Am 12.August 2026 hat das Bundeskabinett die Reform des Nachrichtendienstrechts auf den Weg gebracht und den Regierungsentwurf eines umfassenden Gesetzesvorhabens beschlossen. Für uns ist es als ehrenamtlich organisierte zivilgesellschaftliche Organisation schlicht nicht möglich, einen Entwurf
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Am 12.August 2026 hat das Bundeskabinett die Reform des Nachrichtendienstrechts auf den Weg gebracht und den Regierungsentwurf eines umfassenden Gesetzesvorhabens beschlossen. Für uns ist es als ehrenamtlich organisierte zivilgesellschaftliche Organisation schlicht nicht möglich, einen Entwurf von rund 700 Seiten kurzfristig vollständig zu analysieren, mit dem bisherigen Rechtsstand abzugleichen und dann auch noch zu überblicken, inwiefern sich der Regierungsentwurf und der Referentenentwurf unterscheiden.
Umso hilfreicher war unser digitaler Mitglieder-Call diese Woche: Wir hatten einen ausgewiesenen Experten zu Gast, der uns durch die wesentlichen Punkte des Entwurfs geführt und viele Fragen eingeordnet hat.
Einige Punkte sind aus der Diskussion besonders hängen geblieben:
Unser erster Gesamteindruck: in der Summe geht es um die Verschiebung mehrerer Grenzen im Bereich der nachrichtendienstlichen Befugnisse. Viele davon wirken so übergriffig und weitreichend, dass sie einer Überprüfung durch das BVerfG gegebenenfalls nicht standhalten könnten. Aber bis dahin werden Jahre vergehen. Gleichzeitig fehlt derselbe Reformgeist aber im Bereich der Kontrolle. Diese wird im Gegenteil eher zurückgefahren.
Genau deshalb braucht es jetzt eine gründliche öffentliche und parlamentarische Debatte. Sehr bedauerlich, aber ins Bild passend, ist die Tatsache, dass das BMI nicht alle ihm zugegangenen Stellungnahmen auf der Seite des Gesetzesvorhabens veröffentlicht hat. Beispielsweise die Stellungnahme der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. und die von Peter Schantz fehlen. Wer sie nachlesen möchte, kann das hier tun: https://freiheitsrechte.org/publikationen#2026-stellungnahme-zum-entwurf-eines-gesetzes-zur-reform-des-nachrichtendienstrechts.
Vielen Dank an Peter Schantz von der Vereinigung Liberaler Juristen e.V. für deine Zeit und Expertise!
Zur Seite des Gesetzesvorhabens (mit einigen ausgewählten Stellungnahmen) geht es hier: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/gesetzgebungsverfahren/DE/OESI2/nachrichtendienstrecht.html
Hier die beiden Interviews:
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Offener Brief: Hände weg vom IFG! | 0 | 12.64 | 07-07-2026 |
| 2 | Gemeinsame Stellungnahme: KI-Überwachungspläne der Bundesregierung gefährden digitale Grundrechte | 0 | 10.75 | 01-04-2026 |
| 3 | Offenen Brief zur Änderung des Berliner Informationsfreiheitsgesetzes | 0 | 7.68 | 25-03-2026 |
| 4 | Unser 24. RealLifeTreffen | 0 | 25.09 | 16-05-2026 |
| 5 | GPN24-Rückblick und der Kampf um die Computerstrafrecht-Reform | 0 | 13.6 | 11-06-2026 |
| 6 | Ein Social-Media-Verbot ist reine Symbolpolitik | 0 | 13.57 | 26-02-2026 |
| 7 | Новое в российском законодательстве от 18.08.2026 г. | 0 | 24.29 | 18-08-2026 |
| 8 | LOAD unterstützt die Petition gegen Dobrindts Überwachungspläne | 0 | 10.98 | 12-05-2026 |
| 9 | Новое в российском законодательстве от 13.08.2026 г. | 0 | 24.29 | 13-08-2026 |
| 10 | Новое в российском законодательстве от 14.08.2026 г. | 0 | 24.29 | 14-08-2026 |