Wie kann der Ort besser gestaltet und weiterentwickelt werden? Genau diese Frage soll nun ein eigenes Entwicklungskonzept für Schmelz zweitgrößten Ortsteil beantworten. Die örtliche CDU will dabei jedoch nicht nur Politiker und Fachleute zu Wort kommen lassen.
Hüttersdorf · Wie kann der Ort besser gestaltet und weiterentwickelt werden? Genau diese Frage soll nun ein eigenes Entwicklungskonzept für Schmelz zweitgrößten Ortsteil beantworten. Die örtliche CDU will dabei jedoch nicht nur Politiker und Fachleute zu Wort kommen lassen.
15.09.2026 , 16:43 Uhr
Hüttersdorf von Oben: Schmelz zweitgrößter Gemeindebezirk soll jetzt ein eigenes Dorfentwicklungskonzept bekommen.
Foto: RuppenthalSchmelz hat es bereits – jetzt soll es mit Hüttersdorf auch der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde bekommen: Einstimmig stimmten die Mitglieder des Schmelzer Gemeinderates auf ihrer jüngsten Sitzung für die Einführung eines Dorfentwicklungskonzeptes für Hüttersdorf. Zuvor hatte die CDU-Fraktion einen entsprechenden Antrag eingebracht, durch den der Gemeindebezirk gezielt weiterentwickelt werden soll.
„Hüttersdorf ist ein lebendiger und attraktiver Ort mit einer starken Dorfgemeinschaft, zahlreichen Vereinen, Gewerbebetrieben und engagierten Bürgerinnen und Bürgern“, erklärt der Fraktionsvorsitzende und Erste Beigeordnete der Gemeinde, Nicolas Lorenz. Während im zentralen Bereich von Schmelz bereits umfangreiche Überlegungen und Maßnahmen zur Ortskernentwicklung erfolgt sind, fehle es für Hüttersdorf bislang jedoch an einer vergleichbaren ganzheitlichen Betrachtung der dortigen Entwicklungsmöglichkeiten.
Die besten Drohnen-Bilder aus dem Saarland: So schön ist unser Bundesland von oben
108 Bilder
Laut Lorenz solle das Dorfentwicklungskonzept keine bestehenden Maßnahmen ablösen, sondern viel eher als eine Art übergeordneter roter Faden für die künftige Entwicklung des Ortsteils dienen. „Ein Dorfentwicklungskonzept kann unterschiedliche Themen zusammenführen und daraus konkrete Prioritäten entwickeln. Es kann außerdem helfen, Maßnahmen fachlich zu begründen, aufeinander abzustimmen und mögliche Fördermöglichkeiten zu identifizieren“, schildert der CDU-Fraktionschef im Gespräch mit unserer Zeitung. Ziel sei eine „realistische Prioritätenliste mit konkreten Projekten und Entwicklungsperspektiven, die anschließend Schritt für Schritt umgesetzt werden kann“.
Dabei soll aber nicht nur die örtliche Politik, sonder auch die Menschen in Hüttersdorf selbst miteingebunden werden. „Wir wollen keine fertigen Lösungen über die Köpfe der Menschen hinweg präsentieren. Wir wollen zuhören, Ideen sammeln, Potenziale erkennen und anschließend gemeinsam Prioritäten setzen. Hüttersdorf soll seine eigene Entwicklungsperspektive bekommen – und diese soll gemeinsam mit den Hüttersdorferinnen und Hüttersdorfern entstehen“, betont Lorenz. So wolle man neben der Bürgerschaft und dem Ortsrat auch örtliche Vereine, Gewerbetreibende, Mittelstand und weitere Interessengruppen in den Prozess miteinbeziehen. Parallel zur Beteiligung der Öffentlichkeit soll zudem ein Fachbüro eine entsprechende Potenzialanalyse für Hüttersdorf durchführen.
Aus Sicht der CDU bestehe beispielsweise noch Potenzial hinsichtlich der Attraktivität und Aufenthaltsqualität des Ortskerns, der Nutzung beziehungsweise Weiterentwicklung vorhandener Gebäude und Flächen, der Verkehrs- und Wegebeziehungen sowie der Frage, wie Ortsmitte, Gewerbe, Vereine, Wohnen und öffentliche Räume langfristig miteinander verbunden werden können.
Die Finanzierung für ein solches Entwicklungskonzept dürfte derweil bereits zu großen Teilen gesichert sein. So sind im aktuellen Haushalt der Gemeinde bereits entsprechende Mittel in Höhe von 10.000 Euro hierfür eingeplant. „Das Geld ist da. Jetzt geht es um die Beauftragung“, erklärte daher Lorenz auch im Zuge der jüngsten Ratssitzung.
Dort zeigte sich neben den anderen Fraktionen auch Schmelz Bürgermeister Wolfram Lang (SPD) offen für die Erarbeitung eines Dorfentwicklungskonzeptes für Hüttersdorf. „Tatsächlich hat sich in den vergangenen 20 Jahren – mit Ausnahme des neuen Rewe – wenig am Ortsbild von Hüttersdorf geändert“, so Lang, der sich ebenfalls sicher zeigte: ein gezieltes Dorfentwicklungskonzept könne dies in Zukunft ändern. (str)