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Loewe antares im Test: Wie gut ist der Premium-OLED aus Kronach?

Дата публикации: 25-10-2026 08:19:00

Seit 1923 steht die Marke Loewe für hochwertige Unterhaltungselektronik „Made in Germany“. Mit dem OLED-Fernseher antares wollen die Kronacher im hart umkämpften TV-Markt erneut Akzente setzen. Gelingt das? Der Test!

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Fernseher als Luxus-Produkt: OLED-TV Loewe antares 65Loewe antares im Test: Wie gut ist der Premium-OLED aus Kronach?

Foto: COMPUTER BILD

Seit 1923 steht die Marke Loewe für hochwertige Unterhaltungselektronik „Made in Germany“. Mit dem OLED-Fernseher antares wollen die Kronacher im hart umkämpften TV-Markt erneut Akzente setzen. Gelingt das? Der Test!

Testfazit

Testnote

1,6

gut

Mit dem Loewe antares bringt der Hersteller erneut einen klasse verarbeiteten Premium-OLED an den Start. Der kann es zwar nicht ganz mit einem Loewe Stellar dr+ (vi) aufnehmen, will er aber auch gar nicht. Denn punkten kann der antares neben einem klasse Bild und gutem Ton mit seinem modularen Bausystem. Ob dreifach höhenverstellbar auf dem Sideboard oder mitten im Raum am Boden-Decken-Ständer – ob mit Soundbar oder ohne – der antares lässt sich in jedes Wohnzimmer integrieren. Vorausgesetzt Interessenten haben das nötige Kleingeld locker.

Pro

  • Sehr hohe Bildqualität
  • Umfassendes Streaming-Angebot
  • Spielt alle erdenklichen Video- und Audioformate, inklusive DTS-Ton
  • Einfache Bedienung

Kontra

  • Nur zweimal HDMI 2.1

Idealo Logo

Nachdem Loewe mit dem

Stellar dr+ (vi)

einen der besten Fernseher überhaupt im Sortiment hat, lag die Messlatte für nachfolgende

(OLED-)Fernseher

hoch. Doch der Loewe antares versteht sich nicht als kleiner Bruder des Stellar. Vielmehr soll er eigenständig im Loewe-Portfolio stehen. Warum das so ist, wie sich das Gerät insgesamt schlägt und welchen Preis der Hersteller aufruft, klärt COMPUTER BILD im Test.

Loewe antares im Test: Herrlich luxuriös

Bereits beim Auspacken ist klar: Beim Loewe antares handelt es sich um ein Premium-Produkt. Von der hochwertigen Fernbedienung über den massiven Zentralfuß bis zum sieben Millimeter dünnen OLED-Bildschirm – der antares macht einiges her. Zwar besteht die Rückseite nicht wie beim Loewe Stellar aus Lava oder Beton, das Alu-Finish des antares sieht trotzdem edel aus. Zudem besitzt der TV ebenfalls aus Aluminium gefertigte Zierleisten ober- und unterhalb des Bildschirm-Rahmens. Ab Werk montiert sind die Design-Elemente in der Farbe Silber. Ebenfalls im Lieferumfang enthalten sind zudem Alu-Leisten in schwarz, die sich alternativ und per Hand anbringen lassen.

Vidaa ohne Kontozwang

Nach dem Einschalten übernimmt die für Smart-TVs typische Ersteinrichtung. Als Betriebssystem nutzt der antares die von Hisense bekannte Plattform Vidaa, die mit einer übersichtlichen Benutzeroberfläche und einem unkomplizierten Einrichtungsprozess punktet. Praktisch: Der Sendersuchlauf läuft im Hintergrund weiter, während Nutzer bereits die restlichen Einstellungen vornehmen können. Ein Benutzerkonto ist nicht zwingend erforderlich, erleichtert aber die Personalisierung, die Einbindung ins Smart Home und die Sicherung von Einstellungen in der Cloud. Alternativ zur Fernbedienung lässt sich der Fernseher auch über die Smartphone-App Vidaa Smart Remote steuern. Wer wissen möchte, wie sich ein

Loewe-Fernseher mit Tizen statt Vidaa im Alltag schlägt, findet den entsprechenden Test hier

.

Ab Werk kommt der antares in einem brillanten, aber etwas unterkühlten Bildmodus.

Ab Werk kommt der antares in einem brillanten, aber etwas unterkühlten Bildmodus.

