Südkorea sagt USA Unterstützung bei Sicherung der Straße von Hormus zu +++ Iran übermittelt USA Bedingungen für Kriegsende +++ Der Newsblog.

Propagandamalerei in Teheran: Der Iran will zurück zum Rahmenabkommen mit den USA. Foto: ARASH KHAMOOSHI/The NewYorkTimes/Redux/laif
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat erneut Angriffe in Saudi-Arabien für sich reklamiert, unter anderem in der saudischen Hauptstadt Riad. Ein Huthi-Sprecher teilte mit, die Gruppe habe Dutzende ballistische Raketen und Drohnen gegen „sensible Ziele“ in Riad sowie auf Anlagen des saudischen Ölkonzerns Aramco in der Hafenstadt Yanbu am Roten Meer abgefeuert. Die Angriffe hätten mehrere größere Brände ausgelöst. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
Der Mitteilung zufolge waren die jüngsten Attacken eine Reaktion auf mehr als 700 saudische Luftangriffe im Jemen. Saudi-Arabien unterstützt die international anerkannte Regierung des Jemen in ihrem langwierigen Konflikt mit der Huthi-Miliz. Seit der neuen Eskalation im Jemen-Krieg gerät das Land immer wieder unter Beschuss aus dem südlichen Nachbarland.
Die Krise im Nahen Osten ist nach den Worten des türkischen Außenministers Hakan Fidan wirtschaftlich nicht mehr tragbar. Es sei zudem inakzeptabel, dass Saudi-Arabien in den Krieg zwischen den USA und dem Iran hineingezogen werde, sagt Fidan dem Sender NTV. Das Königreich habe nicht die Absicht, sich an dem Konflikt zu beteiligen. Wegen der anhaltenden Angriffe der jemenitischen Huthi-Rebellen benötige Riad möglicherweise militärische Unterstützung. Die Türkei werde dies im Rahmen eines trilateralen Verteidigungspakts mit Pakistan prüfen. Um die Kämpfe zu beenden, seien allen Seiten Vorschläge unterbreitet worden.
Der Iran signalisiert nach Angaben seines obersten Sicherheitskoordinators, Mohsen Resai, die Bereitschaft zur Beendigung des Krieges mit den USA auf Grundlage des im Juni abgeschlossenen Rahmenabkommens. Der Generalsekretär des mächtigen Nationalen Sicherheitsrats im Iran sagte dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera, Bedingungen seien eine Beendigung des Krieges an allen Fronten, die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte sowie ein Ende der US-Seeblockade. Diese Punkte sind in dem Rahmenabkommen mit den USA enthalten.
Resai erklärte außerdem, dass der Iran ein Ende des Krieges zwischen der Huthi-Miliz im Jemen und Saudi-Arabien anstrebe.
Der Iran hat den USA über Vermittler seine Bedingungen für ein Kriegsende übermittelt und wartet auf eine Antwort von US-Präsident Donald Trump. Zu den Forderungen zählen die Einstellung der Kämpfe an allen Fronten, die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder sowie die Aufhebung der Seeblockade, sagt der iranische Sicherheitschef Mohsen Resai dem Sender Al Jazeera. Die Gespräche mit Katar und Pakistan dauerten an. Zudem wolle die Regierung in Teheran, dass der Krieg zwischen Saudi-Arabien und dem Jemen beendet wird.
Im kriegszerstörten Gazastreifen erhalten nach Angaben des UN-Palästinenserhilfswerks (UNRWA) mehr als 280.000 Kinder wieder Schulunterricht. Nach Jahren des Krieges finde der Unterricht in Zelten und beschädigten Klassenräumen statt. In einer von UNRWA betriebenen Schule in Nuseirat fehlen in einigen Klassenräumen die Tische. Die Kinder sitzen dort auf Decken auf dem Boden.
Für manche Familien bringe die Rückkehr in die Schule dennoch ein Stück des vertrauten Alltags zurück, der durch den Krieg verloren gegangen sei, hieß es. Der Leiter des UNRWA-Bildungsprogramms, Tawfik al-Hurani, sagte, die Organisation wolle wieder Bedingungen schaffen wie vor drei Jahren. Damals habe das Hilfswerk 182 vollständig ausgestattete Schulen betrieben. 95 Prozent davon seien inzwischen verloren gegangen.
