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Wir können Islamisten ganz ohne neue Gesetze bremsen

Дата публикации: 09-08-2026 10:52:00

Der Anschlag beim Berliner CSD macht deutlich, wie lückenhaft der Umgang mit Gefährdern ist. Das Denken der Politiker muss sich ändern. Doch schon jetzt können wir Islamisten ausbremsen.

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Der Anschlag beim Berliner CSD macht deutlich, wie lückenhaft der Umgang mit Gefährdern ist. Das Denken der Politiker muss sich ändern. Doch schon jetzt können wir Islamisten ausbremsen.

Montag: Angst vor Islamisierung ist gerechtfertigt

Die Gefährder leben noch immer mitten unter uns. Unsere Sicherheitslage hat sich nicht verbessert. Nach der Mordfahrt beim Berliner CSD haben sich viele Entrüster zu Wort gemeldet. Sie fordern Maßnahmen, Konsequenzen, strengere Gesetze. Bisher ist nichts passiert.

Einige Maßnahmen sind sofort möglich. Die wichtigste, die zentrale Änderung muss in den Köpfen der Politiker stattfinden. Sie müssen aufhören, die Gefahren des Islamismus zu unterschätzen. Sie dürfen sich nicht wegducken aus Feigheit. Sie müssen sich für uns wehren, auch wenn ihnen linke Kreise das Totschlagwort „Islamophobie“ oder „AfD-Nähe“ an den Kopf werfen. Die Angst vor Islamisierung ist gerechtfertigt.

Auch ohne neue Gesetze kann man gegen Islamisten vorgehen

Sarah Tacke hat im ZDF verdienstvollerweise aktuelle Zahlen des Bundeskriminalamtes veröffentlicht. Die Sicherheitswächter haben in Deutschland 492 Gefährder ermittelt: 17 linksextremistische, 65 rechtsextremistische und 410 aus dem islamistischen Lager. Diese Fakten müssen jeden alarmieren.

Der als Gefährder registrierte Abdul Ballout hat demonstriert, wie er trotz Überwachung seine Terrorfahrt organisieren konnte. Gegen seine amtsbekannten Gesinnungsgenossen sind sofortige Maßnahmen möglich, ohne dass auf die parlamentarische Prozedur neuer Gesetze gewartet werden muss.

  1. Gefährder, die Ausländer sind, müssen sofort abgeschoben werden.
  2. Gefährder mit deutschem Pass können zu unserem Schutz in Präventivhaft genommen werden. In Bayern ist das bis zu zwei Monaten möglich. In Berlin, der Hauptstadt des Verbrechens, sind nur fünf Tage erlaubt.
  3. Richter müssen die Strafrahmen bis zur Obergrenze nutzen. Höchststrafe statt Bewährung. Im Fall Ballout hat der Anwalt des Staates mehr als zwei Jahre gefordert. Der Richter ist „im Namen des Volkes“ drunter geblieben und hat ihn laufen lassen.
  4. Behörden müssen sofort aufhören, islamistische Hilfsorganisationen mit Steuergeld zu unterstützen. Ständig hören wir vom Abbau von Subventionen. Hier sind sie notwendig. Das Geld des Bundes und des Berliner Senats kommt auf Umwegen salafistischen Moscheen zugute, in denen Hass gegen Juden und Schwule gepredigt wird. Güner Balcı, die Integrationsbeauftragte im Bezirk Neukölln, spricht von einer radikal-religiösen Szene, die vor allem von linken Politikern geduldet wird.
Kein Lehrstuhl befasst sich mit politischem Islamismus

Typisch für die Geringschätzung der islamistischen Gefahr ist auch die Situation an deutschen Universitäten. Es gibt etwa 200 Lehrstühle, die sich mit Rechtsextremismus beschäftigen. Kein einziger kümmert sich um den politischen Islamismus. Wegen dieser Einseitigkeit lassen Talkshows einen Professor aus London einfliegen, wenn sie diese Position besetzen wollen.

Helmut Markwort

Helmut Markwort FOCUS

Immerhin gibt es Signale, dass deutsche Politiker aufwachen.

Eine Gruppe junger Abgeordneter aus der Union hat einen sinnvollen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt. Kanzler Friedrich Merz und ihren neuen Chef Thorsten Frei werden sie davon überzeugen können. Die SPD wird bremsen.

Dienstag: Merz sollte sich im Mediengewitter an Kohl orientieren

Kanzler Merz ist in ein Mediengewitter geraten. Donner und Blitz begleiten seinen Weg. Die negativen Bewertungen sind keine Überraschung. Die Anhänger von AfD, Grünen, Linken und SPD werden ihn nicht loben. Sie erreichen zusammen fast siebzig Prozent.

In der Medienkritik muss Merz unterscheiden zwischen sachlichen Vorwürfen und Grundgehässigkeit. Er sollte sich an Helmut Kohls Beharrungsvermögen orientieren. Der sagte mir einmal über die Hamburger Magazine: „Die Hunde bellen. Die Karawane zieht weiter.“

FOCUS-Gründungschefredakteur Helmut Markwort war von 2018 bis 2023 FDP-Abgeordneter im Bayerischen Landtag.

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