Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Tschüss, Legende: FCS-Fans müssen von Ikone Cartarius Abschied nehmen

Дата публикации: 04-08-2026 14:50:00




Mit Werner Cartarius verliert der 1. FC Saarbrücken einen der engagiertesten Blau-Schwarzen, die es jemals gab. Als Ehrenamtler und Funktionär prägte er den FCS und wurde sogar „Kult“.



Основное содержимое страницы с новостью.

Tschüss, Legende FCS-Fans müssen von Ikone Cartarius Abschied nehmen

Saarbrücken · Mit Werner Cartarius verliert der 1. FC Saarbrücken einen der engagiertesten Blau-Schwarzen, die es jemals gab. Als Ehrenamtler und Funktionär prägte er den FCS und wurde sogar „Kult“.

FCS-Legende Werner Cartarius steht bei der Mitgliederversammlung im Dezember 2016 vor dem Mikro. So kannten die Fans ihn: rührig, treu sowie durch und durch blau-schwarz.

Foto: Andreas Schlichter

Ach, Werner! Nachrufe zu schreiben, wenn man den Betroffenen gekannt hat, macht einem Redakteur ungefähr so viel Spaß, wie in einen rostigen Nagel zu treten. „Liebe Kollegen, ich melde mich mit traurigen Nachrichten“, schrieb am Dienstagmorgen ein geschätzter Kollege in einer Whatsapp-Gruppe. Werner Cartarius ist tot, stand da in der Nachricht. Und obwohl ich gerade auf einem Termin war und eigentlich abgelenkt, war sie da: die Trauer. Um jemanden, der sich unglaublich verdient gemacht hatte um den 1. FC Saarbrücken.

Eine FCS-Legende hat uns verlassen, schrieb ein anderer Kollege passend. Klar, 91 Jahre ist ein gesegnetes Alter. Aber wie schön wäre es gewesen, wenn dieser verdiente Blau-Schwarze 100 geworden wäre oder noch mal seine geliebten Malstatter in der 2. Bundesliga hätte sehen können.

Ich lernte Werner bei der zweiten Mannschaft des FCS kennen, wo er Stadionsprecher war und die Pressekonferenz nach den Spielen leitete. Wie viel dieser Mann bereits für seinen Verein geleistet hatte, davon wusste ich nicht genau, als ich später selbst Stadionsprecher bei den Amateuren in der Oberliga oder der Verbandsliga (heute Saarlandliga) war.

Werner wurde am 23. September 1934 in Malstatt, der Heimat des FCS, geboren. „Für seine zahlreichen Weggefährten war absehbar, dass dieser Tag kommen würde. Und doch: Als die Gewissheit da war, stellte sich Leere ein“, schreibt der FCS in einem spürbar emotionalen Nachruf mit berührenden Worten auf seiner Internetseite. „Nur zwei Jahre später verstarb seine Mutter bei der Geburt von Zwillingen“, heißt es weiter.

Cartarius wuchs im 2. Weltkrieg als Halbwaise auf. Er absolvierte eine Lehre als Betriebsschlosser bei der Bahn und arbeitete bis zu seiner Pensionierung als Beamter. Selbst aktiv Fußball spielte Werner nie – noch eine Parallele zu mir, wobei er sicherlich mehr Talent als ich hatte.

1953 wurde Werner FCS-Mitglied, zeigte sein Organisationstalent als Betreuer und dann Schiedsrichter. Schon in jungen Jahren widmete er sich der Jugendarbeit. Mit seinem Freund, dem späteren DFB-Präsidenten Hermann Neuberger, rief er 1969 die Saarbrücker Hallen-Stadtmeisterschaft in der Saarlandhalle ins Leben. 50 Jahre lang stand er an der Spitze des Organisationsteams - was eine Leistung und Treue.

Kurz vor der Corona-Pandemie gab er alle Ehrenämter ab – bis auf eines. Er blieb an der Spitze des FCS-Ehrenrates und führte als dessen Vorsitzender die Entlastungen der Vereinsgremien durch. Auch, wenn er altersbedingt mal etwas im Ablauf hakte und unsicher schien, bei den Fans wurde er auch wegen der Mitgliederversammlungen Kult. Denn sie spürten auch: Da steht nicht einfach nur ein älterer Mann, da steht jemand, der die „Molschder“ so tief im Herzen hat, der authentisch und bescheiden ist. „Werner war einer, der nie viel Aufhebens um seine Person machte. Wenn ihm die FCS-Familie jedoch stehenden Applaus spendete, lächelte er zufrieden vor sich hin“, schreibt der FCS in seinem Nachruf passend.