Das iranische Innenministerium stuft nach Angaben des Onlineportals „Hammihan“ die stark steigenden Preise im Land als besorgniserregend ein. Laut Sprecher Ali Seiniwand bringt die Inflation Menschen in Not. Jedoch herrscht nach Darstellung des Sprechers derzeit im Iran ein Überfluss an Waren. Seiniwand rief die Bevölkerung dazu auf, Gerüchte über Versorgungsengpässe zu ignorieren, die er als feindliche Propaganda bezeichnete. Um den Import weiter zu erleichtern, wies die Führung in Teheran die Zollbehörden an, privaten Händlern mit eigenen Lagermöglichkeiten die Einfuhr von Waren zu gestatten.
Der UN-Sicherheitsrat hat die anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien scharf verurteilt. Die 15 Mitglieder des mächtigsten UN-Gremiums erklärten ihre Solidarität mit dem Königreich, welches das Recht auf Selbstverteidigung habe, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Die vom Iran unterstützten Rebellen forderten sie auf, die militärische Eskalation unverzüglich einzustellen.
Die Huthi-Miliz hatte in der vergangenen Woche in einer Blitzoffensive die Westküste des Jemens eingenommen und sich damit Zugriff auf die wichtige Meerenge Bab al-Mandab am Eingang zum Roten Meer verschafft. Saudi-Arabien gerät seit der neuen Eskalation im Jemen-Krieg wieder unter Beschuss aus dem südlichen Nachbarland.
Südkorea will einen wesentlichen Beitrag zur Wiederherstellung der freien Durchfahrt in der Straße von Hormus leisten. Dies teilt das Außenministerium in Seoul nach einem Treffen von Außenminister Cho Hyun mit seinem US-Kollegen Marco Rubio in Washington mit. Zudem vereinbarten beide Seiten eine rasche Umsetzung südkoreanischer Investitionszusagen in den USA. Dabei geht es um ein Handelsabkommen über Investitionen in Höhe von 350 Milliarden Dollar in die US-Industrie im Gegenzug für auf 15 Prozent gesenkte Zölle auf koreanische Importe.
Im Iran ist ein Mann wegen mutmaßlicher Spionage für Israel hingerichtet worden. Das teilte der Informationsdienst der iranischen Justiz Misan am Samstag mit. Der Oberste Gerichtshof des Landes habe zuvor das Todesurteil wegen Spionage und Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst Mossad bestätigt.
Dem Mann war vorgeworfen worden, Informationen über Raketenstellungen während des zwölftägigen Krieges im Juni 2025 an Israel weitergegeben zu haben. Dazu gehörten Erkenntnisse über sensible Militärstandorte in der zentraliranischen Provinz Isfahan. Er habe aus finanziellen Gründen spioniert.
Der Iran-Krieg hat das US-Militär nach eigener Einschätzung bereits mehr als 43 Milliarden Dollar gekostet. Mit dem Stichtag 3. September hätten die Kosten bei 43,6 Milliarden Dollar gelegen, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom in einer Mitteilung an US-Abgeordnete mit, die der Nachrichtenagentur AP am Freitag vorlag. Zuvor hatte „Punchbowl News“ darüber berichtet.
Erst am Dienstag hatte das Haushaltsbüro im US-Kongress die Kosten des Krieges mit 38 Milliarden Dollar beziffert, allerdings nur bis zum Stichtag 1. August. Das Haushaltsbüro rechnete mit bis zu drei zusätzlichen Milliarden jeden Monat, je nach Intensität des Kriegs. In dem Centcom-Bericht sind allerdings gegenüber dem vorherigen Bericht die Kosten für Waffen und Munition deutlich gestiegen, von 21,7 auf 28,1 Milliarden Dollar.
Nicht eingerechnet in die Zahlen sind wirtschaftliche Auswirkungen des Kriegs, etwa auf die Ölpreise und den Aktienmarkt, und auch nicht die Schäden an US-Militärstützpunkten in der Region durch iranische Angriffe.
Die Zahl der im Krieg mit dem Iran getöteten US-Soldaten ist einem Zeitungsbericht zufolge höher als vom Pentagon bekannt gegeben. Die „Washington Post“ berichtet unter Berufung auf sechs mit den internen Verlustzahlen vertraute Insider von mindestens 22 gefallenen Militärangehörigen. Fünf dieser Personen zufolge seien dies vier Tote mehr, als in der öffentlichen Datenbank des US-Verteidigungsministeriums verzeichnet seien. Eine Stellungnahme der Regierung in Washington liegt zunächst nicht vor.
