Ein unangekündigter Aufschlag auf einer Restaurantrechnung sorgt im Netz für großen Ärger. Eine Italienerin hat die versteckte Gebühr aufgedeckt und warnt nun andere Reisende.
Ein unangekündigter Aufschlag auf einer Restaurantrechnung sorgt im Netz für großen Ärger. Eine Italienerin hat die versteckte Gebühr aufgedeckt und warnt nun andere Reisende.
Ein automatischer Zuschlag auf einer Restaurantrechnung sorgt derzeit für heftige Diskussionen in den sozialen Netzwerken. Wie die italienische Zeitung „Il Mattino“ berichtet, entdeckte die italienische Content-Creatorin Carlotta Roncarà nach einem Abendessen in Forte dei Marmi (Provinz Lucca) einen ungewöhnlichen Posten auf ihrer Rechnung. Die gut 48 Euro wurden als „freiwilliger Beitrag von 10 Prozent“ ausgewiesen.
Auf telefonische Nachfrage erklärte ihr das Personal, dass es sich dabei um ein automatisch hinzugefügtes Trinkgeld handle. Demnach akzeptiere der Gast diese Abbuchung stillschweigend, solange er die Quittung nicht vor dem Bezahlen genau prüfe.
Roncarà kritisiert dieses Vorgehen in einem Video auf ihrem Instagram-Account scharf und stellt klar, dass Trinkgelder zwar verdient sein können, aber immer auf einer bewussten Entscheidung basieren müssen. „Es ist keine Geldfrage. Da steht ‚freiwilliger Beitrag‘: Er muss mir angeboten werden.“ Die Italienerin fügt hinzu: „Als Kunden haben wir das Recht, genau zu wissen, wofür wir bezahlen.“ Zudem gibt sie ihren Followern den dringenden Rat: „Kontrolliert immer die Rechnung, bevor ihr bezahlt.“
In Italien ist der Service oft bereits in der Rechnung als sogenanntes „Coperto“ enthalten. Wie die Sparkasse erklärt, rundet man in Cafés, Bars und Taxis den Betrag üblicherweise auf oder lässt das Wechselgeld liegen.
In Frankreich ist der Service ebenfalls meist inklusive. Es kann jedoch vorkommen, dass die Bedienung trotz Trinkgeldansage aus Höflichkeit das volle Rückgeld zurück bringt. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Personal das Geld nicht möchte. In diesem Fall können Sie den Zuschlag einfach auf dem Tisch zurücklassen.
Wesentlich strengere Regeln gelten in den USA. In Restaurants sollte ein Trinkgeld von rund 20 Prozent gegeben werden. Der Grund: Servicekräfte verdienen oft nur niedrige Grundlöhne und sind auf das zusätzliche Geld angewiesen. Auch Taxifahrer erwarten in der Regel etwa 15 Prozent des Fahrpreises.
Generell gilt: Trinkgeld ist freiwillig, schlechter Service muss nicht belohnt werden.
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