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Die Goldpreis-Prognose bis Ende 2026: Startet jetzt die neue Goldrallye?

Дата публикации: 12-10-2026 05:05:00

Der Goldpreis wendete den drohenden Crash ab und leitete eine Erholung ein. Wurde damit bereits der Grundstein für ein goldenes Jahresfinale gelegt?

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Der Goldpreis wendete den drohenden Crash ab und leitete eine Erholung ein. Wurde damit bereits der Grundstein für ein goldenes Jahresfinale gelegt?

Gold musste in den letzten Tagen einige brenzlige Momente überstehen. Vor allem am letzten Mittwoch wurde es für das Edelmetall bedrohlich, als der Preis in Richtung 4000 US-Dollar abrutschte. Einmal mehr wurde Gold von eskalierenden Anleiherenditen unter Druck gesetzt. So schossen die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen Mitte der Woche infolge steigender Ölpreise zunächst auf 5,35 Prozent. Der Goldpreis geriet daraufhin massiv unter Druck.

Ein Rücksetzer unter den Preisbereich von 4000/3950 US-Dollar hätte für Gold aus charttechnischer Sicht fatale Konsequenzen. Insofern war es eminent wichtig, dass das Edelmetall dieses Abverkaufsszenario – zumindest fürs Erste – abwenden und eine Trendwende einleiten konnte.

Dass sich die Gemüter am Anleihemarkt ein wenig abkühlten, stützte das Comeback des Goldpreises. Auch andere Edelmetalle, wie Silber und Platin, atmeten durch. Gleiches gilt für DAX, Dow Jones Industrial & Co. 

Renditen der US-Staatsanleihen: Ist hier das Schlimmste für Gold überstanden?

Seit Wochen und Monaten gehen die bangen Blicke der Goldinvestoren in Richtung Anleihemärkte. Die galoppierenden Renditen ließen Gold und die anderen Edelmetalle in der Vergangenheit leiden. Die Aufwärtsbewegung der Renditen mit überkauft zu beschreiben, wird der Situation nicht im Ansatz gerecht. Es gibt jedoch Hoffnung, dass das Schlimmste für Gold überstanden ist. 

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Hoffnung macht unter anderem die erfolgreiche Auktion der 10-jährigen US-Staatsanleihen, die zuletzt für große Aufmerksamkeit sorgte. Ihr Erfolg beruhigte die Lage und ließ die Anleiherenditen etwas zurückkommen. Zudem zeigte sich in den letzten Tagen, dass für die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen im Bereich von 5,35 Prozent die Luft dünn wird. Mehrere Versuche, die Aufwärtsbewegung über die 5,35 Prozent auszudehnen, scheiterten.

Dennoch gilt für Gold unverändert: Solange das Niveau der Anleiherenditen so exponiert ist, ist die Lage für Gold prekär. Erst eine deutliche Abkühlung der Renditen würde die Lage für den Goldpreis entspannen. Die nächsten Tage werden vor diesem Hintergrund entscheidend. Am Freitag ging es für die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen schon einmal auf 5,24 Prozent nach unten. Sollte sich dieser Trend weiter fortsetzen, würde das Gold einen Schub geben. 

US-Dollar könnte für Gold zum Problem werden

Der starke US-Dollar limitiert den Goldpreis. Von dieser Seite könnte zudem weiteres Ungemach drohen, sollte sich der Ausbruch des US-Dollar-Index über die 102 Punkte manifestieren. Das frische Kaufsignal könnte den US-Dollar-Index nun auf 104 Punkte tragen. Doch bekanntlich sind Ausbruchssituationen eine heikle Angelegenheiten. Sollte sich der Vorstoß nicht behaupten, könnte es für den US-Dollar-Index abrupt nach unten gehen. Ein solches Szenario wäre wiederum der Goldpreisentwicklung zuträglich.

Gold: Wie stehen die Chancen für eine Jahresendrallye bei Gold?

Die anhaltenden Kaufaktivitäten der Zentralbanken und der physisch besicherten Gold-ETFs begrenzen das Abwärtspotenzial des Edelmetalls. Die Bestandsentwicklung der SPDR Gold Shares zeigt zudem, dass schwache Goldpreise Kaufinteresse hervorrufen.

Und dennoch gilt: Eine kräftige Goldpreiserholung kann nur mit sinkenden Anleiherenditen einhergehen. Die nächsten Tage werden hier richtungsweisend.

Die zentrale Frage lautet: Schreitet die Top-Bildung bei den Anleiherenditen voran? Den US-Dollar-Index sollte man ebenfalls im Auge behalten. Ist der Ausbruch über die 102 Punkte das letzte Halali oder setzt der Index seine Bewegung fort?

Bricht man die aktuelle Situation auf die charttechnischen Aspekte herunter, dann ist festzustellen, dass Gold nun über die 4200 US-Dollar und über die 4500 US-Dollar muss, um das Szenario einer Jahresendrallye voranzutreiben. Ein Rücksetzer unter die 3950 US-Dollar könnte hingegen Abgaben auf 3500 US-Dollar provozieren. 

Der Blick in den Goldminensektor schürt ebenfalls Hoffnungen auf ein Comeback des Edelmetalls. Barrick Mining, Newmont Corp., Agnico Eagle Mines oder auch Kinross Gold weisen überraschend stabile Kursmuster auf. Eine Erholung des Goldpreises könnte als Initialzündung eine kapitale Rallye lostreten. 

Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte

Von wallstreetONLINE Redaktion

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