Werbeblocker, DNS-Filter und automatische Priorisierung: Fritz! verrät neue Funktionen vom Betriebssystem FritzOS 8.50. Hier mehr dazu.

Viele Neuerungen, aber eine sticht besonders hervor: FritzOS 8.50 könnte der Router-Gamechanger werden.
Foto: Fritz!, Co-Pilot (KI-generiert)
Werbeblocker, DNS-Filter und automatische Priorisierung: Fritz! verrät neue Funktionen vom Betriebssystem FritzOS 8.50. Hier mehr dazu.
Besitzerinnen und Besitzer eines WLAN-Routers sind wohl nur selten heiß auf ein Firmware-Update ihrer so wichtigen Internetspender. Handelt es sich aber um eine
FritzBox, sieht das anders aus. Denn Deutschlands beliebteste Router zeichnen sich nicht nur durch ihr hohes WLAN-Tempo aus. Vor allem die zahlreichen Funktionen und ihre einfache Handhabung gehören zu den Stärken der Produkte von Hersteller Fritz!. Möglich macht dies das clevere Betriebssystem FritzOS, das aktuell als
Version 8.20 auf zahlreichen FritzBoxen sowie FritzRepeaternverfügbar ist.
Da sich das Berliner Unternehmen nicht auf seinen Lorbeeren ausruht, arbeitet es bereits emsig an der nächsten Firmware. Sie soll auf den Namen FritzOS 8.50 hören und nimmt bereits erste Formen an. Fritz! hat eine Laborversion zum nächsten großen Upgrade veröffentlicht und verrät erste Details über neue Funktionen. Im Fokus stehen mehr Sicherheit, eine automatische Optimierung der Netzwerkverbindung, neue Smart-Home-Funktionen und Verbesserungen für die MyFritzApp. Warum FritzOS 8.50 aber ein echter Gamechanger für Router sein könnte, erfahren Sie hier.
FritzOS 8.50: Viele Neuerungen aus dem LaborAnders als die Nachfolge-Updates soll OS 8.50 den nächsten Sprung in Sachen Fritz!-Firmware machen. Denn statt "nur" höhere Stabilität zu bringen und Bugs zu fixen, wird das nächste Betriebssystem zahlreiche Neuerungen bieten. Besitzer der
FritzBox 5690 Pro– dem aktuellen Top-Modell für DSL und Glasfaser – können eine davon bereits ausprobieren. Im sogenannten Fritz-Labor, der Testumgebung für FritzBox-Features,
wurde in die 5690 Pro erstmals der Funkstandard Matter integriert. Damit kann die Box neben DECT-ULE und ZigBee nun auch Geräte mit Matter-Standard ins Smart Home aufnehmen.
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Die vielleicht spannendste Neuerung von OS 8.50 ist der DNS-Filter. Er blockiert auf Wunsch automatisch Websites mit bekannter Schadsoftware, Phishing-Inhalten, Trackern oder übermäßiger Werbung. Der Clou: Das gilt für alle Geräte im Heimnetz.
Bisher war es mit Adblockern für Webbrowser nur möglich, am heimischen Computer ständige Werbung beim Surfen oder auf YouTube auszublenden. Mit dem kommenden DNS-Filter verspricht Fritz!, dass auch auf dem
Smartphoneoder dem
Smart-TVdamit Schluss sein wird. Nutzerinnen und Nutzer können dafür frei verfügbare Sperrlisten verwenden.
Eine weitere Neuerung, für die sich Angestellte im Home-Office begeistern werden: die automatische Priorisierung wichtiger Netzwerkverbindungen. Damit sollen Videokonferenzen oder andere Echtzeit-Anwendungen stabiler laufen. Die FritzBox soll dabei selbstständig erkennen, ob eine Priorisierung nötig ist, und diese automatisch auslösen. Die Priorisierung wird beim jeweiligen Netzwerkgerät in der Benutzeroberfläche der FritzBox angezeigt – und das bis zu 24 Stunden lang. Zum Start steht die Funktion für die FritzBox 5690 Pro und das DSL-Flaggschiff
FritzBox 7690bereit, weitere Modelle sollen folgen.
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Im Smart Home erweitert Fritz! die Automatisierungsmöglichkeiten: Künftig können Routinen mit mehreren Auslösern kombiniert und standortabhängig per Geofencing gestartet werden. Bisher ließen sich Routinen nur per Telefonanruf oder das Eintreffen eines bestimmten Ereignisses auslösen. Beispiel: Fällt die Temperatur zu Hause unter einen bestimmten Wert, springt automatisch der FritzThermostat 302 an. Zudem lässt sich, wie bereits erwähnt, die FritzBox 5690 Pro als Matter-Bridge einsetzen. Dadurch können Fritz!-Smart-Home-Geräte einfacher mit Plattformen wie Apple Home, Google Home oder Amazon Alexa zusammenarbeiten.
Im
Festnetzmit dem FritzFon zu telefonieren, soll ebenso komfortabler werden. Mit dem neuen "Einfacher Modus" verspricht der Hersteller eine reduzierte Bedienoberfläche mit den wichtigsten Telefoniefunktionen. Bestandteil davon ist eine SOS-Funktion, über die der User bis zu vier Notfallkontakte hinterlegen kann, die im Ernstfall automatisch nacheinander angerufen werden.
Auch die MyFritzApp wird ausgebaut. Neu ist der "Smart Check", der den Zustand von FritzBox,
FritzRepeaterund
anderen Fritz!-Produktenim Heimnetz analysiert. Die App liefert Hinweise und Lösungsvorschläge für Bereiche wie WLAN, Internet, Telefonie, Smart Home oder Sicherheit. So kann sie beispielsweise auf fehlende Mesh-Verbindungen hinweisen oder Empfehlungen zur Absicherung des Heimnetzes geben. Zusätzlich integriert Fritz! erweiterte Support-Angebote wie Service-Seiten und einen Chatbot direkt in die App.
Besitzer von 4G- und 5G-FritzBoxen profitieren künftig ebenfalls von "FritzFailsafe". Der Ausfallschutz zog schon nach dem Update auf OS 8.20 auf FritzBoxen ein und sorgt dafür, dass bei einem Ausfall der Festnetzverbindung automatisch auf die Mobilfunkverbindung umgeschaltet wird – allerdings nur, wenn ein mobilfunkfähiges Gerät per USB angeschlossen ist. Mobilfunkmodelle wie die
FritzBox 6860 5Goder die
FritzBox 6825 4Gsollen dann erstmals einen Internetzugang über ihren LAN-Anschluss nutzen können.
Einen konkreten Veröffentlichungstermin hat Fritz! bisher nicht genannt. Da die Berliner auch bei ihrer Software auf höchste Qualitätsansprüche setzen, wird sich die Entwicklungszeit voraussichtlich noch eine Weile hinziehen. Die jetzt bereitgestellte Laborversion dient als öffentliche Testversion und gibt einen Ausblick auf die Funktionen, die mit FritzOS 8.50 auf kompatible Geräte kommen sollen. Nutzerinnen und Nutzer können die neuen Features bereits ausprobieren und Feedback an die Entwickler geben. Wie immer laufen die Laborversionen nur als Beta. Das heißt: Die neuen Features sind noch nicht vollends ausgereift und es kann zu Instabilitäten beim Betrieb der FritzBox kommen – ein Absichern des eigenen Profils wird dringend empfohlen! Wer wagemutig ist, findet
hier eine Anleitung für das Fritz Labor.
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