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Mazdas Dreiliter-Auto sagt Benzinpreisen den Kampf an

Дата публикации: 18-07-2026 10:10:00

Mazdas unscheinbarer Kleinwagen 2 wird als Hybrid zum Extrem-Sparer. Die Technik kommt von einem bekannten Hybrid-Spezialisten.

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Mit einem E-Auto spart man derzeit am meisten Kraftstoffkosten, doch nicht jeder mag ein Fahrzeug mit Leinenzwang. Mazdas unscheinbarer Kleinwagen 2 wird als Hybrid zum Extrem-Sparer. Die Technik kommt von einem bekannten Hybrid-Spezialisten.

Bei den aktuellen Benzinpreisen hätte wohl jeder gern ein Dreiliter-Auto. Vor allem dann, wenn ein E-Auto eher nicht infrage kommt, weil man zum Beispiel keine eigene Lademöglichkeit hat oder öfter mal lange Strecken fahren muss. Für Ultraspar-Modelle gab es bei deutschen Herstellern lange Zeit nur eine Lösung: Den Diesel. Berühmt wurden der Lupo 3L von Volkswagen oder der Audi A2. In Japan dagegen war es der Hybridantrieb, der als Spirtsparer Furore machte. Der absolute König der Hybride bleibt Toyota. Kein Wunder, dass der kleine Autohersteller Mazda an Toyotas Tür klopfte, um den Kleinwagen Mazda 2 in ein Sparmobil zu verwandeln. Der Mazda 2 Hybrid ist im Wesentlichen ein Toyota Yaris Hybrid. Wir wollten wissen: Wie sparsam ist dieses Auto im Alltag wirklich?

Karosserie und Innenraum

Der kleinste Mazda (3,9 Meter lang) ist innen gar nicht so klein, wie er von außen aussieht. Vorn hat man bequem Platz und im Fond ist die Kopffreiheit gut, nur an den Knien zwackt es bei Erwachsenen natürlich. Der Kofferraum fasst 286 Liter, für den Wocheneinkauf reicht es gerade so; zur Not klappt man die Rücksitzlehnen um. Das Cockpit ist ebenso wie die Karosserie weitgehend mit dem des Toyota identisch. Unter dem zentralen Monitor sitzt eine klassische Bedienleiste für die Klimaanlage. Das Lenkrad ist mit Tasten ziemlich überfrachtet. Etwas altbacken, aber funktional ist der Wahlhebel für das stufenlose Automatikgetriebe.

Mazda

Mazda 2 Hybrid Viehmann
Bedienung und Infotainment

Der aufgesetzte Monitor gewinnt keinen Schönheitspreis, ist aber perfekt einsehbar und hat komplette Touchscreen-Bedienung. Die Automatik hat ganz klassisch einen „B“-Modus für die Motorbremsung mit höherer Rekuperation. Im Stadtverkehr oder bei Bergabfahrten nutzt man den gerne. Der kleine Mazda hat auch verschiedene Fahrmodi inklusive Sportmodus. Den hätte es in einem solchen Kleinwagen nicht unbedingt gebraucht. Etwas fummelig zu bedienen mit den vielen Lenkradtasten, aber in der Praxis zuverlässig arbeitet der Abstandsregeltempomat.

Mazda

Mit dem Mazda 2 Hybrid kann man sehr sparsam unterwegs sein Viehmann
Motor, Antrieb und Verbrauch

Der Mazda 3 Hybrid schöpft seine Kraft aus einem 1,5 Liter großen Dreizylinder-Benzinmotor ohne Turbolader; kombiniert mit einem Elektromotor stehen als Systemleistung 85 kW / 116 PS parat. Nicht viel, gerade im Vergleich mit vielen Elektro-Flitzern. Allerdings ist der Mazda im Gegensatz zu denen ziemlich leicht, er bringt nur 1,18 Tonnen auf die Waage. Im Stadtverkehr ist der kleine Japaner mit Elektro-Boost flott unterwegs, für 0 auf 100 km/h muss man allerdings 9,7 Sekunden einplanen. Maximal sind 175 km/h drin.

