Akku-Heckenscheren kosten schnell 150 Euro. Die PHSA 20-Li der Lidl-Eigenmarke Parkside kostet mit Akku und Ladegerät knapp 70 Euro. Kann sie mit teureren Modellen mithalten? COMPUTER BILD hat die Low-Budget-Schere getestet.

Parkside bietet mit der PHSA 20-Li eine gute Einstiegs-Heckenschere für wenig Geld.
Foto: COMPUTER BILD / Volkmar Otto
Akku-Heckenscheren kosten schnell 150 Euro. Die PHSA 20-Li der Lidl-Eigenmarke Parkside kostet mit Akku und Ladegerät knapp 70 Euro. Kann sie mit teureren Modellen mithalten? COMPUTER BILD hat die Low-Budget-Schere getestet.
Testnote
2,5
befriedigend
Die Parkside PHSA 20-Li - X 20 V liefert im Test eine gute Schnittleistung bei kompakter Bauweise. Mit 53 Zentimetern Schnittlänge und hoher Schnittgeschwindigkeit arbeitet die Heckenschere zügig, ist dabei aber recht laut. Die Akkulaufzeit fällt mit dem mitgelieferten 2-Ah-Akku recht kurz aus. Für 79,90 Euro (Preis zum Testzeitpunkt) erhält man ein solides Einsteigergerät mit ordentlichem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Pro
Kontra
Inhaltsverzeichnis
Eine gepflegte Hecke braucht regelmäßig einen Schnitt – und mit einer
Akku-Heckenscheregeht das ohne störendes Kabel. Allerdings können leistungsfähige Modelle schnell mehr als 100 Euro kosten. Lidl will mit der Parkside PHSA 20-Li zeigen, dass es auch günstiger geht: Für knapp 70 Euro (Stand: August 2026) gibt es Heckenschere, Akku und Ladegerät auf der Lidl-Webseite im Paket. Kauft man nur die Heckenschere, liegt die UVP nur bei rund 35 Euro. Doch wo spart der Hersteller? Ob die Leistung auch für anspruchsvollere Gartenarbeiten ausreicht, haben wir sowohl im Garten als auch im Labor getestet.
Preis-Leistungs-Sieger
Preis-Leistungs-Sieger
Parkside
68,82 EUR
Die Parkside PHSA 20-Li positioniert sich als Einstiegsgerät im Segment der Akku-Heckenscheren. Das Gerät wiegt ohne Akku 2.550 Gramm und liegt damit im Mittelfeld der getesteten Konkurrenz.

Mit einer Schnittlänge von 50 Zentimetern lassen sich auch größere Hecken trimmen.
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Die Verarbeitung macht einen guten Eindruck. Der Griff an der Oberseite ist gummiert, der Haltebügel genoppt. Das sorgt für gute Rutschfestigkeit beim Arbeiten. Der Haltebügel ist bereits montiert, sodass die Schere direkt einsatzbereit ist. Die Zweihandschaltung funktioniert über zwei große Knöpfe an Griff und Haltebügel, die sehr gut erreichbar sind. Auch der automatische Messerstopp braucht nur rund 1 Sekunde, bis er greift.
Im Lieferumfang enthalten sind ein 2,0-Ah-Akku und ein Ladegerät mit 1,50 Meter Kabellänge. Die Ladestandsanzeige am Akku zeigt den Akkustand mit drei Balken an. Optional bietet Parkside einen 4-Ah-Akku an, der die Laufzeit deutlich verlängert, aber auch das Gesamtgewicht erhöht. Praktisch: Die Akkus der 20-Volt-Klasse können auch in weiteren 20-Volt-Geräten von Parkside eingesetzt werden. Im COMPUTER BILD-Test wurde die Heckenschere sowohl mit dem serienmäßigen 2-Ah-Akku als auch mit einem optionalen 4-Ah-Akku geprüft.
Schnittleistung überzeugt im TestIm COMPUTER BILD-Test überzeugte die Parkside PHSA 20-Li mit einer guten Schnittleistung. Das Schnittbild fiel sehr gut aus, die Schnittflächen waren sauber und gleichmäßig. Mit 1.240 Schnitten pro Minute erreichte die Parkside eine sehr hohe Schnittgeschwindigkeit. Zum Vergleich: Die teurere Einhell Arcurra 18/55 (119,99 Euro) – unser Testsieger – schaffte 1.200 Schnitte pro Minute, die Worx WG263E NITRO (152,20 Euro) kam sogar auf 1.520 Schnitte.

Die Klingen der Parkside-Heckenschere sind lasergeschnitten und diamantgeschliffen.
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100 Zweige durchtrennte die Parkside im Test innerhalb von 9 Sekunden. Damit arbeitete sie genauso schnell wie die Einhell und nur 1 Sekunde langsamer als die deutlich teurere Makita DUH523 (279 Euro). Bei der Schnittdauer für 1 Quadratmeter Hecke benötigte die Parkside mit dem 2-Ah-Akku 3:15 Minuten. Mit dem größeren 4-Ah-Akku sank die Zeit auf 2:00 Minuten. Das entspricht einem durchschnittlichen Wert im Testfeld.
Der Zahnabstand beträgt 2,9 Zentimeter bei zweimal 19 Zähnen. Im Testparcours blockierte die Schere allerdings sechsmal, unabhängig davon, ob der 2-Ah- oder 4-Ah-Akku eingesetzt wurde. Die Einhell und die Makita blockierten im Test nur viermal, die Bosch dagegen 13-mal mit dem kleineren Akku.
Akkulaufzeit: Mit 2 Ah knapp, mit 4 Ah besserDer mitgelieferte 2-Ah-Akku begrenzt die Ausdauer der Parkside. Im Test erwies sich die Laufzeit daher als größte Schwäche des Geräts. Mit dem 2-Ah-Akku reichte die Ladung für 7,6 Quadratmeter dichte Hecke, 12,6 Quadratmeter normale Hecke oder 46,4 Quadratmeter lichte Hecke – ein eher niedriger Wert im Vergleich. Mit dem optionalen 4-Ah-Akku verbesserte sich die Laufzeit bei Parkside deutlich. Damit wurden im Test 22,7 Quadratmeter dichte, 41,5 Quadratmeter normale und 80,7 Quadratmeter lichte Hecke geschnitten.