Angesichts der Spannungen in der Meerenge Bab al-Mandab hat Italien in den dortigen Gewässern mit einer Militärfregatte die Durchfahrt eines Handelsschiffes abgesichert. Die „Jolly Oro“ einer italienischen Reederei wurde bei ihrer Fahrt Richtung Norden von der Fregatte „Carlo Bergamini“ begleitet, die dort im Rahmen einer europäischen Mission im Einsatz ist. Nach Angaben der italienischen Marine in Rom verlief alles ohne Zwischenfälle.
Die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte erst am Vorabend angekündigt, die Durchfahrt italienischer Schiffe mit Hilfe der Marine zu gewährleisten. Das Land wollte nicht auf eine gemeinsame Entscheidung der EU warten. Verteidigungsminister Guido Crosetto sagte: „Wir verfügen über die Fähigkeiten, die Durchfahrt zu schützen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Bürokratie Entscheidungen verzögert und eine ohnehin schon komplexe Situation verschärft wird.“
Die Meerenge Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden. Durch diesen Wasserweg führt die wichtigste Schifffahrtsroute zwischen Europa und Asien. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz hatte in einer Blitzoffensive vergangene Woche die gesamte Westküste des Jemen unter ihre Kontrolle gebracht und strategisch gelegene Inseln erobert. Sie hat damit praktisch uneingeschränkten Zugriff auf die Meerenge - ein erheblicher Rückschlag für Saudi-Arabien und den internationalen Schiffsverkehr.
Im Zuge der Eskalation im Jemen schickt Pakistan Geheimdienstquellen zufolge Militärhilfe an seinen Verbündeten Saudi-Arabien. Zudem werde Gerät, das sich bereits in Saudi-Arabien befindet, für eine großflächige Verteidigung neu ausgerichtet, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen in Islamabad.
Unter dem neuen Material befinden sich demnach Artilleriesysteme, Drohnen und Systeme zur Drohnenabwehr, hieß es weiter. Zu einem umgehenden Einsatz der neuen Waffensysteme sagten die Quellen nichts. Unter einer langanhaltenden Militärpartnerschaft sind bereits pakistanische Einheiten in Saudi-Arabien stationiert. Seit Anfang August stehen die beiden Länder auch mit der Türkei in einem gemeinsamen Verteidigungspakt. Jeder bewaffnete Angriff gegen einen der drei Staaten gelte als Attacke auf alle drei Bündnispartner, hieß es bei Abschluss des Bündnisses.
Aus den Geheimdienstkreisen in Pakistan kam auch eine Drohung. Pakistan und die Türkei würden im Falle einer Blockade der wichtigen Seepassage Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz in dem Konflikt „aktiv“ werden, hieß es.
Die iranische Staatsführung hat Tausende Freiwillige für eine Machtdemonstration mobilisiert. Videos iranischer Medien zeigten Menschenmassen, darunter zahlreiche uniformierte Angehörige paramilitärischer Einheiten und anderer Sicherheitskräfte, auf den Straßen der Hauptstadt Teheran. An der während des Krieges ins Leben gerufenen Mobilisierungsbewegung „Dschan-Fadajan“ (etwa: „Die Aufopferungsvollen“) beteiligen sich sowohl Zivilisten als auch militärische Einheiten.
An der Mobilisierung nahmen auch iranische Offiziere und Funktionäre teil. Unter den Teilnehmern des Aufmarschs war auch Präsident Massud Peseschkian zu sehen, wie Bilder der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zeigten. Offiziellen Angaben zufolge beteiligten sich mehr als 300.000 Menschen an der Militär-Parade. Medienbilder zeigten zudem Militärgerät, darunter Attrappen von Kampfdrohnen und ballistischen Raketen auf Sattelzügen, die zur Schau gestellt wurden.

Anhängerinnen der Revolutionsgarden: An der Militärparade nahmen rund 300.000 Menschen teil. dpa
Die Kosten für den Transport von Seefracht zwischen China und der US-Ostküste sind infolge des Irankriegs rasant gestiegen. Die Preise für kurzfristige Buchungen auf dieser Route erreichten 10.948 Dollar pro 40-Fuß-Container, wie am Donnerstag aus Daten der Preisplattform Xeneta hervorging. Damit haben sich die Kosten seit Beginn des Konflikts am 28. Februar mehr als vervierfacht. Die Frachtraten auf dieser wichtigen Handelsroute lägen nur noch knapp unter dem Allzeithoch aus der Zeit der weltweiten Lieferkettenprobleme während der Corona-Pandemie, sagte Xeneta-Chefanalyst Peter Sand. Im Januar 2022 war ein Rekordwert von 11.900 Dollar erreicht worden. Die Strecke von Shanghai nach New York gehört zu den meistbefahrenen und profitabelsten für globale Reedereien wie Maersk und Cosco.
