Bereitschaft des Heiligen Stuhls zum Dialog über Künstliche Intelligenz und deren Auswirkungen bekräftigt. Angesichts des mit KI verbundenen „epochalen Wandels“ gelte es „neue Wege für das Gemeinwohl“ zu finden, so Leo XIV.
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Anlässlich des „AI For Good Global Summit 2026“ hat der Papst die Bereitschaft des Heiligen Stuhls zum Dialog über Künstliche Intelligenz und deren Auswirkungen bekräftigt. Angesichts des mit KI verbundenen „epochalen Wandels“ gelte es „neue Wege für das Gemeinwohl“ zu finden, so Leo XIV.
In dem von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten und an diesem Mittwoch, 8. Juli, veröffentlichten Grußwort wünscht der Papst der Konferenz „konstruktive und bereichernde Gespräche“ und versichert den Teilnehmenden sein „Gebet für Ihre Bemühungen, der Menschheit zu dienen“.
Leo XIV. wandte sich an den „AI for Good Global Summit 2026“, der von der „International Telecommunication Union' (ITU) in Partnerschaft mit anderen UN-Organisationen organisiert und gemeinsam mit der Schweizer Regierung in Genf veranstaltet wird. Die Themen reichen von KI-gesteuerter Mobilität bis hin zu den Auswirkungen von KI auf Schule und Bildung. Der Vatikan ist mit zwei prominenten Köpfen vertreten: Die Regierungschefin des Vatikanstaats, Raffaela Petrini, nimmt ebenso teil wie der Berater des Papstes für KI-Fragen, Paolo Benanti. Die Tagung begann am Dienstag, 7. Juli, und endet am Freitag, 10. Juli.
Im Grußwort aus dem Vatikan ist von „Verbundenheit und Dialogbereitschaft des Heiligen Stuhls“ die Rede. Die Künstliche Intelligenz werfe „einige der großen Fragen unserer Zeit hinsichtlich der Zukunft der Menschheit auf“, es ein „epochaler Wandel“ in Gang.
In der Enzyklika „Magnifica humanitas“ bringe der Papst den Wunsch nach Dialog mit allen Menschen zum Ausdruck, um „neue Wege für das Gemeinwohl und für die Förderung eines menschenwürdigen Lebens für alle aufzuzeigen“. „Magnifica humanitas“ sei in diesem Sinne auch selbst im Austausch mit Wissenschaftlern und Ingenieuren, politischen Verantwortlichen, Eltern und Lehrkräften entstanden. Der Papst habe damit zudem auf „beunruhigende Berichte über den möglichen Missbrauch von Algorithmen und den Verlust menschlicher Handlungsfähigkeit in kritischen Bereichen“ reagiert.
Der ständige Vatikanvertreter bei den Vereinten Nationen in Genf, Erzbischof Ettore Balestrero, nahm am Dienstag an der ersten Sitzung des Global Dialogue on AI Governance teil, der am 6. und 7. Juli stattfand. Der Vatikan begrüße das Forum, bei dem es darum gehe, „offene, transparente und inklusive Diskussionen über die Governance von KI zu ermöglichen“, so Balestrero. Um auf den tiefgreifender Wandel zu reagieren, der mit KI verbunden sei, brauche es „eine politische Antwort, die seiner Tragweite angemessen ist“.
Jede kritische Entscheidung, die von einem automatisierten System getroffen werde, müsse der menschlichen Aufsicht unterliegen, forderte der Erzbischof. Angesichts der Undurchsichtigkeit automatisierter Entscheidungsfindungen erfordere ,Governance' einen transparenten Einsatz von KI sowie die Sicherstellung einer Rechenschaftskette, die die Verantwortung von den Entwicklern bis zu den Anwendern in jeder Phase des KI-Lebenszyklus nachvollziehbar macht.
Ebenso entscheidend sei die Entwicklung von Formen der Zusammenarbeit, die die verschiedenen Ebenen der Weltgemeinschaft respektierten, und eine gemeinsame Urteilsbildung bei der Ausarbeitung gemeinsamer Rahmenbedingungen, so der Vatikanvertreter, der die Machtkonzentration bei KI-Technologien in den Händen weniger mächtiger Konzerne kritisierte.
(vatican news – pr)
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