Die USA und Iran befinden sich seit Februar 2026 im Kriegszustand. Zwar haben die beiden Länder eine Waffenruhe vereinbart, doch Donald Trump hat diese Anfang Juli für beendet erklärt. Die neuesten Entwicklungen im Ticker.
Heute, 12:41
NZZ-Redaktion
Irans Währung fällt auf historisches Tief
Die iranische Landeswährung ist angesichts von Krieg und Wirtschaftssanktionen im Sinkflug. Auf dem freien Markt stieg der Wechselkurs für einen Euro erstmals auf die historische Marke von drei Millionen Rial, wie das iranische Finanzportal bon-bast.com berichtet.
Durch den rapiden Wertverlust sinkt die Kaufkraft der Bevölkerung drastisch. Nach Angaben von Finanzexperten ist der durchschnittliche Monatslohn seit Jahresbeginn von umgerechnet 120 Euro auf rund 70 Euro gefallen.
Die Abwertung verteuert vor allem den Import von Konsumgütern und Rohstoffen, was den heimischen Preisdruck weiter anheizt.
Heute, 01:28
NZZ-Redaktion
Rohöltanker vor der Küste Omans angegriffen
Ein Rohöltanker ist laut einem Bericht in der Strasse von Hormuz unter Beschuss geraten. Das Schiff sei auf der Backbordseite von einem unbekannten Projektil getroffen worden, berichtete die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt unter Berufung auf den Kapitän. Die Besatzung des Schiffes soll sich in Sicherheit befinden.
Der Vorfall ereignete sich laut den Angaben nahe der nördlichen Spitze Omans, wo die Enklave Musandam in die Meerenge hineinragt. Das Schiff befand sich zu dem Zeitpunkt weniger als acht Kilometer von der Küste entfernt.
Gestern, 03:58
NZZ-Redaktion
Medien: USA schicken weiteren Flugzeugträger nach Nahost
Das Pentagon schickt laut Medienberichten eine dritte Flugzeugträgerkampfgruppe sowie weitere Kriegsschiffe in den Nahen Osten. Das berichten das «Wall Street Journal» und das Nachrichtenportal «Axios» unter Berufung auf US-Beamte. Es wird erwartet, dass die neu entsandten Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge, Marineinfanteristen und Matrosen dort bis Ende November eintreffen. Laut dem «Wall Street Journal» stocken die USA ihre Truppenpräsenz in der Region um 9000 bis 10 000 Soldaten auf. Die Berichte schüren Spekulationen, dass die USA nach den wichtigen Parlamentswahlen Anfang November neue Angriffe auf Iran starten könnten.
Das «WSJ» und «Axios» berichteten übereinstimmend, der Flugzeugträger «USS Theodore Roosevelt» habe seinen Heimathafen in San Diego am Sonntag verlassen. Am Montag seien weitere Schiffe - darunter ein amphibisches Angriffsschiff - ausgelaufen, hiess es.
Mit Blick auf die Gesamtzahl der Flugzeugträger berichtet «Axios» gestützt auf einen US-Beamten allerdings auch, dass noch nicht klar sei, ob der Flugzeugträger «USS Theodore Roosevelt» einen der anderen beiden ersetzen oder zusätzlich eingesetzt werden soll.

Gestern, 00:42
NZZ-Redaktion
Erneut Schiff in Strasse von Hormuz unter Beschuss
Ein Tanker ist laut einem Bericht beim Durchfahren der Strasse von Hormuz unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, brach ein Feuer aus. Die Besatzung des Schiffes soll sich demnach in Sicherheit befinden. Über den genauen Umfang der Schäden und mögliche Folgen für die Umwelt war zunächst nichts bekannt.
Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge am Donnerstagabend (Ortszeit). Bisher hat niemand den Angriff für sich reklamiert.
In der für den weltweiten Energiehandel wichtigen Strasse von Hormuz kam es zuletzt regelmässig wieder zu Beschuss. Iran blockiert im Konflikt mit den USA mit Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge weitestgehend. Auch das US-Militär hatte zivile iranische Schiffe attackiert.
Gestern, 00:41
NZZ-Redaktion
Berichte von Explosionen in Jemens Hauptstadt Sanaa
In Jemen ist es erneut zu Kampfhandlungen gekommen. Laut Angaben von Augenzeugen waren in der Hauptstadt Sanaa mehrere schwere Explosionen zu hören. In der Folge seien Rauchsäulen in der Nähe des Präsidentenpalasts zu sehen gewesen, hiess es weiter.
Der Huthi-nahe Sender Al-Masirah berichtete von Angriffen Saudarabiens auf Sanaa sowie auf die Provinzen Saada, Tais und Amran. Details zu den Zielen der Angriffe oder zu möglichen Schäden nannte der Sender nicht.
Davor hatte die von Saudiarabien angeführte Militärkoalition, die in Jemen an der Seite der offiziellen Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft, erklärt, man habe zwei ballistische Raketen und vier Drohnen der Huthi über den Städten Chamis Muschait und Dschasan im südlichen Saudiarabien abgefangen.
Auf der Plattform X schrieb der Sprecher der Militärkoalition, Turki al-Maliki, man setze die Massnahmen zur Abschreckung der Huthi-Miliz fort.
Donnerstag, 1. Okt., 01:41
NZZ-Redaktion
Iran: «Freilassung vermeintlicher Terroristen» spricht Bände
Irans Aussenminister Abbas Araghchi hat die Einschätzung Grossbritanniens zurückgewiesen, dass Teheran in den Vorfall nahe einer US-Luftwaffenbasis in Grossbritannien involviert sein könnte. Der britische Premierminister Andy Burnham sei mit seiner Einschätzung «auf dem Holzweg», schrieb er auf der Plattform X.
Nach der Festnahme von fünf Männern unter Terrorverdacht hatte Burnham Hinweise auf eine mögliche Verbindung zu Iran bestätigt. Die Verdächtigen wurden inzwischenunter strengeren Auflagen wieder freigelassen. Dies «spricht Bände», so Araghchi. «Es gibt starke Hinweise darauf, dass Iran an den Ereignissen vom Wochenende auf dem RAF-Stützpunkt Fairford beteiligt war», sagte der britische Regierungschef der BBC. Es handle sich jedoch «weiterhin um eine laufende, komplexe und ernste polizeiliche Ermittlung».