Südkorea entsendet nach den Worten von Präsident Lee Jae Myung keine Truppen in den Nahen Osten, die das Land in den Konflikt im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg verwickeln könnten. Angesichts der militärischen Präsenz mehrerer Länder nahe der Straße von Hormus prüfe die Regierung jedoch, ob sie ihre Rolle beim Schutz der dortigen Schifffahrt ausweiten solle, sagt Lee auf einer Pressekonferenz. Minimale Aktivitäten zur Sicherung südkoreanischer Wirtschaftsinteressen und Bürger seien möglich, erklärt er weiter.
Die Marine der iranischen Revolutionsgarden hat nach eigenen Angaben einen unter der Flagge Togos fahrenden Öltanker angegriffen. Das Schiff habe am Donnerstag versucht, die Straße von Hormus illegal zu passieren, meldet die iranische Nachrichtenagentur Fars. Der Tanker habe Feuer gefangen und sei zum Stehen gekommen.
Die US-Regierung hat den möglichen Verkauf von F-35-Kampfjets an Saudi-Arabien genehmigt und damit eine bedeutende Wende in ihrer Nahost-Politik signalisiert. Es gehe um 48 Flugzeuge des Herstellers Lockheed Martin im Wert von schätzungsweise 24,3 Milliarden Dollar, wie das US-Außenministerium am Donnerstag mitteilte. Ein solcher Verkauf könnte das militärische Gleichgewicht in der Region verschieben, da Saudi-Arabien damit die gleiche Waffentechnologie wie sein regionaler Rivale Israel erhalten würde.
Die F-35 gilt mit ihrer Tarnkappentechnik, die sie für feindliches Radar schwer erfassbar macht, als das modernste Kampfflugzeug der Welt. Bislang ist Israel das einzige Land im Nahen Osten, das über diese Flugzeuge verfügt. Die USA verfolgen traditionell das Ziel, die militärische Überlegenheit Israels in der Region zu sichern. Ein Verkauf an Saudi-Arabien würde diese langjährige Praxis infrage stellen. Das Königreich bemüht sich seit Jahren um die Jets, um seine Luftwaffe zu modernisieren und Bedrohungen, insbesondere durch den Iran, zu begegnen.
Saudi-Arabien hatte sich Anfang 2025 direkt an US-Präsident Donald Trump gewandt, der Waffenverkäufen an das Königreich grundsätzlich positiv gegenübersteht. Die endgültige Zustimmung des US-Kongresses steht jedoch noch aus. Dort könnte es Widerstand geben, da Abgeordnete in der Vergangenheit wegen der Menschenrechtslage in Saudi-Arabien, insbesondere nach der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi im Jahr 2018, Waffenverkäufe kritisch sahen.
Die USA haben die Einschätzung einer vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzten Untersuchungsmission zu möglichen US-Kriegsverbrechen im Iran zurückgewiesen. Der Menschenrechtsrat habe „nichts für die Menschenrechte erreicht, während er seit Jahrzehnten unseriösen Unsinn von sich gibt“, sagte eine Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, am Donnerstag.
Die Untersuchungskommission hatte mitgeteilt, sie sehe hinreichende Gründe für die Annahme, dass die USA bei zwei Angriffen im Iran Kriegsverbrechen begangen haben. Im Zentrum der Untersuchung stehen zwei Luftangriffe zu Beginn des Kriegs.
Dazu gehört der Beschuss einer Schule in der südiranischen Stadt Minab am ersten Tag der US-israelischen Angriffe auf die Islamische Republik. Nach einer Recherche der Nachrichtenagentur AP traf mindestens eine US-Rakete die Schule. Iranische Staatsmedien berichteten von 168 Toten, die meisten von ihnen Kinder.
US-Präsident Donald Trump hat im festgefahrenen Iran-Krieg eine „große Entscheidung“ angekündigt – ohne dabei zeitlich konkret zu werden. Sie stehe bevor, sagte der Republikaner dem Portal „Axios“. Es gehe darum, ob es Vernichtung geben werde oder nicht. Wen er genau damit meinte, sagte Trump nicht. „Axios“ bezog das in dem Bericht auf die iranische Führung. Trump hatte in der Vergangenheit in dem Konflikt immer wieder mit Vernichtung gedroht.
