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Künstliche Intelligenz: US-Geheimdienstdirektor Jay Clayton wird KI-Sonderbeauftragter

Дата публикации: 05-10-2026 09:37:00

Donald Trump macht seinen Geheimdienstchef Jay Clayton zum Sonderbeauftragten für KI. Der Mann hat keine Erfahrungen mit Techfirmen oder KI, ist aber ein treuer Gefolgsmann des US-Präsidenten.

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US-Präsident Donald Trump (80) hat die Ernennung des Geheimdienstdirektors Jay Clayton (60) zu seinem neuen Beauftragten für künstliche Intelligenz (KI) bestätigt. Trump schrieb am Sonntag auf seiner Onlineplattform Truth Social, Clayton solle in dieser Rolle die Anstrengungen koordinieren, damit die USA „weiterhin die Welt bei der Superintelligenz anführen“. Die KI wird von Trump neuerdings als „Superintelligenz“ bezeichnet.

Trump hob hervor, dass die „Superintelligenz“ nach Ansicht vieler eine größere Umwälzung darstelle als die industrielle Revolution und das Internet. Bei der Fortentwicklung der „Superintelligenz“ sollten die „Interessen aller Amerikaner geschützt und ihre Lebensführung verbessert“ werden.

Clayton bislang ohne Erfahrung mit KI

Mehrere US-Medien hatten bereits am Freitag berichtet, dass der Präsident Clayton zu seinem KI-Berater ernennen werde. Der 60-Jährige ist seit August Direktor der nationalen Geheimdienste. Er koordiniert in diesem Amt die Arbeit der insgesamt 18 US-Geheimdienste, zu denen der Auslandsnachrichtendienst CIA und die Bundespolizei FBI gehören.

Trump hatte die Neubesetzung des Postens im vergangenen Monat angekündigt und dazu erklärt: „Nur Personen mit hohem IQ brauchen sich zu bewerben!“ Clayton folgt mit gut sechsmonatigem Abstand auf David Sacks (54), der bis Ende März Trumps „KI-Zar“ war.

Über Spionagefragen hinaus soll sich Clayton nun mit den Chancen und Risiken von KI befassen. Erst vor wenigen Tagen hatte der Trump-Gefolgsmann die „Superintelligenz“ als „Frage der nationalen Sicherheit“ bezeichnet. Wie bereits der Präsident wies er in einem Interview mit dem Sender CNBC Vorstöße von Techunternehmen für eine langsamere KI-Entwicklung zurück.

Clayton sieht KI als „Frage der nationalen Sicherheit“

„Sollten wir etwa den Rest der Welt diese Modelle entwickeln und umsetzen lassen?“, fragte Clayton. „Ich glaube, kein Amerikaner würde das für eine gute Strategie halten.“

Claytons Ernennung fällt in eine Zeit zunehmender Warnungen vor den Risiken von KI. US-Unternehmen wie Anthropic und OpenAI sprachen sich für eine langsamere Entwicklung aus, nachdem KI-Systeme in mehreren Fällen aus ihrer Testumgebung ausbrachen und etwa Regierungssysteme hackten.

Ungeachtet dessen lehnt Trump eine staatliche Regulierung von „Superintelligenz“ ab und setzt auf Selbstkontrollen der KI-Branche. Dazu hatte er am Dienstag bei einem Treffen mit Tech-Chefs eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Mehrheit der US-Bürger skeptisch gegenüber KI

Vor den wichtigen Kongresswahlen Anfang November spielt das Thema in den USA eine große Rolle: Viele Wählerinnen und Wähler stehen der KI-Entwicklung skeptisch gegenüber und befürchten weitreichende gesellschaftliche Umwälzungen wie etwa Jobverluste. Auch lösen die großen KI-Rechenzentren viele Proteste aus.

Clayton äußerte sich kurz nach einem KI-Gipfel, den Trump am vergangenen Dienstag mit den Chefs der wichtigsten Techkonzerne anberaumt hatte. Sechs von ihnen – unter anderem Anthropic-Gründer Dario Amodei (43) und xAI-Chef Elon Musk (55) – sicherten schließlich eine freiwillige Selbstkontrolle besonders fortschrittlicher KI-Modelle zu. Trump hatte einer staatlichen Regulierung eine Absage erteilt und dies mit dem Technologievorsprung vor China begründet.

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