Max Verstappen startete beim „Max vs. 100“-Event als Letzter – und überholte alle. Dabei half ihm am Start ein kurioser Trick, den er schon als Kind lernte.
Der Tag ihres Lebens dauerte für viele Teilnehmer nur wenige Sekunden. Beim Red-Bull-Event „Max vs. 100“ im britischen Silverstone trat Formel-1-Star Max Verstappen gegen 100 Sportler und Prominente in einem Kartrennen an. Verstappen startete als allerletzter Fahrer – und legte eine unglaubliche Aufholjagd hin.
Bereits in der ersten Runde deklassierte er sage und schreibe 64 Konkurrenten. Nach Runde sechs lag der Weltmeister bereits auf Platz sechs. Nach etwas mehr als 35 Minuten und 14 Runden Slalom überholte er schließlich mit Landsmann Jacky Martens seinen letzten Kontrahenten und machte den Sieg perfekt – weit unter dem von den Organisatoren gesetzten Zeitlimit von 75 Minuten oder 30 Runden.
Angesichts der Leichtigkeit, mit der Verstappen an seinen Gegnern vorbeizog, fragten sich die Zuschauer an den Bildschirmen: Hatte der Niederländer etwa ein technisch überlegenes Kart zur Verfügung? Wie ließ sich sonst erklären, dass er bereits auf den ersten Metern gut zehn Fahrer mühelos stehen ließ?
Die Antwort lautet: Nein, das Material war identisch. Neben seiner unendlich größeren Rennerfahrung setzte Verstappen auf einen kleinen Trick, der am Start den entscheidenden Unterschied machte.
Wer sich die Videoaufnahmen des Starts genau ansieht, bemerkt, wie der spätere Sieger im Sitz seines Karts rhythmisch nach vorne und hinten wippte.
Auf der anschließenden Pressekonferenz sprach ihn ein verblüffter Mitstreiter auf die ungewöhnliche Bewegung an. Verstappen schmunzelte und lüftete das Geheimnis hinter der Technik:
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„Das habe ich als 7-Jähriger beim Kartfahren gelernt. Damals gab es auch einen stehenden Start und ich habe dasselbe gemacht – es funktioniert wirklich.“
Der physikalische Hintergrund: Durch das gezielte Wippen im Kart wird das Körpergewicht im entscheidenden Moment verlagert. Die Bewegung hilft dabei, das Kart beim Anfahren ein Stück weit freier rollen zu lassen und den Widerstand der oft feststeckenden Reifen zu überwinden.
Selbst Zwischenfälle wie Unfälle, gelbe Flaggen oder Abkürzungen anderer Fahrer brachten den Red-Bull-Star nicht aus der Ruhe.
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Die Konkurrenten schafften es zudem nicht, sich abzusprechen oder gemeinsam eine Blockade aufzubauen, wie es Zehnkampf-Europameister und Teilnehmer Leo Neugebauer im Gespräch mit FOCUS online gehofft hatte: „Es wäre ganz gut gewesen, wenn vier, fünf Leute ihn einfach geblockt hätten und alle anderen wegziehen lassen. Aber das war gar nicht möglich. Er hat schon 20 auf der ersten Geraden überholt.“
Verstappen zeigte sich nach seinem Durchmarsch begeistert von dem Event. „Ich fand es großartig“, jubelte der Champion und scherzte: „Das ist mein schönster Sieg aller Zeiten.“
Geht es nach dem Niederländer, muss das Event keine einmalige Sache bleiben. Am Ende der Pressekonferenz blickte Verstappen bereits auf die nächste Herausforderung und zeigte sich direkt angriffslustig für eine Revanche: „Max vs. 200“.