Philipp Feldmeier aus Regensburg wollte nur sein Auto verkaufen. Für eine Testfahrt übergab er es freundlich wirkenden Interessenten – die zerstörten den Wagen mit Motoröl.
Philipp Feldmeier aus Regensburg wollte nur sein Auto verkaufen. Für eine Testfahrt übergab er es freundlich wirkenden Interessenten – die zerstörten den Wagen mit Motoröl.
Der Regensburger ist noch immer fassungslos. Zum Preis von 6500 Euro hatte er sein altes Auto online zum Verkauf angeboten. Es meldete sich eine Familie. Als die Interessenten sich den Wagen auf Feldmeiers Grundstück ansahen, wirkten sie harmlos, schildert er dem "Bayerischen Rundfunk". Doch der Schein trügte.
Die Familie manipulierte das Fahrzeug, als der Besitzer nicht hinsah. Die Betrugsmasche ist der Polizei bekannt. Sie spielt sich so ähnlich immer wieder bei privaten Autoverkäufen ab. Feldmeier beschreibt, wie die Betrüger vorgingen: "Jetzt lockt mich der Vater zum Kofferraum. In dem Moment geht der Junge zum Motorraum und schraubt hier den Deckel von dem Kühlmittelbehälter runter, (…) und hier kippt der Junge das Motoröl in den Kühlmittelbehälter."
Dann "entdeckte" der Familienvater Schaden, bezeichnete Feldmeier als Betrüger – laut Polizeiangaben ein typisches Vorgehen bei dieser Betrugsmasche. Die Betrüger wollen so den Kaufpreis der Fahrzeuge drücken.
Feldmeier reagierte überrumpelt: "Das Auto ist super gelaufen in der ganzen letzten Zeit, ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass das auf einmal einen Motorschaden hat." Ihm kommen Zweifel und er verständigt die Polizei. Daraufhin türmt die Familie.
Zurück bleibt Feldmeier mit seinem manipulierten Wagen – und einem Schaden von über Tausend Euro.
Immerhin: Den Betrug konnte Feldmeier auf Video festhalten. Denn glücklicherweise hatte er bereits einige Zeit vorher eine Kamera auf seinem Grundstück installiert, um dieses zu überwachen. Der betrogene Familienvater erstattete Anzeige gegen die Betrüger. Die Ermittlungen laufen.
Seinen Wagen will er – nach kostspieliger Reparatur – nun behalten, "bis er auseinanderfällt". Noch immer ist er geschockt von dem Betrug. Besonders, weil Kinder involviert waren. "Das finde ich eigentlich das Schlimmste daran", sagt er. Sollte er je wieder einen Wagen zum Verkauf anbieten wollen, werde er Besichtigungstermine "nie wieder allein" wahrnehmen.
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