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Ken Griffin droht Zohran Mamdani wegen Zweitwohnungssteuer in New York

Дата публикации: 27-04-2026 16:00:00

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani macht Ernst mit seinem Wahlversprechen, Milliardäre stärker zu besteuern. Wegen einer Zweitwohnungssteuer auf sein 238-Millionen-Dollar-Apartment am Central Park droht Hedgefonds-Milliardär Ken Griffin nun mit Konsequenzen – und macht eine eigene Rechnung auf.

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Tax the rich: New Yorks Bürgermeister Zoran Mamdani (links, im Wahlkampf mit Bernie Sanders) hat sich den Zorn der Hedgefondsmilliardäre Ken Griffin und Bill Ackman zugezogen
Tax the rich: New Yorks Bürgermeister Zoran Mamdani (links, im Wahlkampf mit Bernie Sanders) hat sich den Zorn der Hedgefondsmilliardäre Ken Griffin und Bill Ackman zugezogen

Tax the rich: New Yorks Bürgermeister Zoran Mamdani (links, im Wahlkampf mit Bernie Sanders) hat sich den Zorn der Hedgefondsmilliardäre Ken Griffin und Bill Ackman zugezogen

Foto: Angel Colmenares / Agencia EFE / IMAGO

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani (34) ließ es sich nicht nehmen, seinen jüngsten Erfolg direkt vor dem „Billionaire Tower“ am Central Park zu verkünden. „Wir haben eine Zweitwohnungssteuer durchgesetzt“, erklärte Mamdani in einem Kurzvideo, das in dieser Woche viral ging. „Sie gilt für Luxusimmobilien im Wert von mehr als 5 Millionen Dollar, deren Besitzer nicht ganzjährig in New York wohnen. Diese Steuer gilt auch für dieses Penthouse ...“ – Mamdanis Blick schweift nach oben bis zur Spitze des Billionaire Tower am 220 Central Park South – „... welches Hedgefondsgründer Ken Griffin einst für 238 Millionen Dollar gekauft hat.“

Mit den Erlösen der neuen Steuer, verspricht Mamdani, sollen etwa Schulen und Krankenhäuser finanziert werden. Von der neuen Steuer in der 8-Millionen-Stadt sind voraussichtlich rund 13.000 Immobilien betroffen.

Mamdanis Werbespot stieß auf Applaus in der Social Media Gemeinde, brachte aber zugleich den Besitzer des besagten Luxus-Penthouse mächtig in Wallung. Ken Griffin (57), Gründer des Hedgefonds Citadel, hatte das Penthouse, das sich über die obersten 4 Etagen des Billionaire Tower erstreckt und bei einer Wohnfläche von rund 2500 Quadratmeter atemberaubende Blicke auf den Central Park bietet, im Jahr 2019 für 238 Millionen Dollar erstanden – der bis heute größte Immobiliendeal in der Geschichte der Stadt. Griffins Schmerz dürfte nicht finanziell getrieben sein: Mit einem Vermögen von rund 50 Milliarden Dollar zählt der Citadel-Gründer zu den 40 reichsten Menschen der Welt und wird sich die jährliche Abgabe für seine Zweitresidenz wahrscheinlich leisten können.

Citadel stellt Investments in New York City in Frage

Nein, Griffin fühlte sich von Mamdani in die falsche Schublade gesteckt, wie aus einer Mail an die Citadel-Beschäftigten hervorgeht. Dass sich der Bürgermeister beim Thema Zweitwohnungssteuer ausgerechnet auf sein, Griffins, Ausweich-Apartment am Central Park beziehe, zeuge von der „Ignoranz“ des neuen Bürgermeisters und von einer „Verachtung“ gegenüber denjenigen, die sich unermüdlich dafür eingesetzt hätten, dass New York zu einer Top-Adresse heranwachse, heißt es in dem Schreiben, dass dem Wall Street Journal vorliegt.  Mamdani solle sich „schämen“, Griffins Namen im Kontext der neuen Steuer zu erwähnen, fügte Citadels COO Gerald Beeson an. Viel zu oft werfe die Stadtverwaltung von New York City das Steuergeld seiner Bürger einfach zum Fenster hinaus.

Einmal in Fahrt, fügte Beeson noch eine Drohung hinzu: Citadel plane, sein Bürogebäude an der Park Avenue zu renovieren und auszubauen. Ein 6-Milliarden-Dollar-Projekt, das möglicherweise bis zu 6000 gut bezahlte Jobs in der Bauwirtschaft schaffen würde, raunte Beeson. „Wenn wir denn das Projekt weiterverfolgen.“ Die New York Post  warnte dann auch postwendend davor, dass eine stärkere Besteuerung der Superreichen mittelfristig zu Kapitalflucht und weniger Investitionen in der Stadt führen könnte.

Ackmann warnt vor Kapitalflucht von New York nach Florida

Und auch Hedgefonds-Kollege Bill Ackman (59) sprang Griffin zur Seite. Ackman und Griffin verbindet nicht nur, dass sie beide Donald Trump (79) im Wahlkampf finanziell unterstützt und zudem eine gute Nase für lukrative Deals an der New Yorker Wall Street haben. Beide zählen auch nicht zum innersten Freundeskreis des neuen Bürgermeisters, dessen erfolgreichen Wahlkampf sie mit Befremdung zur Kenntnis genommen haben. „Wir sollten Ken Griffin applaudieren, dass er 328 Millionen Dollar in New York City investiert hat – und ihn nicht attackieren“, schrieb Ackman auf X. „Kens Hedgefonds ist ein wichtiger Arbeitgeber in NYC – wir wollen nicht, dass er noch mehr seiner Mitarbeiter nach Miami umziehen lässt.“ Griffin hatte bereits vor vier Jahren das Hauptquartier von Citadel nach Miami verlegt.

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Neben der etwas schlichten Drohung der Kapitalflucht stieg Hedgefondsprofi Ackman dann noch in die höhere Finanzmathematik ein. Milliardäre, die ihre Luxusapartments in bester Lage in New York City den größten Teil des Jahres einfach leer stehen lassen, erwiesen der Stadt damit sogar einen Nutzen: Sie seien keine Belastung für Schulen, Kindertagesstätten oder öffentliche Dienste, da sie diese ja nicht in Anspruch nehmen würden. Stattdessen sorgten sie während ihrer seltenen Besuche in der Stadt für steigende Umsätze in Luxusboutiquen, Spitzenrestaurants „und anderen wichtigen Treibern unserer Wirtschaft.“

Ob Mamdani dieser komplexen Argumentation folgen kann, ist offen. Er ist ja nur Bürgermeister, kein Hedgefondsmanager.

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