Unser Leser begrüßt die politische Initiative zur Erinnerung an koloniale Verbrechen. Ein Punkt, der nichts entschuldigt, ist ihm dabei wichtig. Und wie sehen Sie’s?
Selbstkritik an von Deutschen begangenen übelsten menschenverachtenden Verbrechen gehört zu den ethischen Moralhandlungen einer aufgeklärten Gesellschaft. Sie ist unerlässlich! Sie muss Maßstab für unser Denken und Handeln bleiben.
Gleichwohl dürfen die historischen geopolitischen Begleitumstände nicht außer Acht gelassen werden. Entschuldigt werden dürfen die Taten damit selbstverständlich nicht!
Unsere ethischen Wertmaßstäbe müssen mit derartigem Gedenken gestärkt werden! Darum geht es.
Deshalb ist diese, bereits von Claudia Roth (Grüne) während der Ampelregierung initiierte, vom Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) übernommene politische Entscheidung für den Bremer Gedenkort zum Kolonialismus wertvoll und richtig. Rainer Junak, Berlin-Schmargendorf