Ökonomen rechnen mit dem Big-Mac-Index, wir rechnen in Döner. Unser Tool zeigt Ihnen, wie sich Ihre Kaufkraft in 20 Jahren entwickelt hat.
Ökonomen rechnen mit dem Big-Mac-Index, wir rechnen in Döner. Unser interaktives Tool zeigt Ihnen, wie sich Ihre Kaufkraft in den vergangenen 20 Jahren entwickelt hat.
Ein Arbeitnehmer mit Medianeinkommen, kann sich heute circa 12 Döner am Tag leisten. Im Jahr 2006 waren es noch 19,5. Und wer damals schon die heutigen 2700 Euro netto verdiente, kam sogar auf 30 Döner.
Das klingt zunächst nach einer Spielerei – ist aber ein anschaulicher Blick auf eine ernste Frage: Wie weit reicht das Einkommen im Alltag? Der Döner eignet sich dafür besonders gut. Er ist kein Luxusprodukt, wird bundesweit gekauft und sein Preis ist vielen Menschen präsent. Steigt er deutlich stärker als die Einkommen, schrumpft die Kaufkraft – selbst wenn auf dem Gehaltszettel mehr steht als früher.
Der Vergleich über die Jahre macht sichtbar, warum sich die Debatte über Wohlstand oft anders anfühlt als die Statistik. Löhne und Gehälter sind nominal gestiegen. Entscheidend ist aber, was nach Miete, Energie, Mobilität und Lebensmitteln davon übrig bleibt. Der Döner-Rechner isoliert einen Teil dieser Entwicklung: Wenn ein Standardprodukt im Verhältnis zum Einkommen teurer wird, sinkt die dafür verfügbare Kaufkraft.
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Dass 2006 sieben Döner mehr möglich waren als heute, bedeutet nicht automatisch, dass jeder Mensch heute insgesamt ärmer ist. Einkommen, Arbeitszeiten, Haushaltsgrößen und regionale Preise unterscheiden sich erheblich. Außerdem bildet ein einzelnes Produkt nie den gesamten Warenkorb ab. Gerade in Großstädten kann der Döner deutlich mehr kosten als auf dem Land; auch Qualität, Größe und Zutaten haben sich verändert.
Trotzdem liefert der Rechner einen persönlichen Realitätscheck. Vergleichen Sie Ihr heutiges Einkommen mit früheren Jahren und prüfen Sie, ob Ihr Gehaltsplus mit den Preisen Schritt gehalten hat. Liegt Ihr Ergebnis unter dem damaligen Wert, ist das ein Hinweis darauf, dass bei Gehaltsverhandlungen nicht nur die nächste Bruttosumme zählt, sondern vor allem die reale Kaufkraft. Denn am Ende entscheidet nicht die Zahl auf dem Gehaltszettel – sondern was Sie sich davon leisten können.
„Zeigt gut den Kaufkraftverlust der letzten 20 Jahre“
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