Der Ortschaftsrat gibt grünes Licht für das Baugebiet „Hölläcker“, in dem bis zu 530 Menschen ein neues Zuhause finden sollen.
Stand: 22.09.2026, 09:26 Uhr

Der Ortschaftsrat gibt grünes Licht für das Baugebiet „Hölläcker“, in dem bis zu 530 Menschen ein neues Zuhause finden sollen.
Aalen-Ebnat. Der Ortschaftsrat Ebnat hat in seiner jüngsten Sitzung die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Baugebiet „Hölläcker“ befürwortet und damit grünes Licht für die weiteren Planungen gegeben. Auf einer Fläche von 7,2 Hektar sollen hier 530 Bürgerinnen und Bürger eine neue Heimat finden.
Ortsvorsteher Uwe Grieser sprach von einem „Meilenstein“ für Ebnat. Bereits seit 2004 gebe es den Wunsch, in diesem Gebiet im Nordwesten von Ebnat eine Bebauung zu realisieren. Es freue ihn, dass die Stadtverwaltung jetzt die „Hölläcker“ auf den Weg bringen würde.
Hintergrund: Ortschaftsrat verstimmt: „Ebnat ist immer nur am Geben“
Planungsdetails: Lärmschutz, Wohneinheiten und EinwohnerdichteProjektleiterin Alicia Winter und Dominik Sorg vom Stadtplanungsamt erläuterten die Planungen für dieses Gebiet zwischen der Nordumfahrung von Ebnat und der Unterkochener Straße. Vorgesehen sei ein großzügiger Lärmschutzwall entlang der Nordumfahrung. Bei angenommen insgesamt 220 Wohneinheiten und einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von 2,3 Personen ergeben sich 506 potenzielle Einwohnerinnen und Einwohner. Zusätzlich werden 24 Seniorenwohnungen mit jeweils einer Person miteinberechnet, sodass sich eine Einwohnerzahl von insgesamt 530 Personen ergibt. Dies entspricht 74 Bürgern pro Hektar und liegt damit über dem Richtwert des Regionalplans Ostwürttemberg von 60 Einwohnern pro Hektar.
Möglicher Lebensmittelmarkt und Erschließung des GebietWie Dominik Sorg weiter ausführte, sei in dem Gebiet eventuell auch die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes geplant. Außerdem soll ein Kinderspielplatz angelegt werden. Die Erschließung der „Hölläcker“ erfolge über zwei Anschlüsse an der Unterkochener Straße und über den Hohenberger Weg.
Diskussion um Dolinen, Parkflächen und EinwohnerdichteAuf Nachfrage von Uwe Grieser im Hinblick auf die Dolinen erklärte Sorg, dass in diesen Flächen Grünzüge geplant seien. Andreas Krämer (Frei Wähler) appellierte, in diesem Wohngebiet ausreichend Parkflächen vorzusehen und die Straßen so zu dimensionieren, dass ein Winterdienst problemlos möglich sei. Katja Grafl (Freie Wähler) erschien die Einwohnerdichte von 74 Bürger pro Hektar zu hoch und plädierte für einen niedrigeren Wert. „Es gibt in Aalen auch Gebiete mit 300 Einwohnern pro Hektar“, antwortete Dominik Sorg darauf.
Zeitplan und weiteres Verfahren für die „Hölläcker“Im Hinblick auf den Zeitplan für die „Hölläcker“ erklärte er, dass wenn alles glatt laufe, mit einer Erschließung des Baugebiets ab Mitte 2028 zu rechnen sei. Letztlich befürwortete der Ortschaftsrat einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Im Zuge des weiteren Verfahrens soll hier eine Baulandumlegung angeordnet werden.
Appell zur Sanierung des LehrschwimmbeckensOrtsvorsteher Uwe Grieser appellierte an den Oberbürgermeister und an den Gemeinderat der Stadt Aalen, die Sanierung des Ebnater Lehrschwimmbeckens nicht infrage zu stellen. Bei Kosten von drei Millionen Euro gebe es Zuschüsse des Bundes von 1,1 Millionen Euro und des Landes von 500.000 Euro. Außerdem liege für dieses Projekt eine beachtliche Spende eines Sponsors auf dem Tisch.
Ortschaftsbudget: Weihnachtsbeleuchtung und BürgertreffDas Gremium hat beschlossen, für 1600 Euro fünf Sterne an der Weihnachtsbeleuchtung in der Hauptstraße reparieren zu lassen. Außerdem soll der Weihnachtsbaum für 4000 Euro eine neu LED-Lichterkette sowie zusätzlichen Schmuck erhalten. Wie der Ortsvorsteher weiter mitteilte, ist vorgesehen den alten Kindergarten Sankt Maria als Bürgertreff zu nutzen. Dafür wolle man das Gebäude dieses Jahr für insgesamt 1500 Euro aus Mitteln des Ortschaftsbudgets von der katholischen Kirchengemeinde anmieten. Der Ortschaftsrat stimmte dem zu.
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