Nach der überraschenden Trennung von dem Finanz- sowie dem Vertriebschef hat der Sportwagenbauer die Vorstandsposten neu besetzt. Jochen Breckner und Matthias Becker arbeiten bereits seit mehreren Jahren für Porsche.
Nach der überraschenden vorzeitigen Trennung von zwei Vorstandsmitgliedern hat der Sportwagenbauer Porsche neue Chefs für Finanzen und IT sowie für den Vertrieb ernannt. Zum 26. Februar übernehme Jochen Breckner (47) den Posten von Finanzchef Lutz Meschke (58), teilte die Volkswagen-Tochter am Dienstag mit. Zugleich werde Vertriebschef Detlev von Platen (61) von Matthias Becker (54) abgelöst.
Beide arbeiten schon länger bei Porsche. Breckner, der seit dem Jahr 2000 für Porsche arbeitet, leitete zuletzt das Generalsekretariat und die Unternehmensentwicklung des Dax-Konzerns. Becker führte den Vertrieb in der Region Übersee und Wachstumsmärkte und war vor seinem Wechsel zu Porsche im Jahr 2015 bei Audi, Skoda und Volkswagen mit Vertrieb und Marketing betraut.
Porsche hatte die Trennung von Meschke und von Platen Anfang Februar angekündigt. Vize-Porschechef Meschke soll um den Posten von VW- und Porsche-CEO Oliver Blume (56) gebuhlt haben. Von Platen stand schon länger wegen des schwachen China-Geschäfts unter Druck.
Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche (81) würdigte die Leistungen von Meschke und von Platen. Meschke verlässt die Sportwagenschmiede nach 24 Jahren, von Platen war sogar 28 Jahre als Führungskraft für Porsche tätig. Meschke bleibt allerdings Vorstandsmitglied bei der VW- und Porsche-Hauptaktionärin Porsche SE, wie die Holding zugleich erklärte. Er solle das Ressort Beteiligungsmanagement vorantreiben und die Investitionsstrategie weiterentwickeln.
Im Februar kündigte der Sportwagenbauer an, dass die Umsatzrendite bei weiter sinkendem Absatz in diesem Jahr auf 10 bis 12 Prozent absacken wird. Jahrelang waren 15 Prozent für Porsche das Minimum, mittelfristiges Ziel sind sogar mehr als 20 Prozent. Doch das China-Debakel ließ die Marge 2024 auf 14 Prozent sinken. Auch die US-Einfuhrzölle könnten Porsche hart treffen.
Inzwischen hat Porsche-Chef Blume ein Sparprogramm eingeleitet: Rund 1900 Stellen werden in den kommenden Jahren am Stammsitz Stuttgart-Zuffenhausen und im Entwicklungszentrum Weissach sozialverträglich abgebaut.
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