Foto: COMPUTER BILD

Schlank, schnell und ohne Werbung

Der Startbildschirm des Loewe antares präsentiert sich dank Vidaa übersichtlich und angenehm zugänglich. Trotz der zahlreichen Funktionen finden sich selbst Einsteiger schnell zurecht, da viele Menüpunkte direkt auf dem Bildschirm erläutert werden. Wie bei den meisten modernen Smart-TV-Plattformen belegt ein Empfehlungsbereich die untere Hälfte des Bildschirms – links daneben haben User Zugriff auf die zuletzt genutzte App oder Funktion, darunter liegen persönliche Empfehlungen sowie die installierten Streaming-Dienste inklusive Live-TV-Kachel. Positiv fällt die hohe Arbeitsgeschwindigkeit auf: Apps starten zügig, Senderwechsel erfolgen ohne spürbare Verzögerung und auch die Navigation durch die Menüs läuft flüssig. Zudem schaltet Loewe auf dem antares dankenswerterweise keine Werbung. Die nimmt bei vielen TVs anderer Hersteller regelmäßig die obere Hälfte des sichtbaren Bildes ein.

Vergleich mit dem LG OLED C6

Doch wie ist das Bild auf unserem

65 Zoll

großen Testmodell (Bildschirmdiagonale: 165 Zentimeter)? Kurz gesagt: sehr gut. Im TV steckt das gleiche (W-)OLED-Panel, das auch im

LG OLED C6

zum Einsatz kommt. Hatte der Hersteller bei den Loewe Stellars (mit

G5-Display

) die maximale Leuchtleistung begrenzt, um die Lebensdauer der Pixel zu erhöhen, liegt der antares bei der maximalen HDR-Helligkeit nahezu gleichauf mit dem C6: Im 10-Prozent-Fenster erreichte der Premium-TV starke 1.320 Candela pro Quadratmeter (= Nits), während der LG OLED C6 1.370 Nits schaffte.

So knackig sieht schwarz nur auf einem OLED-Fernseher wie dem Loewe antares aus.

So knackig sieht schwarz nur auf einem OLED-Fernseher wie dem Loewe antares aus.

Foto: COMPUTER BILD

Der Vorteil der OLED-Technik

Für aktuelle HDR-Produktionen ist das genug. Denn die sind in der Regel mit 1.000 Nits gemastert. Alles, was ein TV darüber an Helligkeit produziert, ist quasi Bonus. Das bestätigte auch unser Sichttest. Scheinwerferlicht und Mündungsfeuer etwa haben genug Punch, um sich vom Rest des Bildes abgrenzen zu können. Besonders brillant wirken sehr helle Bildbereiche neben tiefschwarzen. So leuchten einzelne Sterne am Nachthimmel punktgenau, während direkt daneben dunkelstes Schwarz herrscht. Möglich macht das die OLED-Technik, die einzelne Pixel an- und ausknipsen kann. Im Gegensatz zu LCD-TVs können Display-Bauer bei OLED auf eine Hintergrundbeleuchtung, das sogenannte Backlight, verzichten. Das Ergebnis? Ein unheimlich plastisches, fast dreidimensionales Bild.

Wie schlägt sich (RGB)-Mini-LED dagegen?

An diesen faktisch unendlich hohen Maximalkontrast kommen selbst die besten

(RGB-)Mini-LED-Fernseher

nicht ganz heran, sodass OLED immer noch die Königsklasse fürs Bild ist. Doch der antares kann nicht nur hell und kontraststark, sondern auch farbenfroh. Dabei ist das Bild bereits ab Werk im KI-optimierten ACR-Modus (Bild- und Klangverbesserung) schön knackig – wenn auch etwas unterkühlt. Besser, User aktivieren den Bildmodus Kino. Hier zeichnet der Loewe die korrekten Übergänge zwischen einzelnen Graustufen und die Farbtemperatur nähert sich dem optimalen Zielwert von 6.500 Kelvin. Mit einem Weißpunkt bei 6.206 Kelvin landet der antares zwar keine Punktlandung – dass das Bild immer noch etwas zu kühl ist, fällt allerdings nur den Messgeräten auf.

Die Fernbedienung ist wuchtig, mit gummierter Rückseite, Zehnertastatur und gutem Tastenfeedback.

Die Fernbedienung ist wuchtig, mit gummierter Rückseite, Zehnertastatur und gutem Tastenfeedback.

Foto: COMPUTER BILD

Bei BT.2020 schwächelt der Loewe

Nicht verstecken muss sich der antares zudem bei der Farbraumabdeckung. Zwar erreicht er im zukunftsträchtigen BT.2020-Farbraum lediglich 71,40 Prozent aller möglichen Farben, von der aktuell für HDR relevanten DCI-P3-Farbpalette zeigt der TV indes stolze 97 Prozent.

