Schweinefleisch zieht stundenlang in einer Marinade aus rohen Zwiebeln, Knoblauch und Petersilie, bevor es scharf angebraten wird. Richtig lecker und deftig!
Manche Rezepte brauchen keine lange Zutatenliste, um kräftig zu schmecken. Prignitzer Zwiebelfleisch ist so ein Fall: Fleisch, Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie – mehr steckt nicht drin, und trotzdem entsteht ein Gericht mit richtig viel Aroma. Der Trick: Das Schweinefleisch zieht stundenlang in einer Marinade aus rohen Zwiebeln, Knoblauch und Petersilie, bevor es scharf angebraten wird. Das Prignitzer Zwiebelfleisch ist deftig, würzig und mit Gurken-Tomaten-Salat schnell auf dem Tisch. Ideal für den Grillabend oder ein einfaches Familienessen zum Feierabend!
Der Name verweist auf die Prignitz, eine ländliche Region im Nordwesten Brandenburgs. Zu Herkunft und Verbreitung dieses konkreten Rezepts lässt sich aber kaum etwas herausfinden. Entdeckt haben wir es in einem Kochbuch von DDR-Fernsehkoch Kurt Drummer – er hat regionale Rezepte aus verschiedenen Gegenden im Osten Deutschlands gesammelt und diese auch in seinen Büchern veröffentlicht. Nicht ausgeschlossen ist also auch, dass es sich um ein altes Familienrezept handelt, das für die Sammlung zu ihm gelangte.
Die rohen Zwiebelscheiben geben über zwei bis drei Stunden ihren Geschmack an das Fleisch ab, während Salz, Pfeffer, Knoblauch und Petersilie durchziehen. Wer nur kurz mariniert, verliert genau diesen Effekt – das Fleisch bleibt dann milder im Geschmack. Das marinierte Fleisch lässt sich klassisch in der Pfanne braten oder bei warmem Wetter direkt auf dem Grill zubereiten. Wichtig ist in beiden Fällen, dass es komplett durchgegart wird, bevor es zurück zu den Zwiebeln kommt.
Für das Prignitzer Zwiebelfleisch werden die Zwiebeln klein geschnitten. Sie kommen dann in die Marinade für das Fleisch.
© Illustration: Berliner KURIER/KI
Zutaten für das Prignitzer ZwiebelfleischSie brauchen: 750 g Schweinekamm oder Schnitzelfleisch, 500 g Zwiebeln, Salz und Pfeffer, 2 Knoblauchzehen, ½ Bund Petersilie, 5 EL Öl (zum Braten)
Zubereitung: So kochen Sie das Prignitzer ZwiebelfleischDas Fleisch in etwa 2 Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Die Zwiebeln schälen und in dünne Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken oder pressen. Petersilie waschen, trockenschütteln und fein hacken.
Fleisch und Zwiebeln in einer großen Schüssel mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Petersilie vermengen, sodass alle Stücke gleichmäßig bedeckt sind. Die Schüssel abdecken und 2 bis 3 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Zwischendurch zwei- bis dreimal durchschütteln, damit sich die Marinade gut verteilt.
Fleisch, Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze werden zu einer deftigen Marinade, in der das Fleisch für eine ganze Weile durchziehen muss. Das macht das Prignitzer Zwiebelfleisch besonders aromatisch.
© Illustration: Berliner KURIER/KI
Das Fleisch aus der Marinade nehmen, die Zwiebeln dabei abstreifen und beiseitestellen. Öl in einer Pfanne stark erhitzen und das Fleisch darin von beiden Seiten braten, bis es rundum braun ist und beim Anschneiden kein rosafarbener Saft mehr austritt – bei den angegebenen Dicken meist 4 bis 5 Minuten pro Seite.
Alternativ auf dem Grill bei direkter Hitze durchgaren. Das durchgegarte, noch heiße Fleisch zurück in die Schüssel zu den marinierten Zwiebeln geben und gut durchschütteln, damit sich Bratensaft und Zwiebeln verbinden.
Zugedeckt weitere 5 bis 10 Minuten stehen lassen, damit sich die Aromen setzen und die Zwiebeln durch die Resthitze leicht anziehen. Mit frischem Brot und einem Salat aus Gurken und Tomaten servieren.
Küchentipps und Varianten für Prignitzer ZwiebelfleischSchweinekamm bleibt durch seinen Fettanteil auch bei kräftigem Anbraten saftig, Schnitzelfleisch ist magerer und braucht etwas weniger Bratzeit – hier lieber öfter die Farbe kontrollieren, damit es nicht trocken wird. Beim Grillen empfiehlt sich direkte, starke Hitze, damit das Fleisch außen Röstaromen bekommt und innen trotzdem durchgart. Ein Fleischthermometer hilft: Schweinefleisch sollte einen Kerntemperatur von mindestens 70 °C erreichen.
Als Variante lässt sich das Fleisch durch Putenbrust ersetzen. Geflügel ist magerer und gart schneller – die Bratzeit entsprechend verkürzen und ebenfalls auf vollständiges Durchgaren achten, da rohes Geflügel besonders empfindlich ist.
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