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Goethe Podcast: Der feine Herr Soret, Freund und Helfer.

Дата публикации: 07-08-2026 01:30:06

Der junge Schweizer Privatgelehrte Frédéric Soret kam 1822 an den Hof des Herzogs in Weimar, unterstützte Goethe in seinen letzten zehn Lebensjahren in Mineralogie und Botanik und wurde fast zu so etwas wie ein Freund für den viele Jahrzehnte älteren Goethe.

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Goethe Podcast: Der feine Herr Soret

In dieser Folge des Goethe Podcast „Natur … und Geist“ stellen Marcus und Thomas einen weiteren Unterstützer der natuwissenschaftlichen Arbeit Goethes vor: Frédéric Soret. Der junge Mann war ab 1822 in Weimar, um den Sohn des Herzogs zu unterrichten. Obwohl er viele Jahrzehnte jünger war als Goethe, entwickelte sich fast so etwas wie eine Freundschaft zwischen den beiden in den letzten zehn Jahren, die Goethe noch lebte.

Kupferstichportraits von Frédéric Soret und Goethe, links und rechts, und in der Mitte einer der grauen Sammlungsschränke aus Goethes Haus.

Frédéric Soret war ein schweizer Privatgelehrter, der als Erzieher des späteren Großherzogs Carl Alexander nach Weimar gekommen war, und als Unterstützer eine enge Beziehung zu Goethe entwickelte.

In Folge 23 stellen Thomas und Marcus einen weiteren Unterstützer Goethes vor: Frédéric Soret (1795–1865), ein Schweizer Privatgelehrter, wurde 1822 als Erzieher des späteren Großherzogs Carl Alexander nach Weimar berufen. Dort entwickelte sich eine enge Beziehung zu Goethe, die bis zu dessen Tod 1832 andauerte. Sorets Buch „Zehn Jahre bei Goethe“ (1836) gilt als eine der wichtigsten Quellen für Goethes Spätwerk und Alltag.

Soret unterstützte Goethe in mehreren wissenschaftlichen Disziplinen. In der Mineralogie half er bei der Klassifizierung von Goethes Sammlung, erstellte einen Katalog und veröffentlichte ihn in dessen Zeitschrift „Zur Naturwissenschaft überhaupt“. Zudem lieferte er neue Mineralien für Goethes Studien.

In der Botanik arbeitete Soret an einer überarbeiteten, zweisprachigen Ausgabe von Goethes „Metamorphose der Pflanzen“ (1790). Er übersetzte den Text ins Französische und unterstützte bei der finalen Fassung. Ein weiteres Projekt war die Übersetzung eines Kapitels aus Candolles „Organographie végétale“, das Goethe in seine botanischen Studien einbezog.

Zwischen Goethe und Soret entstand ein reger Briefwechsel mit 106 erhaltenen Briefen Goethes. Die Korrespondenz zeigt Goethes wissenschaftliche Neugier und persönliche Reflexionen, etwa über den Tod: Darin findet sich Goethes Betrachtungen über sich selbst als „Kollektivwesen“ - ein Sammelbecken für Ideen und Beiträge anderer. Soret dokumentierte diese Haltung und Goethes Spätwerk.

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