Huthi-Miliz reklamiert Angriffe auf Saudi-Ölanlagen für sich +++ Selenskyj: Russland stellt Iran Satellitenbeobachtungen zur Verfügung+++ Iran verurteilt ukrainischen Angriff auf Frachter +++ Der Newsblog.

Oman: Im Golf von Oman, entlang der Schifffahrtsrouten zwischen der Straße von Hormus und dem Arabischen Meer Tanker und Frachtschiffe zu sehen. Foto: Uncredited/AP/dpa
Irans Armeesprecher Amir Akraminia droht mit einer Ausweitung des Kriegsgebiets, falls die USA ihre Luftangriffe fortsetzen sollten. Unter Verweis auf Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Schiffe im Roten Meer sagte der Sprecher laut Nachrichtenagentur Mehr, entsprechende Warnungen hätten sich schon vor Ort bewahrheitet.
Das Kriegsgebiet reicht laut Akraminia bereits von Jordanien bis hin zu den Anrainerstaaten des Persischen Golfs. Sollte das US-Militär die Luftangriffe fortsetzen, werde das Gebiet noch weiter ausgedehnt. Das iranische Militär habe entsprechende Strategien vorbereitet.
Nach Angaben Sprechers ist das Militär auch auf andere Szenerien vorbereitet. Er nannte eine großangelegte Luftoperation sowie eine Bodenoffensive des US-Militärs.
Warnungen wegen erneuter iranischer Angriffe wieder normal. Fahrten für alle Arten von Schiffen seien ab heute wieder regulär möglich, teilte das katarische Transportministerium mit. Die Betreiber und Besatzungen von Schiffen sollten sich aber weiterhin an die Vorschriften halten, um ein höchstes Maß an Sicherheit zu garantieren.
Katar hatte nach erneuten iranischen Angriffen zuvor zu einer vorübergehenden Einstellung des Schiffsverkehrs geraten. Für alle Fahrten und andere „meeresbasierte Tätigkeiten“ werde empfohlen, diese bis auf weiteres auszusetzen, teilte das Ministerium vor zwei Wochen mit. Das betreffe auch Fischer- und Freizeitboote, Jetskis und „alle anderen Seefahrzeuge“. Die Warnung folgte nach erneuten Angriffen aus dem Iran.

Alter Hafen Katar dpa
Von den Perlentauchern und traditionellen Daus bis zu heutigen touristischen Fahrten und Luxusbooten ist die Identität Katars eng mit der Schifffahrt am Persischen Golf verbunden. Das auf einer Halbinsel liegende Land verfügt über Dutzende Fischerei- und Jachthäfen für kommerziellen und privaten Betrieb.
Irans Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben sechs Handelsschiffe vor einer Durchfahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus gestoppt. Die Garden erklärten laut der ihnen nahe stehenden Agentur Tasnim, sie setzten die Kontrolle über ein 240.000 Quadratkilometer großes Gebiet im Persischen Golf und der Straße von Hormus durch. Diese Fläche entspricht etwa zwei Dritteln des deutschen Staatsgebiets.
Kein Schiff könne passieren, ohne die iranischen Vorschriften einzuhalten, hieß es. Versuche des US-Militärs, den Kurs von Schiffen zu ändern, würden mit „einer entschlossenen Reaktion und Warnschüssen beantwortet“. Als Folge seien die betroffenen Schiffe gezwungen, umzukehren.
Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai erklärte laut englischsprachigem Staatssender PressTV, es gebe keine Veränderung der Verkehrslage in der Straße von Hormus. Der Sprecher verwies auf bilaterale Gespräche mit Vertretern des Omans, dessen Territorialgewässer einen Teil der internationalen Schifffahrtsroute umfassen.
Nach Aussagen des iranischen Außenministeriums haben Vertreter des Iran und des Oman am Wochenende in Teheran Gespräche über die Straße von Hormus geführt. Die Gespräche seien produktiv gewesen, teilte das Ministerium mit. Die technischen und politischen Konsultationen dauerten demnach an.