Angesichts der sich zuspitzenden Lage in der Meerenge Bab al-Mandab hat Italien angekündigt, die Durchfahrt italienischer Schiffe mit Hilfe der Marine zu gewährleisten. Das Land wolle dabei nicht auf eine gemeinsame Entscheidung der EU warten, teilte der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto mit. „Wir verfügen über die Fähigkeiten, die Durchfahrt zu schützen.“ Wenn die Seeroute nicht befahren werden könne, habe das erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen, warnte Crosetto.
„Wir dürfen nicht zulassen, dass bürokratische Entscheidungsverzögerungen eine ohnehin schon komplexe Situation verschärfen.“ Die Meerenge Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden. Durch diesen Wasserweg führt die wichtigste Schifffahrtsroute zwischen Europa und Asien.
Zwei US-Luftangriffe in der frühen Phase des Irankriegs könnten nach Einschätzung einer UN-Kommission als Kriegsverbrechen eingestuft werden. Luftangriffe auf eine Mädchenschule in Minab im Süden des Landes sowie ein separater Angriff auf einen Sportkomplex in der Provinz Fars seien willkürliche Angriffe mit tödlichen Folgen für die Zivilbevölkerung, heißt es in einem Bericht einer unabhängigen UN-Untersuchungsmission.
Bei dem Angriff auf die Schule waren nach offiziellen Angaben 168 Schülerinnen getötet worden. Die UN-Kommission spricht unter Berufung auf unabhängige Berichte von insgesamt 157 Toten. „Die USA haben den Angriff auf das Gebäude der Schule unter Bewusstsein eines erheblichen Risikos angeordnet, ein ziviles Objekt zu treffen und fahrlässig gehandelt“, schreibt die Kommission.
Bei einem weiteren Angriff auf ein Sportkomplex in Lamerd in der Provinz Fars seien nach offiziellen Angaben 22 Menschen getötet worden, heißt es in dem Bericht. Internationale Medien hatten über den Einsatz neuartiger US-Munition bei dem Vorfall berichtet. Bei der Explosion einer Rakete in der Luft sei Schrot aus Wolfram weit verstreut worden. Auch dieser Angriff in einem bewohnten Gebiet wird als mögliches Kriegsverbrechen bewertet.
Nach Benzin erreicht jetzt auch Diesel in Deutschland einen neuen Rekordpreis. Am Mittwoch kostete ein Liter im bundesweiten Tagesschnitt 2,453 Euro und übertraf damit den bisherigen Rekord aus dem April um 0,6 Cent, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Benzin ist bereits seit Tagen auf Rekordniveau. Am Mittwoch erreichte es sein fünftes Hoch in Folge bei 2,314 Euro pro Liter.
Insgesamt ist Diesel derzeit knapp 71 Cent teurer als am letzten Tag vor Kriegsausbruch im Nahen Osten. E10 um knapp 54 Cent. Inflationsbereinigt waren die Kraftstoffe in der Vergangenheit allerdings bereits teurer.
US-Vertreter sollen sich am vergangenen Wochenende in Maskat mit Repräsentanten der Huthi-Miliz getroffen haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider. Das Treffen soll in der US-Botschaft stattgefunden und von Oman vermittelt worden sein, heißt es in dem Bericht. An den Gesprächen nahmen demnach die hochrangigen Huthi-Vertreter Mohammed Abdulsalam und Abdelmalik al-Ajri teil.
Dabei sollen die Huthi zugesagt haben, keine US-Schiffe angreifen zu wollen und an der im vergangenen Jahr vereinbarten Waffenruhe festzuhalten. Eine Quelle sagte zudem, die Miliz wolle weder israelische Schiffe noch Handelsschiffe attackieren – mit Ausnahme saudischer Schiffe. Das US-Außenministerium äußerte sich nicht zu dem konkreten Bericht.
US-Präsident Donald Trump hat die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges gegen den Iran geäußert. „Hoffentlich nähern wir uns dem Ende des Krieges“, sagte Trump am Mittwoch vor Reportern. Der Iran wolle eine Vereinbarung treffen. Einem Bericht der Nachrichten-Website Axios zufolge will sich Trump am Dienstag am Rande der UN-Generalversammlung mit den Staats- und Regierungschefs der Golfstaaten treffen. Dabei solle es um eine US-Strategie für die Zeit nach dem Krieg gehen, meldete Axios unter Berufung auf Insider.
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