USA und Südkorea beginnen kommende Woche ein elftägiges Militärmanöver. Gleichzeitig hat Nordkorea erstmals seit Juni wieder eine ballistische Rakete getestet.
USA und Südkorea beginnen kommende Woche ein elftägiges Militärmanöver. Gleichzeitig hat Nordkorea erstmals seit Juni wieder eine ballistische Rakete getestet.
Südkorea und die USA beginnen in der kommenden Woche ihre jährlichen gemeinsamen Militärübungen. Das Manöver soll die Einsatzbereitschaft der beiden Verbündeten angesichts der wachsenden Bedrohung durch Nordkorea stärken.
Die Übung „Ulchi Freedom Shield“ startet am kommenden Montag und dauert elf Tage. Nach Angaben der südkoreanischen Armee nehmen rund 18.000 südkoreanische Soldaten teil, die Größe des Manövers entspricht damit etwa den Übungen der vergangenen Jahre, berichtet die Nachrichtenagentur AP.
Bei den Übungen sollen die Streitkräfte auf möglichst unterschiedliche Szenarien vorbereitet werden. Dazu gehören auch Erfahrungen aus aktuellen Kriegen und Konflikten.
Nach Angaben des US-Militärs fließen dabei auch Erkenntnisse aus dem Einsatz nordkoreanischer Soldaten im Krieg gegen die Ukraine ein. Die nordkoreanischen Truppen hätten dort Erfahrungen gesammelt und diese anschließend nach Nordkorea zurückgebracht, sagte der US-Militärsprecher Ryan Donald laut AP.
Das Manöver umfasst Übungen zu Land, in der Luft, auf See und im digitalen Raum. Zum Einsatz kommen dabei auch Computersimulationen und praktische Übungen. Die Streitkräfte beider Länder trainieren damit gemeinsam für verschiedene mögliche Bedrohungen.
Die Ankündigung der Militärübungen fällt in eine angespannte Phase. Nordkorea hatte erst am Donnerstag eine Kurzstreckenrakete getestet und damit erstmals seit Ende Juni wieder einen ballistischen Flugkörper abgefeuert.
Südkorea, Japan und die USA registrierten den Start. Die Rakete schlug nach Angaben der südkoreanischen Behörden im Meer vor der Ostküste Nordkoreas ein. Südkorea und Japan verurteilten den Test als Provokation. Mehrere Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verbieten Nordkorea den Einsatz ballistischer Raketentechnik, berichtet AP.
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Nordkorea betrachtet die regelmäßigen Militärübungen der USA und Südkoreas seit Jahren als Vorbereitung auf einen Angriff. Auf größere gemeinsame Übungen reagiert das Land immer wieder mit Raketentests und scharfer Rhetorik.
Washington und Seoul weisen diesen Vorwurf zurück. Sie bezeichnen die Manöver als Verteidigungsübungen, mit denen die gemeinsame Einsatzbereitschaft verbessert werden soll.
Nordkorea baut unterdessen sein Atom- und Raketenprogramm weiter aus. Die Gespräche zwischen Machthaber Kim Jong Un und dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump waren 2019 ohne eine Einigung beendet worden. Seitdem hat Pjöngjang seine Waffenprogramme weiter vorangetrieben. Experten gehen laut AP davon aus, dass Kim Jong Un mit einem größeren Arsenal seine Position bei möglichen künftigen Verhandlungen mit den USA stärken will.