Wer an einer Rally von Donald Trump teilnimmt, merkt, dass er seine Anhänger immer noch begeistern kann. Die Frage ist nur: Sind es noch genug, um die Zwischenwahlen zu gewinnen?

US-Präsident Donald Trump: Schwindet die Zahl seiner Anhänger womöglich? Foto: AFP
Dalton, Georgia. US-Präsident Donald Trump weiß, wie man einen spektakulären Auftritt inszeniert. Seit dem Morgen schon warten hunderte seiner Fans rund um eine aufgebaute Bühne auf ihn. Auf einmal nähern sich zum Song „Hot Stuff“ von Donna Karan zwei riesige Boeing Ospreys – Flugzeuge, die durch große Rotorblätter wie ein Hubschrauber fliegen können.
Wenig später donnern zwei weitere Helikopter ganz nah über das Publikum. Aus den Lautsprechern dröhnt „Thunder“ von AC/DC. Die Zuschauer klatschen und johlen.
Dann folgt Trump: Er lässt die Marine One zu „Eye of the Tiger“ direkt neben den Zuschauern landen. Man spürt die Wucht der Maschine, deren Rotorblätter sich nur wenige Meter neben dem Publikum drehen. Nach dem 20-minütigen Spektakel steigt Trump aus, frenetischer Jubel braust auf. Er genießt ihn minutenlang.
Trumps Wahlkampfaufritt in Dalton steht im großen Kontrast zu den Umfragen. Er selbst steht derzeit so schlecht da wie nie, die republikanische Partei droht Anfang November bei den Zwischenwahlen nicht nur das Repräsentantenhaus, sondern auch den Senat an die Demokraten zu verlieren.
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