Im Golf von Oman, entlang der Schifffahrtsrouten zwischen der Straße von Hormus und dem Arabischen Meer Tanker und Frachtschiffe zu sehen. dpa
Im sich zuspitzenden Konflikt am Roten Meer hat die jemenitische Huthi-Miliz nach eigenen Angaben Ölanlagen in Saudi-Arabien beschossen. Man habe mit Dutzenden Raketen und Drohnen Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco in den Städten Dschisan und Yanbu angegriffen, sagte Jahja Sari, Militärsprecher der vom Iran unterstützten Miliz, in einer Videobotschaft.
Es handelte sich demnach um Gegenangriffe für Attacken der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen. Diese hatte mitgeteilt, als Reaktion auf den erneuten Beschuss eines unter Saudi-Flagge fahrenden Schiffes im Roten Meer „legitime militärische Ziele“ in der jemenitischen Provinz Hudaida angegriffen zu haben. Die Huthi hatten dem benachbarten Königreich dafür Vergeltung geschworen.
Über Huthi-Angriffe in der Nacht in Dschisan und Yanbu berichtete auch der iranische Sender Press TV. Die Regierung Saudi-Arabiens äußerte sich bislang nicht dazu.

Rauch über Anlage von Saudi-Aramco Reuters
Die iranische Regierung hat gegen einen mutmaßlichen ukrainischen Angriff auf ein Frachtschiff im Kaspischen Meer und den dadurch verursachten Tod eines Matrosen scharf protestiert. Nach Darstellung des Außenministeriums in Teheran soll ein weiterer Matrose bei dem Angriff am Samstag verletzt worden sein.
Die iranische Mitteilung verwies darauf, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Angriff ausdrücklich eingeräumt habe. Es handele sich um einen Akt der Aggression, der die Flammen des Krieges weiter anfachen und verbreiten könnte, und um einen Verstoß gegen das Völkerrecht, hieß es in der Mitteilung.
Selenskyj hatte am Vormittag tatsächlich verkündet, dass weitreichende Drohnen Schiffe im Kaspischen Meer getroffen hätten. Auf Facebook teilte er mit, darunter seien Schiffe gewesen, die militärische Güter geladen und Bezug zum Iran gehabt hätten. Weitere Details nannte er nicht.
UN-Generalsekretär António Guterres ist zu seinem ersten offiziellen Besuch in Syrien eingetroffen. Bei seinem Aufenthalt in der Hauptstadt Damaskus rief er am Samstag die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung des syrischen Volks auf. Er äußerte auch Kritik an Israel.
Der Besuch ist der erste eines UN-Generalsekretärs in Damaskus seit 2009. Kurz nach seiner Ankunft sprach Guterres mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa. Guterres suchte auch das berüchtigte Militärgefängnis Sajdnaja nördlich von Damaskus auf. Das Gefängnis wird mit einigen der schlimmsten Gräueltaten während der Assad-Herrschaft in Syrien in Verbindung gebracht. Baschar al-Assad war im Dezember 2024 als Präsident des Landes gestürzt worden.
Guterres teilte auf der Plattform X zu seinem dreitägigen Besuch mit, dass es sich um „einen Solidaritätsbesuch“ handele. Mit Blick auf die von Israel annektierten Golanhöhen sagte er, dass sie für die Vereinten Nationen zu Syrien zählten. Guterres sagte, es dürfe keine Verstöße Israels gegen die Souveränität Syriens geben. „Was in der Region um die Golanhöhen passiert, ist absolut inakzeptabel“, sagte er.