Das Zusammenspiel zwischen Motoren und Getriebe funktioniert reibungslos und meistens angenehm leise. Hier ist der Mazda- bzw. Toyota-Antrieb souveräner als zum Beispiel das unharmonische Hybridsystem von Honda. Gleichzeitig ist der Mazda 2 auch noch sparsamer. Bei einer betont Verbrauchs-optimierten Fahrt im Drittel-Mix mit Stadt/Landstraße/Autobahn erzielten wir als Bestwert 2,8 Liter auf 100 km. Bei normaler Fahrweise sind im Schnitt 3,9 Liter drin, im reinen Stadtverkehr auch weniger; dort kann der Hybridantrieb seine Stärken voll ausspielen. Bei längeren Autobahnfahrten muss man mit rund 5,5 Litern auf 100 km rechnen. Trotz des bescheidenen Tankinhalts von 36 Litern ergeben sich so Reichweiten zwischen 600 und 700 km. Da können elektrische Kleinwagen nur von träumen. Bei den reinen Fahrtkosten schneidet der Stromer trotzdem besser ab, sofern er nicht an öffentlichen Säulen Strom zapfen muss. Denn selbst bei den aktuellen Benzinpreisen schlägt sich der Spar-Mazda wacker, wenn man ihn mit einem der sparsamsten E-Autos vergleicht:

  • Mazda 2 Hybrid: 3,9 Liter / 100 km bei 2,00 Euro pro Liter Benzin macht 7,80 Euro pro 100 km.
  • Fiat 500 Elektro: 13 kWh / 100 km bei 60 Cent / kWh (Durchschnittspreis für öffentliches Laden) macht ebenfalls 7,80 Euro. Erst mit Haushaltsstrom (aktuell 31 Cent / kWh) werden es 4,03 Euro und das Pendel schlägt zugunsten des E-Autos aus.
Fahrwerk und Fahrverhalten

Der Hybrid-Mazda ist ein Sparmobil, was aber nicht heißt, dass er nicht auch Spaß machen kann. Mit direkter Lenkung, kompakten Abmessungen und wenig Gewicht kann man ihn nämlich erstaunlich flott und mit wenig Untersteuer-Neigung durch die Kurven schicken. Der Federungskomfort ist ebenfalls gut.

Preise und Ausstattung

Los geht es beim Mazda Hybrid bei 25.990 Euro (Prime-Line). An Bord sind dann unter anderem Rückfahrkamera, Sitzheizung, Klimaautomatik und 9-Zoll-Display. Die Navigation läuft in der Basis am besten über Smartphone-Integration mit Carplay bzw. Android Auto. Das Top-Modell „Exclusive-Line“ kostet 28.890 Euro. Wesentliches Kaufargument sind hier mehr Assistenzsysteme sowie LED-Scheinwerfer, denn im Basismodell gibt es nur Halogen-Lampen.

Mazda

Cockpit des Mazda 2 Hybrid Hersteller
Fazit

Wer zwei Autos braucht, wird angesichts der aktuellen Benzinpreise und mit den diversen Subventionen für die Elektromobilität wahrscheinlich ein E-Mobil als Zweitwagen wählen. Ein kleiner Hybrid wie der Mazda 2 (oder auch sein Schwestermodell Toyota Yaris) bietet sich jedoch als ebenso gute Wahl an; gerade dann, wenn man nur ein Auto braucht / bezahlen kann und nicht viel Platz benötigt. Der Antrieb des kleinen Japaners ist extrem sparsam, der Wagen ist wendig, praktisch und gut verarbeitet. Das Preisschild aber ist heftig. Kleiner Trost: Einen VW Polo mit Automatik muss man noch teurer bezahlen und hat dann nicht mal Hybridantrieb. So wird der kleine Mazda zum Geheimtipp für Sparer, der zudem eine hohe Wertstabilität verspricht.

Mazda

Sparsamer Kleinwagen: Mazda 2 Hybrid Viehmann
Plus und Minus Mazda 2 Hybrid

Plus

  • Extrem sparsam
  • Klein und wendig
  • Gute Verarbeitung
  • Sehr leise

Minus

  • Relativ hoher Preis
  • Wenig Platz im Fond
  • Auf der Autobahn etwas zäh
Technische Daten Mazda 2 Hybrid
  • Motor: Dreizylinder-Benzinmotor mit Hybridmodul
  • Hubraum: 1490 ccm
  • Leistung: 85 kW / 116 PS (Systemleistung)
  • Antrieb: Frontantrieb
  • Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h
  • Beschleunigung 0 – 100 km/h: 9,7 Sekunden
  • Getriebe: Stufenlose Automatik
  • Leergewicht: 1180 kg
  • Normverbrauch: 3,7 Liter / 100 km
  • FOCUS online-Testverbrauch: 3,9 Liter / 100 km
  • Abgasnorm: Euro 6 e
  • Preis: ab 25.990 Euro
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