BASF-Chef Markus Kamieth pokert um Evonik, bei Elon Musk klingelt die Kasse, und für Raisin-Chef Tamaz Georgadze wird es teuer – über die wichtigsten Wirtschaftsthemen informieren wir Sie in unserem Newsletter „Der Tag“.
Einst mitleidig von der Branche belächelt, haben es einige Fintechs mittlerweile ganz nach oben geschafft. Und sind Investoren in einigen Fällen sogar zwei- und dreistellige Milliardenbeträge wert. Doch wie heißt es schon bei „Spider-Man“: „Mit großer Macht kommt auch große Verantwortung“ – und in Deutschland mehr Regulierung.
Das befürwortet zumindest die Bafin, deren einstiger Chef Felix Hufeld (65) – aber nicht nur der – mit dem pleitegegangenen Wirecard ziemlich schlechte Erfahrungen gemacht hatte; die Behörde hatte den Zahlungsdienstleister nämlich als Techunternehmen und nicht als Finanzholding behandelt.
Damit sich so etwas nicht wiederholt, stuft Bafin-Chef Mark Branson (57) den Berliner Einlagenbroker Raisin, eines der wertvollsten Fintechs des Landes, nach Recherchen meiner Kollegin Katharina Slodczyk ab November als Finanzholding ein. Bislang stand nur die Raisin-Banktochter unter Bafin-Aufsicht. Für CEO Tamaz Georgadze (48) heißt das: mehr Kontrolle, mehr Kosten – und mehr Kapitalbedarf .
Widerstand zwecklos: Das Team um Raisin-Mitgründer und -CEO Tamaz Georgadze hat sich lange gegen mehr Bafin-Kontrolle gewehrt und schließlich kapituliert
Foto:Lukas Schramm / WeltSparen
Um den deutsch-niederländischen Diagnostikspezialisten Qiagen entwickelt sich ein Bieterwettstreit. Die schwedische Beteiligungsgesellschaft EQT ist laut Bloomberg bereit, mehr als 9 Milliarden Euro für den Molekulardiagnostik-Anbieter zu zahlen. Aber auch KKR ist interessiert.
Das KI-Start-up Anthropic hat einem Zeitungsbericht zufolge im ersten Halbjahr seinen Nettoverlust auf über 80 Milliarden Dollar mehr als verfünffacht. Das Gros geht demnach auf Bilanzierungseffekte zurück. Allein 9 Milliarden Dollar wurden für Rechenkapazität und Infrastruktur fällig.
Elon Musks Weltraumfirma SpaceX hat im vergangenen Quartal dank ihres Satellitengeschäfts und der Vermietung eigener Rechenzentren einen Milliardengewinn erzielt. Außerdem lässt der Milliardär einen möglichen Zusammenschluss mit Tesla prüfen.
… ist Markus Kamieth (55), Chef des weltgrößten Chemiekonzerns BASF, der derzeit daran arbeitet, den Essener Spezialchemiekonzern Evonik zu übernehmen. Dessen Führung wehrt sich noch und hat mit NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (49; Grüne) auch eine gewisse politische Unterstützung. Doch Kamieth und BASF-Chefkontrolleur Kurt Bock (68) geben nicht auf und betreiben (und betrieben schon im Vorfeld) kräftig Übernahmediplomatie. Welche Strippen sie schon zogen und welche noch zu ziehen sind, hat meine Kollegin Eva Buchhorn aufgeschrieben .
Stratege: BASF-CEO Markus Kamieth will mit der Übernahme der Essener Evonik sein Reich vergrößern
Foto: Mike Schmidt / IMAGOIhre Kurzvideos, in denen sie durch das familieneigene Hotel tanzt, Etikettetipps gibt oder über Führung philosophiert, haben sie hierzulande zu einer führenden Stimme in den sozialen Medien gemacht. Caroline von Kretschmann, geschäftsführende Gesellschafterin des Hotels „Europäischer Hof Heidelberg“, hat im Interview mit dem Harvard Business manager verraten, wie sie ihre Social-Media-Präsenz angeht und was diese dem Unternehmen konkret bringt.
„Was ist die Wirklichkeit?“: Ex-Theranos-Chefin Elizabeth Holmes in der Doku „You Can See Everything“
Foto: Courtesy Everett Collection / Everett Collection / picture allianceElizabeth Holmes (42) – die einst gefeierte und später wegen Betrugs zu mehr als elf Jahren Haft verurteilte Biotechunternehmerin – fasziniert die Menschen. Nach Büchern, einem Podcast und einer Serie ist in den USA mit enormem Erfolg nun ein neuer Dokumentarfilm angelaufen, der sich zum Überraschungserfolg an den Kassen entwickelt hat. „You Can See Everything“ wird von den amerikanischen Zuschauern frenetisch gefeiert, in Deutschland steht ein Kinostart noch nicht fest. Was der Film über die Vorgänge um das damalige Start-up Theranos verrät – und was man tatsächlich sehen kann – ich war für Sie im Kino .
Ihnen einen schönen Abend!
Herzlich Ihre Mirjam Hecking
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