Die Hormone stellen sich um, das Kind wächst und wächst - und damit kann auch Schlafen zur Herausforderung werden. Was Schwangere erleben und was die Forschung über die Nachtruhe werdender Mütter weiß.
Die Hormone stellen sich um, das Kind wächst und wächst - und damit kann auch Schlafen zur Herausforderung werden. Was Schwangere erleben und was die Forschung über die Nachtruhe werdender Mütter weiß.
Gerade zu Beginn der Schwangerschaft spüren viele ein großes Bedürfnis nach Schlaf. So beschreibt es auch Über-Schlafen-Hörerin Meike. Sie brauchte in den ersten Monaten ihrer Schwangerschaft viel mehr Schlaf, als sie es von sich sonst gewohnt war: "Nachts wachte ich häufig auf und konnte nicht mehr einschlafen. Am nächsten Tag war ich noch ziemlich platt. Der Schlaf war nicht erholsam."
"In den ersten drei Monaten habe ich bemerkt, dass ich unglaublich viel mehr Schlaf brauche."
Meike, Über-Schlafen-Hörerin
Das geht vielen Frauen im ersten Trimester, also den ersten 12 Wochen, der Schwangerschaft ähnlich. Einer der Gründe für das veränderte Schlafverhalten in der Schwangerschaft sind die Hormone, erklärt die Schlafforscherin Christine Blume.
"Das Progesteron steigt im ersten Drittel der Schwangerschaft schnell. Und Progesteron hat eine schlaffördernde Wirkung."
Dr. Christine Blume, Schlafforscherin, Uni Basel
Außerdem wird der Stoffwechsel angekurbelt, der Sauerstoff-Bedarf steigt und das Herz-Kreislaufsystem passt sich an die Schwangerschaft an. Das kostet zusätzlich Energie und kann das Bedürfnis nach Schlaf erhöhen. Über-Schlafen-Hörerin Meike sagt, dass die Müdigkeit im zweiten Trimester der Schwangerschaft dann abgenommen wieder abgenommen hat.
"Ich schlafe öfter durch, wache nicht mehr so oft nachts auf und fühle mich dann auch am nächsten Tag wieder ein bisschen erholter."
Meike, Über-Schlafen-Hörerin
Das zweite Trimester ist vermutlich das beste für den Schlaf, sagt Schlafforscherin Christine Blume: Die starke Müdigkeit und Erschöpfung der Woche, die körperlichen Herausforderungen für die schwangere Person sind also gleichzeitig nicht mehr und noch nicht so ausgeprägt.
"Das zweite Trimester ist vermutlich das beste für den Schlaf. Die Müdigkeit des ersten Trimesters klingt ab."
Dr. Christine Blume, Schlafforscherin, Uni Basel
Das letzte Trimester ist bezogen auf den Schlaf das herausforderndste, erklärt sie. Schwangere schlafen schlechter, insgesamt weniger und werden nachts häufiger wach. Gründe sind zum Beispiel Rückenschmerzen im Liegen oder dass das Kind auf die Blase drückt und schwangere Personen deshalb nachts öfter auf die Toilette gehen müssen. Auch Wadenkrämpfe kommen in dem Stadium öfters vor.
"Auch Wadenkrämpfe treten häufiger auf im letzten Schwangerschafts-Trimester und stören den Schlaf."
Dr. Christine Blume, Schlafforscherin an der Uni Basel
Welche Schlafpositionen für Schwangere empfohlen werden und welche Tipps die Schlafforscherin gibt, um mit den Herausforderungen für den Schlaf in der Schwangerschaft gut zurechtzukommen, hört ihr in dieser Folge Über Schlafen mit Schlafforscherin Dr. Christine Blume und Wissenschaftsjournalistin Ilka Knigge.
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Unsere Quellen:
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