Mittwoch, 30. Sept., 07:10
NZZ-Redaktion
Zwei Männer nach Massenprotesten in Iran hingerichtet
In Iran sind erneut zwei Männer im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar hingerichtet worden. Die Todesurteile seien im Morgengrauen vollstreckt worden, berichtete das mit der Justiz verbundene Nachrichtenportal Misan.
Den beiden Männern wurde demnach vorgeworfen, in der Stadt Majhad im Nordosten des Landes bei Protesten randaliert, geplündert und Angehörige der paramilitärischen Basij-Miliz angegriffen zu haben. Vier Sicherheitskräfte seien getötet worden.
Iranische Medien verbreiteten Videos von angeblichen Geständnissen der beiden. Bei einem der beiden Männer soll es sich um Madschid Nikadij handeln. Laut demZwei Männer nach Massenprotesten im Iran hingerichtet in den USA ansässigen Menschenrechtsnetzwerks Hrana könnte der 25-Jährige während seiner Inhaftierung zu Geständnissen gezwungen worden sein.
Dienstag, 29. Sept., 11:18
NZZ-Redaktion
Öllieferungen durch Strasse von Hormuz nehmen zu
Öllieferungen durch die umkämpfte Strasse von Hormuz nehmen zu. Derzeit flössen etwa 65 bis 70 Prozent der Ölmenge verglichen mit Vorkriegsniveaus durch die Meerenge, schreibt der Energie-Datenanbieter Vortexa auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Die Analystin Amena Bakr vom Datenanbieter Kpler berichtet in den Sozialen Medien ebenfalls von einer Erholung der Ölexporte am Golf.
Der Anstieg der Energielieferungen ist laut der Deutschen Presse-Agentur unter anderem auf den Ausbau einer sogenannten «Shuttle-Flotte» zurückzuführen. Analysten und US-Medien berichten von Tankern, die von der US-Marine geschützt in der Meerenge hin- und herfahren und so Öl von Verladestationen im Persischen Golf an wartende Tanker ausserhalb verbringen.
Dienstag, 29. Sept., 11:00
NZZ-Redaktion
Irans Regierung warnt Bevölkerung vor Energieengpässen
Die iranische Regierung warnt die eigene Bevölkerung vor Engpässen bei der Energieversorgung im Winter. «Wir waren Zeugen von Angriffen, die unser wirklich hartherziger Feind gegen unseren Energiesektor durchgeführt hat», sagte Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani laut der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die israelisch-amerikanischen Angriffe.
Erhebliche Produktionskapazität sei verloren gegangen. Mohadscherani sprach von täglich fast 230 Millionen Kubikmetern Erdgas, was knapp einem Viertel der nationalen Produktion entspricht. Man sei bemüht, 100 Millionen Kubikmeter Produktionskapazität wiederherzustellen.
Bereits vor dem Krieg hatte Iran zeitweise mit Energieengpässen zu kämpfen. Irans Regierung kritisiert seit Jahren, dass die internationalen Sanktionen eine Modernisierung der Energieinfrastruktur verhindern.

Dienstag, 29. Sept., 07:38
NZZ-Redaktion
Iran will Verhandlungen mit den USA fortsetzten
Die Verhandlungen mit den USA über die Strasse von Hormuz gehen nach Worten des iranischen Aussenministers weiter. In dem festgefahrenen Konflikt versuche aktuell der Golfstaat Katar eine Lösung zu finden, sagte Abbas Araghchi laut seinem Ministerium in New York.
«Es ist vorgesehen, dass sie (Katar) dieses Thema erneut der amerikanischen Seite vorbringen und anschliessend die endgültige Antwort der amerikanischen Seite über den katarischen Vermittler an uns übermittelt wird», sagte Araghchi weiter.
Eine offizielle Antwort werde am heutigen Dienstag erwartet.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
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