Werner war ein „Mädchen für alles“, ein Macher und Netzwerker, er war aber auch ein passionierter Schreiber. Mehr als 40 Jahre lang führte er Buch über die Ereignisse beim FCS und schrieb Artikel für die Stadionzeitung. Wohl auch deshalb war er, wie sein Kumpel Neuberger, stets ein Freund der Presse. Manchmal rief er auch in der Redaktion an, bedankte sich für einen Artikel oder wies auf die Stadtmeisterschaften hin.

Und Werner und seine Frau Anneliese, die er 1965 geheiratet hatte, bewirtschafteten früher im Bauch der Hauptribüne des alten Ludwigsparks, den Raum des „Clubs der Freunde“. Offiziell CDF-Raum, inoffiziell hieß er „Cartarius-Raum“. Dort gab es zu trinken, Gespräche mit hohen FCS-Funktionären oder Medienvertretern. Die waren in dem legendären Raum, ein Vorläufer der Vip-Räume, immer gerne gesehen. „Unvergessen bleibt, wie er nach den Pressekonferenzen die Flasche mit dem Kirschwasser kreisen ließ. „Jungs, es ist kalt. Das ist Medizin“, sagte er immer und lachte wie ein Lausbub“, schreibt der Verein.

Cartarius erhielt viele Ehrungen, darunter die DFB-Ehrennadel und die Sportplakette des Saarlandes. Aber darum ging es hm nie, es ging ihm um die Sache, um seinen Verein. Er war ein Ehrenamtler, wie er im Buche steht. „Nie wollte er auch nur einen Cent von seinem FCS. Er war einer, der Brücken bauen wollte und konnte. Über Jahrzehnte war er das gute Gewissen des Vereins“, berichtet der FCS. Der Verein verliert nach den Todesfällen des langjährigen 2. Vorsitzenden, Betreuers und Urgesteins Helmut Schwan (±87) und von Ex-Pressesprecher Rüdiger Lausch (±73) in diesem Februar seine nächste Legende und gute Seele des FCS.

„Solange ich atme, werde ich ein Mann des 1. FC Saarbrücken sein“, sagte er im Jahr 2017 in einem Imagefilm. Er ist es bis zum letzten Atemzug geblieben. „Die gesamte FCS-Familie verneigt sich vor einem der ganz Großen. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Frau, seiner Tochter und seinen Enkeln. Ruhe in Frieden, Werner!“, schreibt der Traditionsclub.

Werner wurde Fan in Zeiten, als der Verein nach dem Zweiten Weltkrieg als „interessanteste Fußballmannschaft Europas (der damalige Fifa-Präsident Jules Rimet) geadelt wurde, als der FCS 1943 und 1952 deutscher Vizemeister wurde. Er blieb ihm auch treu, als der Club am Ende der 2000-er-Jahre in die Fünftklassigkeit stürzte und Teams wie die Spvgg Eintracht Glas-Chemie Wirges oder der SV Roßbach-Verscheid im Park gastierten.

Am Sonntag (16.30 Uhr) im ersten Punktspiel der neuen Saison wird ihm sicher von der blau-schwarzen Familie gedacht werden. Drei Punkte zum Start, noch mal ein Pokallauf wie zuletzt zwei Mal, andere Fan-Hoffnungen, oder wieder eine Gruselserie: Werner wird es nur noch von oben sehen können, egal, was künftig passieren mag. Sicher ist jedenfalls eines: Vergessen wird Werner Cartarius beim 1. FC Saarbrücken auch in vielen Jahren nicht sein. Mach’s gut, Werner. Und danke für alles.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Fußball: Zahlreiche Abgänge beim FCS – doch diese Spieler haben noch immer keinen neuen Verein010.809-08-2026
2Frauenfußball: Titelverteidiger mit Umbruch – So gehen die FCS-Frauen in die neue Saison016.1911-08-2026
3Nach Graffiti-Eskalation: Schlägerei zwischen FCS- und SVE-Fans an der Kaiserlinde – Polizei ermittelt013.1307-08-2026
43. Liga: 1. FC Saarbrücken hat einen neuen Kapitän – Überraschung im Mannschaftsrat012.4106-08-2026
53. Liga: Gerade noch rechtzeitig – das sind die „Last-Minute“-Trikots des 1. FC Saarbrücken018.9714-08-2026
6Fußball 3. Liga: „Keiner hebt ab“ – der FCS vor der nächsten Bewährungsprobe bei Jahn Regensburg015.7715-08-2026
73. Liga: Ein Trainer glaubt an den FCS – das sind die Favoriten für den Aufstieg012.1506-08-2026
8Fußball 3. Liga: Kommt der große Durchbruch jetzt beim FCS? – Neuzugang Nankishi im Porträt018.5507-08-2026
9Fußball 3. Liga: 1. FC Saarbrücken live im TV und im Stream – hier sehen Sie das Spiel gegen Jahn Regensburg013.4914-08-2026

Классификация: Спорт. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 17.63. Источник: www.saarbruecker-zeitung.de.