Die Ausschreitungen am Wochenende verunsichern Investoren. Die Risikoprämien für französische Staatsanleihen steigen weiter. Der Abstand zu deutschen Papieren ist damit erneut größer geworden.

Ausschreitungen in Paris am Wochenende: Die politische Verunsicherung wächst. Foto: IMAGO/Independent Photo Agency Int.
Frankfurt. Nach den Unruhen vom Wochenende sind französische Staatsanleihen am Montag erneut unter Druck geraten. Die Rendite von Regierungsbonds mit einer Laufzeit von zehn Jahren stieg zum Wochenstart um acht Basispunkte auf 4,88 Prozent.
Ein Basispunkt entspricht einem Hundertstel Prozentpunkt. Damit schnitten französische Staatsanleihen schlechter ab als Zinspapiere anderer Euro-Länder. Der Risikoaufschlag im Vergleich zu zehnjährigen deutschen Bundesanleihen, die für den Währungsraum als Referenzwert gelten, wuchs um sieben Basispunkte auf 1,44 Prozentpunkte. Das ist der höchste Wert seit zwei Wochen.
Today Proteste in Frankreich belasten Börsen vor 14 Min.
Abspielen 37:04Jim Reid, Analyst bei der Deutschen Bank, erwartet, dass die Ereignisse es für internationale Investoren erschweren, bedenkenlos französische Staatsanleihen zu kaufen. „Mit einer ohnehin schwierigen fiskalischen Ausgangslage in Frankreich und der näher rückenden Wahl 2027 fügt das Wochenende den Märkten eine weitere Ebene politischer Risiken hinzu“, sagte Reid.
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