Der neue VW Atlas kommt wieder nicht nach Deutschland: Früher wollte man den Toaureg nicht schwächen, heute sollen deutsche Kunden E-Autos kaufen.
Der VW Atlas ist speziell für die US-Kunden zugeschnitten. Die neue Generation kommt genauso wenig nach Deutschland wie die alte: Früher wollte man den Touareg nicht schwächen, heute sollen deutsche Kunden gefälligst E-Autos kaufen.
Nachdem Volkswagen of America bereits vor kurzem seine neue Atlas-Generation vorgestellt hat, geht nun auch der Cross Sport in die zweite Ära. Mit Atlas und Atlas Cross Sport wollte Volkswagen Ende der 2010er Jahre seine deutlich zu geringen SUV- Verkäufe in den Vereinigten Staaten ankurbeln, was mit fairen Preisen und einem ansprechenden Design auch gelang. Seit seiner Markteinführung wurden vom großen Bruder des VW Tiguan in den USA über 220.000 Fahrzeuge verkauft.
Das Konzept des Cross Sport ist im Vergleich zum Vorgänger, der in China als Teramont X angeboten wurde, unverändert. Im Vergleich zum siebensitzigen VW Atlas ist der 4,98 Meter lange Cross Sport mit seiner über fünf Zentimeter niedrigeren Dachlinie fast 14 Zentimeter kürzer und wirkt durch die markigen C-Säulen deutlich sportlicher und kraftvoller als die Familienversion. „Die niedrige Fahrgastzelle und der kurze hintere Überhang verleihen dem Fahrzeug eine sehr sportliche Optik“, erläutert Exterieurdesigner William Lee erklärt, „sowohl die Proportionen als auch die Verwendung von Zierelementen in Wagenfarbe heben den Look in die Premiumklasse. Die kraftvolleren Proportionen sorgen für einen satten, souveränen Auftritt.“
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Die technische Plattform blieb unverändert, doch durch die neuen Karosserieteile gewillt der Atlas Cross Sport an Wertigkeit und Auftreten. Besonders auffällig ist das Vier-Augen-Gesicht nebst LED-Lichter im X-Design am Heck, der Kühlergrill und doppelte Lichtlinien, die in ein beleuchtetes VW-Emblem übergehen. Im Unterschied zum Standard-Atlas bietet der Cross Sport obligatorisch in Wagenfarbe lackierte Seitenschweller, während beleuchtete Türgriffe und Logo-Projektionen auf den Boden aufpreispflichtig bleiben. Das Basismodell rollt auf einem 18-Zoll-Radsatz, wobei die höherwertigen Modelle mit Rädern in 20 oder 21 Zoll unterwegs sind.
Innen sind der knapp über zwei Tonnen schwere VW Atlas und der fünfsitzige Atlas Cross Sport im Vergleich zu verschiedenen Konkurrenzmodellen aus dem Volumensegment vergleichsweise wertig mit unterschäumten Oberflächen und Nahtmuster am Armaturenbrett und den Türentafeln. Je nach Modell bietet der Crossover neben den 10,25 Zoll großen Instrumenten ein Zentraldisplay mit 12,9 oder 15 Zoll Diagonale. Die Basisversion ist mit Kunstledersitzen ausgestattet, während die beiden Topmodelle Echtledersitze bieten, was bei den europäischen ID-Modellen von VW aus den Angebotspaletten gestrichen wurde. Interessante Extras bleiben elektrische Massagesitze, beheizte Einzelsitze im Fond oder das Panoramadach.
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Die Preise für den VW Atlas Siebensitzer mit dem obligatorischen 2.0-TFSI-Triebwerk (198 kW / 269 PS) und achtstufiger Getriebeautomatik beginnen bei 41.610 US-Dollar für den Fronttriebler und 43.610 Euro für die Allradversion. Umgerechnet sind das etwa 35.000 Euro für das Basismodell. Das Topmodell Atlas SEL R-Line mit serienmäßigem Allradantrieb startet bei 56.610 US-Dollar, rund 49.000 Euro. Die Preise des Atlas Cross Sport werden wie beim Vorgänger knapp darüber liegen. Unter dem Doppelpack aus Atlas und Atlas Cross Sport rangiert der kleinere Tiguan und der kompakte Taos. Wer es rein elektrisch möchte, kann sich bei den SUV aktuell nur für den VW ID4 entscheiden. Ein Plug-in-Hybride fehlt aktuell im Portfolio. Werder Atlas noch Atlas Cross Sport sollen nach Europa kommen. Das war schon bei der Vorgänger-Generation so, weil VW den Erfolg des Touareg in Europa nicht gefährden wollte. Den gibt es wegen der EU-Abgasregeln aber nicht mehr. Den günstigen Atlas können deutsche Kunden dennoch nicht kaufen: VW will in Deutschland vor allem E-Autos absetzen, da wäre ein günstiges Verbrenner-SUV ein Störfaktor. Alternativ gibt es den VW Tayron, doch der ist etwas kleiner und auch weniger modern gestylt als der neue Atlas und kostet schon in der Basisversion knapp 50.000 Euro.
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Von Patrick Solberg
Das Original zu diesem Beitrag "Keine Neidgedanken" stammt von press-inform.
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