Deutschland steuert auf eine historische Hitzewelle zu, nachts bleibt es kaum unter 20 Grad. Ein Gegenstand aus dem Winterschrank hilft beim Einschlafen – wenn man ihn richtig befüllt.
Seit Tagen steht die Hitze in den Schlafzimmern. Zum Ende der Woche soll die Hitzewelle ihren Höhepunkt erreichen, bis Freitag werden verbreitet 30 bis 36 Grad erwartet, im Südwesten lokal bis zu 40 Grad – der bisherige Juni-Rekord von 39,6 Grad aus dem Jahr 2019 könnte fallen.
Nachts kühlt es kaum noch ab. Im Norden sinken die Werte auf 16 bis 20 Grad, im Süden bleibt es mit 18 bis 24 Grad bei tropischen Nächten. Und eine Tropennacht, in der das Thermometer nicht unter 20 Grad fällt, raubt vielen den Schlaf.
Wer keine Klimaanlage hat, greift zu Ventilator oder kalter Dusche. Beides ist nachts oft die schlechtere Wahl. Die elegantere Lösung liegt seit dem Winter ungenutzt im Schrank: die Wärmflasche.
Füllen Sie die Flasche mit kaltem Leitungswasser und legen Sie sie ein paar Stunden vor dem Zubettgehen in den Kühlschrank. Über Nacht gibt sie die Kälte langsam wieder ab. Der Effekt hält deutlich länger als der einer kurz heruntergekühlten Bettdecke.
Wer es schneller mag, füllt kleine Eiswürfel ein. Dafür braucht es ein Modell mit großer Öffnung. Lassen Sie genug Luft in der Flasche, sonst leidet das Material.
Wichtig: Das Wasser darf im Gefrierfach nicht durchfrieren. Gefrorenes Wasser dehnt sich aus und kann die Gummiwand reißen lassen. Im nächsten Winter droht dann beim Befüllen mit heißem Wasser eine böse Überraschung.
Die Füße sind die Klimaanlage des Körpers. Über die gut durchbluteten Zehen und Fersen gibt der Organismus Wärme nach außen ab, die Kerntemperatur sinkt – und genau dieses Absinken sendet dem Gehirn das Signal, in den Nachtmodus zu wechseln.
Legen Sie die gekühlte Flasche deshalb ans Fußende. Wickeln Sie sie in ein Handtuch und meiden Sie direkten Hautkontakt, sonst riskieren Sie eine Kälteverbrennung.
Die kalte Dusche. Sie fühlt sich herrlich an, bewirkt aber das Gegenteil: Der Kälteschock aktiviert die körpereigene Heizung, die Poren ziehen sich zusammen, und danach schwitzt man nur noch mehr. Lauwarm duschen ist die klügere Wahl.
Auch die komplette Bettwäsche ins Gefrierfach zu legen, bringt wenig. Die Fasern speichern die Kälte nicht lange, nach zehn bis 15 Minuten ist der Effekt verflogen.
Tauschen Sie schwere Stoffe gegen leichte. Bei hohen Temperaturen reicht oft ein Laken statt der üblichen Decke, und Kunstfasern sollte man besser meiden.
Hängen Sie ein nasses Laken vor das offene Fenster. Die verdunstende Feuchtigkeit kühlt die einströmende Luft spürbar ab. Lüften Sie konsequent in den kühlsten Stunden, meist zwischen drei und sieben Uhr morgens.
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