Dolby Vision IQ und HDR10+ Adaptive

Um das Beste Bild aus dem Panel zu kitzeln, stattet Loewe den antares mit

Dolby Vision und HDR10+

aus. Bei entsprechendem HDR-Material, wie es vielfach bei den bekannten Streaming-Anbietern vorliegt, passt der TV Filme und Serien Szene für Szene und teilweise sogar Bild für Bild an seine Fähigkeiten an. So sieht das Bild immer aus wie vom Regisseur beabsichtigt. Dank Dolby Vision IQ und HDR10+ Adaptive bezieht der antares auf Wunsch auch die Raumhelligkeit mit ein.

Der Loewe antares unterstützt Dolby Vision und Dolby Atmos.

Der Loewe antares unterstützt Dolby Vision und Dolby Atmos.

Foto: COMPUTER BILD

Lichtsensor auf Speed

In Abgrenzung zum normalen Lichtsensor, der lediglich die allgemeine Bildschirmhelligkeit regelt, gehen Dolby Vision IQ und HDR10+ Adaptive deutlich weiter und beziehen die Metadaten des jeweiligen Inhalts und die Bild-Charakteristik des Fernsehers mit ein. Dadurch kann der TV beispielsweise in einem hellen Wohnzimmer dunkle Schatten etwas aufhellen, Details in schwarzen Bereichen sichtbar machen oder den Gesamtkontrast anpassen, ohne dass das Bild einfach nur heller wird. So ist etwa eine dunkle Szene aus einem Thriller tagsüber besser erkennbar, während gleichzeitig die kreative Bildwirkung (weitgehend) erhalten bleibt.

Starke Bewegtbilddarstellung

Ebenfalls auf hohem Niveau: Die Bewegungskompensation, auch

Zwischenbildberechnung

genannt. Dabei errechnet ein

100-Hertz-TV

wie der Loewe auf Wunsch künstliche Frames nach jedem echten Bild. Der Zweck? 24p-Material aus dem Kino ruckelfrei ins heimische Wohnzimmer zu bringen. Neben einer zehnstufigen benutzerdefinierten Einstellung können User aus vier vorgefertigten Presets wählen. Zur Auswahl stehen die Stufen Film, Klar und Standard – bei der höchsten Glättungs-Einstellung Stark kommt es jedoch hin und wieder zu Geisterbildern beziehungsweise Schlieren um Personen oder Gegenstände in Bewegung. Hier schnitt der Loewe Stellar dr+ (vi) einen Hauch besser ab. Das ist Meckern auf hohem Niveau, denn bereits die Stufe Standard stellt Inhalte ausreichend flüssig dar. Jedoch kommt es hier (und auf Stark) zum von Cineasten gefürchteten

Soap-Opera-Effekt

, sodass Puristen die Bewegungskompensation ausschalten können.

Für ein möglichst authentisches Erlebnis sollten User den Bildmous "(HDR) Kino" oder "Dolby Vision Dunkel" (bei entsprechenden Inhalten) auswählen.

Für ein möglichst authentisches Erlebnis sollten User den Bildmous "(HDR) Kino" oder "Dolby Vision Dunkel" (bei entsprechenden Inhalten) auswählen.

Foto: COMPUTER BILD

Taugt der antares fürs Gaming?

Zwingend deaktiviert ist die Zwischenbildberechnung beim Gaming. Denn im Idealfall liefern Konsole und Gaming-PC bereits 120 beziehungsweise 144 Bilder pro Sekunde. Diese hohen Bildraten verarbeitet der antares an zwei seiner vier HDMI-Buchsen – die beiden übrigen schaffen 60 Hertz in nativer 4K-Auflösung. Wichtig: Einer der beiden Hochgeschwindigkeits-Ports ist gleichzeitig der eARC-Anschluss für

Soundbars

. Wer also einen Klangriegel per HDMI koppelt, belegt den zweiten Gaming-Anschluss. Problematisch ist das für alle, die Konsole und PC gleichzeitig anstöpseln möchten. Mit der optional erhältlichen Soundbar antares (Preis zum Testzeitpunkt: 300 Euro) umschiffen Loewe-Fans dieses Dilemma. Statt einer HDMI-Verbindung verwendet der Hersteller einen Würfelstecker.

