Seit vielen Monaten liefern sich Charles Leclerc und Lewis Hamilton ein teaminternes Duell in der Formel 1, das zuletzt auf der Strecke ein wenig ausartete. Beim Großen Preis von Italien in Monza drängte der Monegasse seinen britischen Teamkollegen beim Start bis ins Kiesbett ab. Eine Szene, für die sich der Ferrari-Pilot eine Woche später entschuldigte.

Formel-1-Superstar Lewis Hamilton musste ins Kiesbett von Monza ausweichen
Foto: © AFP/SID/ANDREJ ISAKOVIC
11. September 2026, 10:00

sport.de
Seit vielen Monaten liefern sich Charles Leclerc und Lewis Hamilton ein teaminternes Duell in der Formel 1, das zuletzt auf der Strecke ein wenig ausartete. Beim Großen Preis von Italien in Monza drängte der Monegasse seinen britischen Teamkollegen beim Start bis ins Kiesbett ab. Eine Szene, für die sich der Ferrari-Pilot eine Woche später entschuldigte.
Nach dem Großen Preis von Italien hing der Haussegen bei Ferrari mächtig schief. Erst sorgte Charles Leclerc dafür, dass Lewis Hamilton beim Start einen Umweg durchs Kiesbett nehmen musste, dann sorgte die Scuderia dafür, dass der britische Rekordweltmeister auf Grund eines Strategiefehlers nur auf dem sechsten Platz die Ziellinie in Monza überfuhr.
Dass es unmittelbar nach Rennbeginn fast zu einer Kollision der beiden Teamkollegen im Heimspiel gekommen wäre, nahm Leclerc vor dem Formel-1-Debüt in Madrid in einer Medienrunde auf seine Kappe. Direkt im Anschluss an das Rennen in Monza neigte der 28-Jährige nur bedingt zur Einsicht und hatte mit "wir sind zu weit gegangen" lediglich eine Teilschuld eingeräumt. Am Donnerstag folgte dann die Einsicht.
Formel 1: Leclerc verrät Aussprache mit Lewis"Ich bin zu weit gegangen. Wir haben die Situation geklärt", sagte der Monegasse in der spanischen Hauptstadt, wo erstmals ein F1-Wochenende stattfinden wird. "Ich habe Lewis gesagt, wie ich mich fühle, Lewis hat mir gesagt, wie er sich fühlt, und ich denke, dass wir im Nachhinein, nachdem wir ohne Emotionen darüber gesprochen haben, in unseren jeweiligen Standpunkten völlig übereinstimmen."
Den Umgang bei Ferrari hatte zuletzt Ralf Schumacher deutlich kritisiert. "Wenn man speziell die Interviews von Lewis manchmal sieht, den Umgang der Fahrer auf der Strecke und mit dem Team neben der Strecke, dann muss man sich nicht wundern: Das ist ja keine Einheit", sagte er im "Sky"-Podcast "Backstage Boxengasse": "Da kämpft man gegeneinander, da bepöbelt man sich am Funk, dann gibt es Schuldzuweisungen nach dem Rennen."
Dies stehe im großen Gegensatz zur Zeit seines Bruders Michael bei der Scuderia. Damals sei auch nicht "alles leicht" gewesen, "aber diese Vorwürfe hat es nie gegeben. Das war immer ein professioneller Umgang. Und wenn überhaupt etwas zu klären war, dann wurde das intern gemacht."
Dies scheint vor dem Formel-1-Wochenende in Spanien nun passiert zu sein.
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