UN-Generalsekretär António Guterres (l.) bei dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa. dpa
Die israelische Armee hat nach palästinensischen Angaben den Polizeichef der radikal-islamischen Hamas im nördlichen Gazastreifen getötet. Abdel-Nasser Al-Makadma sei bei dem Angriff im Viertel Scheich Radwan im Norden von Gaza-Stadt ums Leben gekommen, teilen das von der Hamas geführte Innenministerium und palästinensische Rettungskräfte mit. Makadma war auch als Gouverneur des nördlichen Gazastreifens bekannt. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs liegt zunächst nicht vor. Bei einem weiteren israelischen Angriff wurde Rettungskräften zufolge ein palästinensischer Sanitäter im Flüchtlingslager Nuseirat im Zentrum des Gazastreifens getötet. Zudem sei ein Polizist seinen Verletzungen erlegen, die er bei einem israelischen Luftangriff in der vergangenen Woche erlitten hatte. Israel hat in den vergangenen Monaten Dutzende Mitglieder der von der Hamas geführten Polizei getötet, darunter auch Führungspersönlichkeiten.
Die mit dem Iran verbündeten Huthis im Jemen haben nach eigenen Angaben Anlagen des Erdölförderers Saudi Aramco in Dschisan und Janbu in Saudi-Arabien angegriffen. Das erklärt der Militärsprecher der Huthi-Miliz, Jahja Sare. Eine Bestätigung aus Saudi-Arabien gibt es zunächst nicht.
Nach einer tödlichen Auseinandersetzung im Westjordanland haben israelische Soldaten am Samstag Dutzende Palästinenser festgenommen. Bei einer Schießerei am Vortag waren mindestens vier Palästinenser und zwei israelische Soldaten getötet worden. Die Palästinenserbehörde im Westjordanland erklärte, die Schießerei sei von bewaffneten israelischen Siedlern provoziert worden, die das palästinensische Dorf Tal angreifen wollten.
Das israelische Militär bezeichnete die beteiligten israelischen Zivilisten zunächst als Wanderer, räumte später jedoch ein, dass einige von ihnen bewaffnet waren. Beide Seiten hätten das Feuer eröffnet, bevor die Soldaten eingegriffen hätten. Der Bürgermeister von Tal, Walid Sidan, sagte Reuters, etwa 70 Menschen aus dem Dorf seien festgenommen worden. „Die Hausdurchsuchungen gehen weiter, Armeepatrouillen fahren durch die Straßen.“ Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte als Reaktion ein „scharfes Vorgehen“ an.
Der israelische Armeechef Ejal Samir sagte, der Einsatz diene dazu, „Terrorismus zu vereiteln, die Sicherheit israelischer Zivilisten zu gewährleisten und eine weitere Eskalation zu verhindern“. Bürgermeister Sidan erklärte hingegen, die Siedler hätten das Dorf gezielt schikaniert.
Die Siedler folgten keiner Route oder einem Pfad, wie sie behaupten. Sie beabsichtigten, die Häuser anzugreifen. Die Leute haben nicht die Konfrontation mit ihnen gesucht; sie haben lediglich ihre Häuser verteidigt, nicht mehr und nicht weniger. Walid Sidan, Palästinensischer Bürgermeister
Die jemenitischen Huthi-Rebellen sollen nach eigenen Angaben Saudi-Arabien mit Raketen und Drohnen beschossen haben. Der Beschuss sei eine Reaktion auf saudische Luftangriffe auf die am Roten Meer gelegene jemenitische Stadt Hudaida und die Insel Kamaran, teilten die Huthi am Samstag mit. Beide Orte werden im jemenitischen Bürgerkrieg von den Rebellen kontrolliert.
Huthi-Militärsprecher Jahja Sari teilte mit, in Saudi-Arabien seien Einrichtungen des weltgrößten Ölkonzerns Aramco angegriffen worden.
Angesichts einer Eskalation zwischen Saudi-Arabien und der von Teheran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen hat der iranische Außenminister Abbas Araghtschi zum Dialog aufgerufen. Es gebe keine militärische Lösung in dem Konflikt, vielmehr müsse dieser durch Dialog zwischen Saudi-Arabien, Jemen und anderen Ländern in der Region gelöst werden, sagte Araghtschi in einem Interview mit der staatlichen Tageszeitung „Iran“.
