Philipp Preißler, Oberbürgermeister von Freiberg, soll am Donnerstag in einem Leipziger Hotel randaliert und zwei Polizisten verletzt haben.
Philipp Preißler, Oberbürgermeister von Freiberg, soll am Donnerstag in einem Leipziger Hotel randaliert und zwei Polizisten verletzt haben.
Das berichtet die „Bild“. Demnach soll Preißler das Interieur eines Hotels beschädigt und Zimmerteile aus dem Fenster geworfen haben. Als zwei Polizeibeamte ihn sichern wollten, „leistete er Widerstand und verletzte zwei Polizeibeamte leicht“, sagte Polizeisprecher Paul Engelmann gegenüber „Bild“.
Danach wurde Preißler mit einem Rettungswagen in die Uniklinik Leipzig gebracht, wo nach „Bild“-Angaben ein Bluttest durchgeführt wurde. Ob Freibergs Oberbürgermeister alkoholisiert war oder Drogen zu sich genommen hat, ist unklar. Aufgrund der laufenden Ermittlungen wollte sich die Polizei nicht konkret dazu äußern.
„Wir sind fassungslos und schockiert über die Vorfälle in Leipzig, haben jedoch keinerlei weitere Informationen dazu. Wir hoffen, dass es allen Beteiligten gut geht“, sagte Christian Stehr, Verhinderungsvertreter des Oberbürgermeisters der Stadt Freiberg, zu „Bild“.
Am Samstag haben sich die Freien Wähler Freiberg mit einem Statement zu Wort gemeldet und den 41-Jährigen in Schutz genommen. Man wolle sich nicht an Spekulationen über die Hintergründe des Vorfalls beteiligen. „Gleichwohl können wir uns vorstellen, dass die vergangenen Monate und insbesondere die lange Hängepartie im Zusammenhang mit seiner Amtsübernahme mit erheblichen persönlichen Belastungen verbunden waren und möglicherweise zu einer außergewöhnlichen Situation beigetragen haben“, teilten die Freien Wähler Freiberg bei Facebook mit. Preißler „befindet sich offenbar in einer schwierigen persönlichen Situation“, hieß es weiter.
Von Preißler selbst gibt es noch keine Stellungnahme. Aktuell sei er im Urlaub, hieß es seitens der Stadt. Daher sei er bei dem Vorfall auch nicht dienstlich, sondern privat in Leipzig gewesen.
Der parteilose Kandidat der Freien Wähler Mittelsachsen hatte sich im Oktober 2025 im zweiten Wahlgang mit knapp 46 Prozent der Stimmen durchgesetzt. Nach einem Einspruch gegen die Wahl konnte er sein Amt erst am 24. Juni 2026 antreten. Möglicherweise ist er seinen Bürgermeisterposten im sächsischen Freiburg nach der Randale in Leipzig bald wieder los.
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