Aufregung um das deutsche Führungstor im Nations-League-Spiel gegen die Niederlande in Amsterdam (1:1): Die Gastgeber beklagen mangelndes Fairplay des DFB-Teams.
Aufregung um das deutsche Führungstor im Nations-League-Spiel gegen die Niederlande in Amsterdam (1:1): Die Gastgeber beklagen mangelndes Fairplay des DFB-Teams.
Die 32. Minute am Donnerstagabend. Beim Stand von 0:0 verletzt sich Oranje-Stürmer Brian Brobbey im Mittelfeld, ohne Einwirkung eines Gegners.
Die Deutschen sind in Ballbesitz, und bei den Niederländern ist anhand ihrer nachlassenden Körperspannung zu merken, wie sie sogleich erwarten, dass a) der Schiedsrichter eingreift oder b) das DFB-Team die Kugel proaktiv ins Aus befördert. Nichts davon passiert.
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Die niederländischen Fans reagieren mit wüsten Pfiffen, RTL-Kommentator Wolff Fuss berichtet, dass Becher auf den Platz fliegen. Auch die Profis der „Elftal“ sind erzürnt, sie eilen zur deutschen Jubeltraube, schimpfen und zetern; Kapitän Virgil van Dijk hebt drohend den Zeigefinger in Richtung der DFB-Stars, später spricht er von einer „Schande“.
Verhielten sich die Deutschen unsportlich, indem sie einfach weitergespielt haben? „Es war sicherlich keine Schande“, kontert Bundestrainer Jürgen Klopp.
„Das Tor ist vollkommen legitim. Ich habe kein schlechtes Gewissen. Und ich hätte eines, wenn es nicht legitim wäre. Ich hätte es trotzdem genommen, aber hätte ein schlechtes Gewissen. Das habe ich nicht.“
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Wäre es seiner Mannschaft so passiert, „hätte ich meinen Spielern gesagt, ihr müsst weiterspielen“.
„Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel, vor allem wenn ein Spieler eine Kopfverletzung hat. Es ist die Aufgabe des Schiedsrichters zu erkennen, ob der Spieler seriös verletzt ist. Ich habe keinen Pfiff gehört, deswegen ging es völlig korrekt weiter.“
Schon in der Live-Übertragung bei RTL sieht Lothar Matthäus „keinen Grund“, warum das DFB-Team die Partie selbstständig hätte stoppen sollen: „Das war clever, routiniert und mit Erfahrung von Kimmich. Aus, Schluss, Feierabend! Heutzutage wird nach solchen Aktionen häufig weitergespielt.“