Obwohl der Iran die Huthi-Miliz unterstützt, behauptete Araghtschi, die Probleme im Jemen seien nicht seinem Land anzulasten, sondern wurzelten in alten regionalen Konflikten.
Luftabwehrsysteme in Saudi-Arabien haben nach Angaben aus griechischen Sicherheitskreisen zwei ballistische Raketen aus dem Jemen abgeschossen. Ziel seien Ölraffinerien in der Stadt Yanbu am Roten Meer gewesen, sagten die Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Das eingesetzte Abwehrsystem wird den Kreisen zufolge von griechischem Militärpersonal bedient. Der saudische Zivilschutz gab nach anfänglichen Warnungen für Yanbu und die südliche Hafenstadt Jizan Entwarnung. Eine Warnung wurde zudem für die rund 1000 Kilometer weiter südlich nahe der Grenze zum Jemen gelegene Hafenstadt Dschisan ausgesprochen. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor. Griechenland hat seit 2021 im Rahmen eines Abkommens ein US-Patriot-Luftabwehrsystem in Saudi-Arabien stationiert, um die Energieinfrastruktur des Königreichs zu schützen.
Nach einem Angriff auf ein Schiff im Roten Meer hat die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Luftangriffe auf Ziele im Jemen geflogen. Sie macht die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz verantwortlich für die Attacke auf das unter saudi-arabischer Flagge fahrende Schiff und wirft ihr „maritimen Terrorismus“ vor.
Ziel seien „legitime militärische Ziele“ der Huthi in der jemenitischen Provinz Hudaida gewesen, die mit der Bedrohung des Schiffsverkehrs im Roten Meer in Verbindung stünden, erklärte Koalitionssprecher Turki al-Maliki auf X. Die inzwischen abgeschlossene Militäraktion sei verhältnismäßig gewesen und habe die Einsatzziele erreicht. Der Hafen von Hudaida sei nicht angegriffen worden.
Das US-Militär hat den Tanker „M/T Lavine“ im Golf von Oman manövrierunfähig geschossen. Das Schiff habe versucht, eine Blockade iranischer Häfen zu durchbrechen, sagt ein US-Regierungsvertreter.
Die Vereinigten Staaten und der Iran führen US-Präsident Donald Trump zufolge Gespräche, um eine Beendigung ihres Konflikts auszuhandeln. Er bekräftigt jedoch, dass Teheran noch nicht bereit für eine Einigung sei. „Wir sprechen mit ihnen. Ich glaube, sie meinen es ernst. Ich glaube … sie zeigen sich so ernsthaft wie noch nie zuvor, aber das bedeutet nicht, dass wir unser Ziel erreichen werden. Wir werden sehen, was passiert“, sagt Trump vor Reportern im Weißen Haus.
Pakistan vermittelt offenbar bei Gesprächen zwischen den USA und dem Iran
Während des Besuchs des iranischen Innenministers Eskandar Momeni in Islamabad fanden laut dem Bericht zufolge bereits Sondierungsgespräche statt. Es war Momenis zweiter Besuch in der pakistanischen Hauptstadt innerhalb von zehn Tagen. Momeni gilt als enger Vertrauter der Revolutionsgarde und traf sich mit Vertretern der pakistanischen Regierung sowie Armeechef Asim Munir.
Den Anstoß dazu gab dem Bericht zufolge China. Pakistans Außenminister Ishaq Dar besprach die neue Nahost-Initiative bei seinem China-Besuch vergangene Woche ebenfalls mit chinesischen Regierungsvertretern. Reuters beruft sich des Weiteren auf eine Stellungnahme, in der das chinesische Außenministerium erklärte: „China unterstützt die Vermittlungsbemühungen Pakistans und anderer Parteien.“
Der Krieg zwischen Israel und dem Iran dauert inzwischen fast fünf Monate an.
