Max Verstappen stellt sich einer besonderen Herausforderung: Auf einem Kartkurs in Silverstone muss er 100 Fahrer einholen. Schon im Training scheiterte sein Racing-Bulls-Kollege Arvid Lindblad an der Aufgabe.
Max Verstappen stellt sich einer besonderen Herausforderung: Auf einem Kartkurs in Silverstone muss er 100 Fahrer einholen. Schon im Training scheiterte sein Racing-Bulls-Kollege Arvid Lindblad an der Aufgabe.
Es ist ein Format, das es in dieser Dimension noch nie gegeben hat: Vierfach-Weltmeister Max Verstappen fordert auf einem eigens gebauten Kurs im englischen Silverstone 100 Fahrer gleichzeitig heraus. Im von Red Bull organisierten 30-Runden-Rennen „Max vs 100“ (18.00 Uhr, Disney+) startet der Niederländer ganz am Ende des Feldes und muss versuchen, jeden einzelnen Konkurrenten einzuholen. Seine Gegner: Ein bunter Mix aus Profi-Athleten, Content Creators und schnellen Kart-Amateuren aus aller Welt.
Während sich Verstappen erst heute ins Kart setzt, absolvierte Racing-Bulls-Fahrer Arvid Lindblad bereits am Dienstag die ersten Testläufe gegen die 100 Teilnehmer – und scheiterte direkt an der Hürde. Der 19-Jährige trat im Training jeweils nur gegen die Hälfte des Feldes, also 50 Fahrer, an und hatte etwa 20 bis 25 Minuten Zeit für seine Aufholjagd.
Das ernüchternde Ergebnis: Beide Male schaffte er es nicht, alle Konkurrenten einzuholen. Im ersten Durchgang fehlte ihm am Ende ein einziger Pilot, im zweiten Testrennen blieben sogar mehrere Fahrer vor dem Formel-1-Star.
„Die Fahrer haben sich richtig ins Zeug gelegt, und das war schön zu sehen“, analysierte Lindblad nach seinen Sessions. „Einige der guten Jungs sind schnell, und sie werden nur noch besser werden. Man verliert so viel Zeit, wenn man die langsameren Leute überholt – es wird auf jeden Fall schwer für Max.“
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Das große Hindernis könnte für den viermaligen Weltmeister heute die Taktik der Verfolger werden. Formiert sich an der Spitze eine Allianz, haben es selbst Ausnahmekönner schwer. Wenn sich beispielsweise vier Piloten zusammenschließen und nach dem Start nebeneinander die Piste dichtmachen, entsteht eine unüberwindbare Mauer. Zwar opfern diese Fahrer damit ihre eigene Chance auf den Einzelsieg, ermöglichen aber einem Ausreißer an der Spitze den entscheidenden Vorsprung.
Verstappen selbst blickt der Herausforderung mit einer Mischung aus Gelassenheit und Respekt entgegen:
„Im Kart lernt man alle Grundlagen: Starts, Verteidigen, Überholen. Natürlich habe ich einen großen Teil meines Lebens mit Kartfahren verbracht, daher ist es immer schön, dorthin zurückzukehren. Aber 100 Karts sind ganz schön viel. Es wird darauf ankommen, Geduld zu haben und so schnell wie möglich nach vorne zu kommen. Das wird der Schlüssel sein.“
Immerhin: Verstappen profitiert im Vergleich zum Training von 30 vollen Rennrunden. Schon beim gestrigen Test flogen in der turbulenten Anfangsrunde knapp 30 Karts aus dem Rennen. Mit seiner starken Reaktionszeit dürfte der Red-Bull-Star bereits vor der ersten Kurve knapp 20 Konkurrenten kassiert haben.
Für die deutschen Starter verlief der gestrige Testtag dagegen noch nicht nach Wunsch. Zehnkampf-Europameister Leo Neugebauer, Ultramarathonläufer Adar Saatci und Content Creator Amar wurden im Testrennen bereits vor der ersten Start-Ziel-Überquerung eingeholt und damit frühzeitig ausgeschaltet.
Ein Crash war daran allerdings nicht schuld – es waren schlicht die harten Gesetze der Startphase: Durch eine hintere Startplatzierung, die langsameren Reaktionszeiten und die aggressiven Überholmanöver von Lindblad gleich nach der Ampelphase schrumpfte der Vorsprung des Trios schnell zusammen.
Für das heutige Hauptevent gilt daher die Devise: Eine deutlich bessere Ausgangslage im Qualifying herausfahren, um nicht direkt wieder geschluckt zu werden.
„Das Ziel ist es, im Qualifying unter den Top-50 zu landen, um die ersten beiden Runden zu überstehen“, bringt es Leo Neugebauer vor dem heutigen Start gegenüber FOCUS online auf den Punkt. Nur mit einer vorderen Startposition gelingt es den deutschen Athleten, die wilden Überholjagden im hinteren Feld zu vermeiden und sich die Chance zu bewahren, zumindest ein paar Runden im Rennen durchzuhalten.
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