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Neuer Zoff ums Zoschkestadion: Wieder sind 500.000 Euro futsch!

Дата публикации: 04-08-2026 09:46:45

Die Fußballer von Lichtenberg 47 geraten schon wieder in die Mühlen der Politik und erleben den nächsten Rückschlag beim Kampf um die Stadionsanierung.

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Das hat langsam was von „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Erneut muss Fußball-Oberligist Lichtenberg 47 einen herben Rückschlag beim Kampf um das Tribünendach und die Ertüchtigung des Hans-Zoschke-Stadions an der Rusche-/Normannenstraße hinnehmen. Die 47er werden erneut Opfer der Politik.

Seit 2021 wartet Lichtenberg 47 auf Geld

Das Bezirksamt Lichtenberg teilte dieser Tage lapidar per Presseerklärung mit, dass die Senatsverwaltung überraschend seine Förderzusage über 500.000 Euro zurückgezogen habe. Nicht das erste Mal, dass öffentliche Gelder angeblich bereitstanden und dann doch nicht zum Einsatz kamen.

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Nur zur Erinnerung: 500.000 Euro aus dem Topf des einstigen DDR-Partei- und Massenorganisationsvermögens sollten laut Senatsbeschluss vom Sommer 2021 zweckgebunden verbaut werden. Seinerzeit verhinderte Lichtenbergs linke Bezirksstadträtin Camilla Schuler (Bauen, Stadtentwicklung und Facility Management), dass die Fördermittel abgerufen wurden.

Lichtenbergs Bezirksstadträtin Camilla Schuler

Lichtenbergs Bezirksstadträtin Camilla SchulerBezirksamt Lichtenberg

Bis Ende 2025 hätten sie verwendet werden müssen, eine Fristverlängerung war ausgeschlossen. Was passierte? Nichts. Die halbe Million Euro löste sich aus Sicht der 47er in Luft auf.

Staatssekretär Stephan Machulik (SPD) machte sich für den Lichtenberger  Klub, das sportliche Aushängeschild des Stadtteils, stark und sorgte Ende 2025 dafür, dass das Land Berlin dem Bezirk noch einmal mit 500.000 Euro für die Tribünenüberdachung für die Howoge-Arena „Hans Zoschke“, wie das Stadion ganz offiziell heißt, unter die Arme greifen wollte. Doch auch das ist jetzt vom Tisch und der zweite Anlauf auch gescheitert. Dafür fliegen zwischen dem Bezirksamt und dem Senat derzeit die Fetzen.

Bezirk oder Senat: Wo steckt die Wahrheit?

Denn gemäß dem Umfeld der Senatsverwaltung stellt sich das alles ganz anders dar. Demnach habe der Bezirk über Monate keine belastbaren Voraussetzungen für die Umsetzung geschaffen. Unter anderem soll es an einer abgestimmten Lösung mit der Howoge gefehlt haben. Im Senat soll wegen einer vergleichsweise kleinen Baumaßnahme blankes Unverständnis über die zuständigen Stadträtinnen herrschen …

Der Gipfel: Das Bezirksamt in Gestalt von Schuler und ihrer Kollegin Sandy Mattes (SPD/Schule und Sport) rühmt sich dieser Tage damit, das Dach trotzdem auch ohne Senatsgelder bauen zu wollen. Finanziert aus anderen Infrastrukturmitteln. „Ich bin sehr stolz, dass wir als Bezirksamt trotz aller Herausforderungen eine Umsetzungsperspektive bieten können“, so Schuler in einer Presseerklärung.

Klingt gut, ist aber nur die halbe Wahrheit. Für Lichtenberg 47 ist das ein Fall von linker Tasche, rechter Tasche. Denn das Geld soll aus einem Topf des Bezirks entnommen werden.

Linke Tasche, rechte Tasche

Das Pikante daran: Lichtenbergs Bürgermeister Martin Schaefer (CDU) hatte nach Vereinsinformationen rund eine Million Euro zusätzlich für weitere Infrastrukturmaßnahmen am Stadion organisiert. Rasen, Zaun, Sanitäranlagen und Beschallung sollten damit ertüchtigt werden. Genau auf diesen Topf schielen Camilla Schuler & Co. nun für das Tribünendach.

Heißt im Klartext: Lichtenberg 47 hätte nicht etwa 1,5 Millionen Euro für das Stadion zur Verfügung, sondern eben 500.000 Euro weniger. Verstehen muss man das alles nicht …

Michael Grunst, Präsident von Lichtenberg 47, ist seitens der Politik inzwischen mehr als irritiert.

Michael Grunst, Präsident von Lichtenberg 47, ist seitens der Politik inzwischen mehr als irritiert.Maurizio Gambarini/imago

Lichtenberg-47-Präsident Michael Grunst ist mehr als irritiert: „Mit großer Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass nun ausgerechnet auf diese Mittel zurückgegriffen werden soll, um eine Maßnahme zu finanzieren, für die bereits zweimal gesonderte Fördermittel bereitgestellt worden waren. Wer garantiert uns denn, dass wir da nicht ein drittes Mal über den Tisch gezogen werden …?“

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Классификация: Спорт. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 13.88. Источник: www.berliner-kurier.de.