Die Heckenschere lässt sich sowohl mit 2-Ah- als auch mit 4-Ah-Akkus von Parkside (jeweils 20 Volt) bestücken.
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Der 2-Ah-Akku lud im Test in 48 Minuten vollständig auf. Dieser Wert ist noch im Rahmen, aber einige Konkurrenten laden deutlich schneller. Die Einhell brauchte für eine volle Akkuladung rund 43 Minuten, die Makita mit ihrem Schnellladegerät nur 18 Minuten. Wer größere Hecken schneiden möchte, sollte den Kauf eines zweiten Akkus einplanen oder direkt zum 4-Ah-Akku greifen.
Lautstärke: Deutlich lauter als die KonkurrenzIm Leerlauf erreichte die Parkside eine Lautstärke von 85 dB(A) in 1 Meter Entfernung. Das ist ein sehr lauter Wert und der höchste im gesamten Testfeld. Zum Vergleich: Die Einhell Arcurra 18/55 kam auf 82,5 dB(A), die Makita DUH523 auf 82,7 dB(A). Die hohe Lautstärke macht sich beim längeren Arbeiten bemerkbar. Ein Gehörschutz ist deshalb beim Arbeiten mit Heckenscheren empfehlenswert – neben Handschuhen, Schutzbrille, robusten Schuhen und passender Arbeitskleidung.
Positiv: Die Laufruhe erwies sich im Test als gut. Die Parkside vibrierte kaum, was die Handhabung angenehm macht. Die Gewichtsverteilung fiel leicht hecklastig aus, auch mit dem kleineren 2-Ah-Akku. Mit 3.000 Gramm inklusive 2-Ah-Akku liegt die Parkside im durchschnittlichen Gewichtsbereich. Die Worx war mit 2.850 Gramm etwas leichter, die Einhell mit 3.150 Gramm etwas schwerer.
Handhabung und AusstattungDie Bedienung der Parkside PHSA 20-Li gestaltet sich unkompliziert. Die Zweihandschaltung mit den beiden großen Knöpfen lässt sich problemlos erreichen. Der Handschutz ist mittelgroß dimensioniert, ein Messerschutz ist an der Vorderseite des Schwerts angebracht. Praktisch: Für die Lagerung im Gartenschuppen bietet die Schere Löcher zum Aufhängen an der Wand. Zudem werden die Klingen beim Lagern von einer Plastikhülle geschützt.

Eine Hülle schützt die Klingen der Heckenschere.
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Die Wartung erfordert bei der Parkside etwas Aufwand. Für einen Messerwechsel müssen sieben Schrauben gelöst werden, wofür Werkzeug erforderlich ist. Ein eigenes Pflegeöl bietet Parkside nicht an, wobei universelle Pflegeöle für Heckenscheren verwendet werden können. Der Stoßschutz schützt die Messer bei Kontakt mit Wänden oder Zäunen.
Die 50,5 Zentimeter Schnittlänge reichen für die meisten Gartenhecken aus. Wer besonders lange oder hohe Hecken schneiden möchte, findet mit der Einhell Arcurra 18/55 oder der Bosch UniversalHedgeCut 18-55 längere Alternativen mit jeweils 55 Zentimetern Schwertlänge.
Fazit: Einsteiger-Heckenschere für wenig GeldDie Parkside PHSA 20-Li lieferte im Test eine überzeugende Schnittleistung zum kleinen Preis. Mit 1.240 Schnitten pro Minute und einem sehr guten Schnittbild arbeitet die günstige Heckenschere auf einem Niveau, das deutlich teurere Modelle bieten. Die Verarbeitung ist gut, das Gerät unkompliziert zu bedienen.
Preis-Leistungs-Sieger
Preis-Leistungs-Sieger
Parkside
68,82 EUR
Der größte Kritikpunkt im Test ist die hohe Lautstärke, die beim längeren Arbeiten auffällt. Wer lärmempfindlich ist oder in dicht besiedelten Gebieten arbeitet, sollte zu leiseren Modellen wie der Einhell Arcurra 18/55 oder der Makita DUH523 greifen. Die kurze Akkulaufzeit mit dem mitgelieferten 2-Ah-Akku reicht nur für kleinere Hecken. Für größere Arbeiten ist der optionale 4-Ah-Akku empfehlenswert.
Für Einsteiger und Hobbygärtner mit kleineren bis mittelgroßen Hecken ist die Parkside damit eine gute Wahl. Trotz der nur durchschnittlichen Platzierung im Gesamtfeld (Testnote 2,5) überzeugt die Parkside vor allem durch ihren günstigen Preis. Keine andere getestete Akku-Heckenschere bietet ein vergleichbares Verhältnis aus Anschaffungskosten und Leistung. Wer bereit ist, mehr zu investieren, erhält mit der Einhell Arcurra 18/55 (Note 2,1) oder der Makita DUH523 (Note 2,2) leistungsfähigere Alternativen mit bürstenlosem Motor und längerer Akkulaufzeit. Und wer noch mehr Leistung benötigt,
wird in der stärkeren 36-Volt-Klasse bei der Stihl HSA 60 fündig.