Verpackungsmüll und Essensreste sorgen für Ärger am beliebten Spazierweg unterm Ostalb-Lift, an der "Frittentüte". Welche Lösungen die Stadt Aalen jetzt prüft.
Stand: 28.09.2026, 17:00 Uhr

Verpackungsmüll und Essensreste sorgen für Ärger am beliebten Spazierweg unterm Ostalb-Lift, an der "Frittentüte". Welche Lösungen die Stadt Aalen jetzt prüft.

Aalen. Wilde Müllablagerung sind an vielen Orten im Stadtgebiet ein Ärgernis. Nun hat sich eine Leserin an uns gewandt, die meint, auf dem Panoramaweg rund um Aalen sei es besonders schlimm. Vor allem im Bereich unterhalb des Skiliftes, am Aussichtspunkt „Frittentüte“, und auf der Strecke von dort bis zu den Bänken an den Birken, in Richtung Kolpinghütte.
Spaziergängerin schildert drastische ZuständeSie sei dort häufig mit ihrem Hund auf dem Spazierweg unterwegs und immer wieder registriere sie dabei wilde Müllablagerungen, schreibt uns die Dame, deren Namen wir nicht nennen sollen. Jüngst habe es dort besonders schlimm ausgesehen. Raben und Elstern seien über den wilden Müll hergefallen. Pizzastücke, Schnitzelreste oder Pommes seien über die Sitzgelegenheit dort wild verstreut gewesen. Plastikflaschen, Verpackungsmüll, Zigarettenkippen und -schachteln hätten zudem herumgelegen.
Viele Menschen sehen den Müll dort, denn die „Frittentüte“, die im Rahmen der Kulturwochen 2019 entstanden ist, war eine der Anlaufstationen in Aalens Sommeraktion „Bingole“. Kein Aushängeschild seien die Zustände dort, meint die Leserin.
Fehlende Mülleimer verschärfen die LageImmer wieder sehe es dort so aus, schreibt uns die Dame. Wohl auch, weil hier kein Mülleimer stehe. Ein Behältnis für Hundekotbeutel gebe es zwar, jedoch sei dieses oft mit Plastikbechern und Fast-Food-Verpackungsmüll verstopft. Stichwort Hundetoilette, die Dame wünscht sich eine weitere solche Station an der Bank an den Birken oberhalb des Heuchelbachs.
Nach ihrem Spaziergang habe sie die Polizei über die üblen Zustände informiert, dort sei ihr gesagt worden, sie möge sich an das Ordnungsamt wenden oder die Müll-Hotline anrufen. Diese ist am Wochenende allerdings nicht besetzt.
Am Tag darauf, dem Sonntag, habe sich an der „Frittentüte“ ein ähnliches Bild geboten. Die Lebensmittel hätten sich wohl Vögel und Tiere über Nacht geholt, der übrige Müll sei aber noch dort gewesen. Schade, findet die Leserin, lobt aber an dieser Stelle ausdrücklich die Beschäftigten des Reinigungstrupps der Samariterstiftung. Der unterstützt die Stadt Aalen werktags beim Mülleinsammeln.
Stadt prüft zusätzliche AbfallbehälterWir haben im Rathaus nachgefragt und erfahren: Die Stadt sei beim Thema wilder Müll stets aktiv, aber eine Reinigung an Wochenenden sei aus personellen Gründen und wegen der hohen Arbeitsdichte durch den städtischen Bauhof nicht möglich, sagt Tobias Dambacher vom städtischen Presseamt. Die Hundetoiletten als auch die Abfallbehälter an der Osterbucher Steige würden jedoch auch samstags und sonntags geleert. Werktags kontrollierten Mitarbeitende der Samariterstiftung die Abfallbehälter.
Die Standorte der Hundetoiletten seien im Stadtgebiet nach einem Konzept verteilt worden. Ob weiterer Bedarf bestehe und zusätzliche Abfallbehälter sinnvoll seien, werde nun geprüft.
Wilden Müll digital melden – so geht'sWer sich über wilden Müll ärgert, der kann diesen auf der städtischen Homepage unter aalen.de/schadensmelder melden. Dort finden Nutzer eine Maske, in der sie den genauen Ort, die Art des Mülls und mehr eintragen und auch Fotos hochladen können. Sobald die Meldung bei der Stadtverwaltung eingegangen ist, wird diese im Geodatenportal im Menü „Bürgerservice“ unter „Anregungen und Schadensmeldungen“ einsehbar. Wilder Müll kann auch telefonisch unter (07361)/52-1109 oder per Mail an ordnungsamt@aalen.de gemeldet werden.
Übrigens, der Müll an der „Frittentüte“ ist inzwischen weggeräumt, jedoch online noch aufgeführt, sowie Klagen für weitere drei Stellen im nahen Umkreis dort ebenso.
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