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Porsche Mission S und Tesla Roadster: alte gegen neue Welt

Дата публикации: 20-10-2026 07:13:52

Porsche und Tesla haben in den USA am gleichen Tag Studien künftiger Supersportwagen enthüllt. Bei allen Unterschieden gibt es auch Gemeinsamkeiten.

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Stand: 20.10.2026, 09:13 Uhr

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Tesla Roadster hebt mit Hilfe von Düsen ab

Eins ist sicher: Fliegen wie der Tesla Roadster kann der Porsche Mission S nicht. © Tesla

Porsche und Tesla haben in den USA am gleichen Tag Studien künftiger Supersportwagen enthüllt. Bei allen Unterschieden gibt es auch Gemeinsamkeiten.

Wohlhabende Autofans haben in ein paar Jahren noch mehr Auswahl: Soll es ein klassischer Supersportwagen einer traditionsreichen deutschen Firma sein oder ein Elektroflitzer wie aus einem Science-Fiction-Film?

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Ein Benziner auf der einen und drei Elektromotoren auf der anderen Seite: Beim Antrieb unterscheiden sich Porsche Mission S und Tesla Roadster wohl am stärksten. Der eine spricht die traditionellen Petrolheads an, die sich am Klang großvolumiger Verbrenner erfreuen, der andere richtet sich an Menschen, denen Umweltbewusstsein ebenso wichtig ist wie Aufsehen erregende Schubdüsen.

Porsche Mission S Premiere 2026

Schon beim Design zitiert Porsche seine glorreiche Vergangenheit. © Porsche

Das zeigt sich schon von außen, wo beim Mission S große Lufteinlässe dominieren. Der Tesla Roadster zeigt sich dagegen deutlich kantiger als die erste Studie von 2017 und erinnert an den Cybertruck und an frühere Lamborghini-Modelle.

Weiter geht es im Innenraum: Tesla setzt wie gewohnt auf Displays und ein minimalistisches Design, während Porsche mit fünf Rundinstrumenten und dem Schlüssel links vom Lenkrad erneut an seine Historie anknüpft.

Interieur des Tesla Roadster von 2026

Tesla verzichtet im Innenraum wie gewohnt auf physische Schalter. © TeslaDringend nötige Leuchtturmprojekte

Neben ihrer Sportlichkeit und dem Anspruch, auf ihrem Gebiet technisch führend zu sein, teilen sich Mission S und Roadster eine weitere Gemeinsamkeit: Sie sind beide Leuchtturmprojekte, die ihre Firmen dringend nötig haben.

Porsche hat vor einigen Jahren, als Tesla auf dem Höhenflug war, radikal auf Elektroantrieb gesetzt. Nachdem sich der Erfolg nicht so schnell einstellte wie erhofft, fiel die Kehrtwende ebenso radikal aus. Die Stuttgarter haben nicht nur Elektro-Modelle verschoben, sondern planen auch neue Verbrenner-Modelle wie den Macan oder eben den Mission S. Er soll der konservativen Porsche-Klientel zeigen, dass man sie in Zuffenhausen nicht vergessen hat.

Porsche Mission S Interieur

Porsche setzt auf ein klassisches Sportwagen-Cockpit. © PorscheKommt der Strategieschwenk zu spät?

Aus der Studie soll nicht nur ein Supersportwagen im Stile von 959, Carrera GT und 918 Spyder werden. Sie soll zugleich die Basis für eine ganze Modellfamilie oberhalb des 911 bilden. Das Ziel ist klar: Teurere Fahrzeuge bedeuten höhere Margen, getreu dem Motto von CEO Michael Leiters „Value over Volume“.

Ob die Strategie aufgeht, bleibt abzuwarten. Momentan geht der Trend klar in Richtung Elektroautos. Selbst wenn die EU das Verbrenner-Verbot weiter aufweicht und Donald Trump in den USA Verbrenner propagiert, ist nicht aufgrund der Situation in China klar: der Elektromobilität gehört die Zukunft. Es könnte sein, dass Porsche nicht nur mit seinen E-Autos zu früh dran war, sondern auch mit den nun geplanten Verbrennern erst auf den Markt kommt, wenn sich die reichen Autofans dieser Welt in ein paar Jahren auf Stromer einlassen.

Teslas Modellpalette ist klein und alt

Ein Anlass dafür könnte wie schon vor 18 Jahren der Tesla Roadster sein. Mit 1000 PS aus drei Elektromotoren und zusätzlichen Schubdüsen ist er extravagant und auffällig. Gut möglich, dass sich wohlhabende Auto- und Technikfans davon zum Umstieg bewegen lassen.

Auch Tesla kann ein Leuchtturmprojekt gut gebrauchen. Das Unternehmen ist zwar nach wie vor eine der erfolgreichsten E-Auto-Marken und im Gegensatz zu Porsche auch in China nicht abgerutscht, hat aber ebenfalls Probleme.

Beim Cybertruck ist der Erfolg ausgeblieben. Die übrigen Modelle sind bereits in die Jahre gekommen und die Konkurrenz wird von Tag zu Tag stärker. Ein emotionaler Sportwagen tut dem Unternehmen gut, auch wenn es sich nach Meinung von CEO Elon Musk künftig eher auf humanoide Roboter und autonomes Fahren konzentrieren soll.

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