Soundbar im Zubehör erhältlich

Im Test haben wir den Loewe antares mit und ohne Soundbar probegehört. Wenig überraschend war der Sound mit angeschlossenem Klangriegel deutlich kräftiger mit präzisen Bässen und guter Raumabbildung. Größter Vorteil gegenüber des von Loewe genannten integrierten "invisible sound-Systems" des antares: Statt zweier nach unten abstrahlender Stereo-Lautsprecher sind die Schallwandler der Soundbar nach vorn gerichtet, was die ohnehin schon gute Sprachverständlichkeit weiter verbessert. Aber auch ohne angedockte Soundbar liefert der antares einen ausgewogenen und warmen Klang.

Dank 144 Hertz inklusive variabler Bildraten ("VRR") sowie einer unkritischen Controller-Eingabeverzögerung von 13 Millisekunden eignet sich der Loewe hervorragend zum Zocken.

Dank 144 Hertz inklusive variabler Bildraten ("VRR") sowie einer unkritischen Controller-Eingabeverzögerung von 13 Millisekunden eignet sich der Loewe hervorragend zum Zocken.

Foto: COMPUTER BILD

2.000 Euro günstiger als das Top-Modell

Preislich hält sich der antares für Loewe-Verhältnisse im Rahmen. Zum Testzeitpunkt sind fürs 65-Zoll-Modell 4.000 Euro fällig. Zum Vergleich: Der Loewe Stellar kostet 6.000 Euro. Der Grund? Neben einem helleren Display und besserem Ton setzen die Stellar-Modelle bei der Materialwahl noch einen drauf. Zum ausführlichen

Vergleichstest der beiden Top-OLEDs geht es hier

. Im Unterschied zur "All-In-One-Luxus"-Lösung der Stellars versteht sich der antares als modularer Baukasten. So lässt sich der Standfuß des TVs nicht nur um 45 Grad in jede Richtung drehen, sondern auch dreifach in der Höhe verstellen, während sich die gleichnamige Soundbar nahtlos an der Unterseite des Bildschirms befestigen lässt. Letzteres allerdings nur auf der mittleren oder höchsten Position.

Doppelte Dreifach-Empfänger

Neben dem serienmäßigen Standfuß bietet Loewe drei weitere Lösungen an, darunter einen motorisierten Bodenstand. Auch eine elegante Boden-Decken-Stange ist erhältlich. Wer den Fernseher lieber an der Wand präsentiert, kann zwischen drei passenden Wandhalterungen wählen. Womit sich aktuelle Loewe-TVs von der Konkurrenz abheben, ist der Twin-Triple-Tuner. Im Gegensatz zu herkömmlichen Twin-Tunern, die das parallele Anschauen und Aufzeichnen zweier Sendungen auf demselben Empfangsweg ermöglichen, lässt sich beim antares etwa die Lindenstraße per Satellit angucken und der Tatort per Kabel oder Antenne auf die Festplatte packen. Die müssen Nutzer allerdings, anders als bei den Stellar-Modellen, separat zukaufen. Schnittstellen am antares gibt es mit doppelt USB-A und zweifach USB-C jedenfalls genug.

Loewe

Antares 65"

  • Sehr hohe Bildqualität
  • Umfassendes Streaming-Angebot
  • Spielt alle erdenklichen Video- und Audioformate, inklusive DTS-Ton
  • Einfache Bedienung
  • Nur zweimal HDMI 2.1

3.999,00 EUR

Test-Fazit Loewe antares

Mit dem Loewe antares bringt der Hersteller erneut einen klasse verarbeiteten Premium-OLED an den Start. Der kann es zwar nicht ganz mit einem Loewe Stellar dr+ (vi) aufnehmen, will er aber auch gar nicht. Denn punkten kann der antares neben einem klasse Bild und gutem Ton mit seinem modularen Bausystem. Ob dreifach höhenverstellbar auf dem Sideboard oder mitten im Raum am Boden-Decken-Ständer – ob mit Soundbar oder ohne – der antares lässt sich in jedes Wohnzimmer integrieren. Vorausgesetzt, Interessenten haben das nötige Kleingeld locker. Neben der von uns getesteten 65-Zoll-Version gibt es den Loewe antares in folgenden Größen:

  • Loewe antares 42, 42 Zoll bzw. 106 Zentimeter, ideal für etwa 2 Meter Betrachtungsabstand
  • Loewe antares 48, 48 Zoll bzw. 121 Zentimeter, ideal für etwa 2,50 Meter Betrachtungsabstand
  • Loewe antares 55, 55 Zoll bzw. 140 Zentimeter, ideal für etwa 3 Meter Betrachtungsabstand
  • Loewe antares 65, 65 Zoll bzw. 164 Zentimeter, ideal für 3,50 bis 4 Meter (im Test)

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