In den vergangenen zwei Jahren hat die saarländische Polizei viel neue Ausrüstung bekommen. Die SZ hat einen exklusiven Einblick in die Rüstkammer der Polizei erhalten. Von Pistolen und MPs über Weste, Helme und Taser: Was die Polizei alles zur Verfügung hat.
Interaktiv | Saarbrücken · In den vergangenen zwei Jahren hat die saarländische Polizei viel neue Ausrüstung bekommen. Die SZ hat einen exklusiven Einblick in die Rüstkammer der Polizei erhalten. Von Pistolen und MPs über Weste, Helme und Taser: Was die Polizei alles zur Verfügung hat.
05.10.2026 , 19:48 Uhr
Die Ausrüstung und Bewaffnung der saarländischen Polizei haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Neue Waffen wurden beschafft und die persönliche Schutzausrüstung der Beamtinnen und Beamten erweitert. Und das sowohl bei Streifenpolizisten als auch bei den speziell ausgebildeten und ausgestatteten Unterstützungseinheiten, den Operativen Einheiten der Saar-Polizei.
Die wohl wichtigste Änderung: Seit 2024 führt die Polizei nach und nach die neue Dienstpistole SFP 9 des baden-württembergischen Waffenherstellers Heckler&Koch ein. Die neue, leichtere und laut Polizei auch sicherere Pistole ersetzt die bisherige Dienstwaffe P10, die seit 1998 im Saarland im Einsatz ist. Das Saarland investiert 1,6 Millionen Euro in die neuen Waffen. 3.000 werden nach Angaben des Innenministeriums bis 2027 angeschafft.
Ebenfalls seit 2024 ist die Polizei mit Fiberglas verstärkten Schnittschutzschals ausgestattet, die die Polizistinnen und Polizisten besser gegen Messerangriffe schützen sollen. Hier beschafft das Saarland 3.000 Schals für insgesamt 63.000 Euro.
Im März 2026 hat das Saarland 492.000 Euro in neue Ausrüstung investiert, die vor allem den Eigenschutz der Beamtinnen und Beamten verbessern soll. Angeschafft wurden neben neuer Funkausstattung zusätzlich 2.500 Aderpressen, sogenannte Tourniquets (seit 2016 in kleinerer Stückzahl bei der Saar-Polizei im Einsatz), zum Abbinden von Gliedmaßen bei stark blutenden Wunden zum Beispiel nach Messerangriffen, Schussverletzungen oder Unfällen. Zudem wurden 770 individuelle Erste-Hilfe-Sets zur medizinischen Erstversorgung am Einsatzort beschafft.
Die medizinische Ausstattung mit Tourniquets und Erste-Hilfe-Sets soll den Schutz der Polizeibeamten zusätzlich erhöhen, weil durch diese lebensbedrohliche Verletzungen schneller und besser behandelt werden können.
„Die Sicherheit unserer Polizeibeamtinnen und -beamten hat oberste Priorität. Es ist unsere Pflicht, die Polizei sowohl personell zu stärken, als auch mit der besten Ausrüstung auszustatten. Deswegen investieren wir als Landesregierung kontinuierlich in diesen und weiteren Bereichen: Mehr Personal, klare Prioritäten und eine leistungsfähige Infrastruktur bilden nicht nur die Grundlage dafür, dass unsere Polizei zuverlässig, professionell und einsatzbereit bleibt, sondern unsere Einsatzkräfte gleichzeitig vor allen Dingen auch den größtmöglichen Schutz erhalten“, sagt der saarländische Innenminister Reinhold Jost (SPD). (jos)
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