US-Präsident Donald Trump hat Russland und China vor einer Einmischung in den Iran-Krieg gewarnt. Er glaube zwar nicht, dass China oder Russland am aktuellen Iran-Konflikt „beteiligt“ seien, es wäre jedoch „sehr schlecht für sie“, sollten sie sich doch einmischen, schreibt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social.
Der chinesische Präsident Xi Jinping habe ihm bei ihrem Treffen in Peking Mitte Mai zugesichert, unter keinen Umständen Waffen an den Iran zu liefern oder zu verkaufen. Diese Zusage gelte zudem für chinesische Unternehmen. Es liege nicht im Interesse Pekings oder Moskaus, Waffen an Teheran zu liefern, fügt Trump hinzu.
Inmitten der angespannten Lage in Nahost wird der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am kommenden Dienstag US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus in Washington treffen. Das teilte das israelische Regierungspresseamt mit.
Demnach wird Netanjahu am Montag auf Einladung von Trump in die USA reisen. Er wird auch an einer Trauerfeier für den gestorbenen republikanischen Senator Lindsey Graham teilnehmen. Graham galt als Freund Israels.
Israel und die USA hatten Ende Februar gemeinsam mit Angriffen den Krieg gegen den Iran begonnen.
Die Europäische Union hat neue restriktive Maßnahmen gegen iranische Richter wegen mutmaßlicher Menschenrechtsverletzungen verhängt. Auch eine führende Persönlichkeit einer Cybergruppe, die die Unterdrückung von Informationen durch das Regime ermöglicht habe, sei sanktioniert worden, teilt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mit. „Während Teheran sein Vorgehen gegen die innenpolitischen Unruhen verschärft, wird die EU weiterhin die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen“, erklärt Kallas auf der Online-Plattform X. Wer von den Sanktionen betroffen ist, lässt sie offen.
In Jordanien und Bahrain kommt es weiter zu iranischen Angriffen. Jordaniens Luftabwehr hat am Freitag sieben aus dem Iran abgefeuerte Raketen und sechs Drohnen abgefangen und abgeschossen, wie das Militär mitteilte. Es habe weder Verletzte noch Schäden gegeben.
Auch der Golfstaat Bahrain meldete erneuten Beschuss. Die Luftverteidigung habe mehrere Geschosse aus dem Iran abgewehrt, teilten die bahrainischen Streitkräfte mit. Angaben zur Anzahl oder zu möglichen Schäden gab es nicht.
Die iranische Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben den US-Stützpunkt Al-Asrak in Jordanien angegriffen. Das berichtet das Staatsfernsehen unter Berufung auf die Eliteeinheit. Die jordanische Armee teilt mit, sie habe sieben iranische Raketen und sechs Drohnen abgefangen. Es sei kein Schaden entstanden, niemand sei verletzt worden.
In der Straße von Hormus sitzen wegen der anhaltenden gegenseitigen Angriffe der USA und des Irans Tausende Seeleute fest. Die Lage vieler ist so desolat, dass dies den UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, auf den Plan gerufen hat.
Sein Büro geht von mindestens 6000 Menschen auf rund 400 gestrandeten Schiffen aus. Mindestens neun Schiffe mit 93 Besatzungsmitgliedern seien von ihren Eignern aufgegeben worden. Die Seeleute müssten selbst sehen, wie sie an Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung kommen.
Auf lange Zeit isoliert zu sein und in einer Konfliktzone festzusitzen könne schwere Konsequenzen für ihre mentale und körperliche Gesundheit haben. Mindestens 17 Seeleute seien seit Beginn der Angriffe Israels und der USA auf den Iran Ende Februar getötet worden. Türk appelliert an die Konfliktparteien, einen Weg zu finden, um die Seeleute in Sicherheit zu bringen.
Die iranische Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben den US-Stützpunkt Al-Adiri in Kuwait angegriffen. Zudem sei ein Beobachtungsturm der Fünften US-Floote in Bahrain beschossen worden, meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Eliteeinheit.
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