Dieser Neuzugang des 1. FC Saarbrücken ist selbstkritisch. Abdenego Nankishi will in Liga drei so richtig durchstarten. Für den Punktspielauftakt an diesem Sonntag gegen Rot-Weiss Essen hat er gute Startelf-Chancen.
Saarbrücken · Dieser Neuzugang des 1. FC Saarbrücken ist selbstkritisch. Abdenego Nankishi will in Liga drei so richtig durchstarten. Für den Punktspielauftakt an diesem Sonntag gegen Rot-Weiss Essen hat er gute Startelf-Chancen.
Flügelspieler Abdenego Nankishi (rechts) wartet noch auf seinen Durchbruch. In den Testspielen konnte der Neuzugang bislang überzeugen.
Foto: IMAGO/Fussball-News Saarland/IMAGO/Sebastian BachAbdenego Nankishi hat für die neue Drittligasaison, die an diesem Freitag startet, ein ganz klares Ziel. Der Neuzugang des 1. FC Saarbrücken will endlich richtig durchstarten. Denn bislang habe der 24-Jährige „noch nicht ganz den sportlichen Durchbruch geschafft“, wie der Fußballer findet: „Noch bin ich in der Wahrnehmung vielleicht ein Spieler, der großes Talent hatte, dieses aber noch nicht vollends auf dem Rasen ausgeschöpft hat.“
Saisoneröffnung des 1. FC Saarbrücken: Sonntag gegen RW Essen im Liveticker
Die erste Chance, das zu ändern, könnte der schnelle Flügelflitzer an diesem Sonntag (16.30 Uhr) im Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen im Ludwigsparkstadion bekommen (Liveticker ab 16 Uhr am Sonntag hier auf saarbruecker-zeitung.de). Beim 2:1-Sieg im letzten Härtetest vergangenen Samstag gegen den französischen Drittliga-Aufsteiger US Thionville Lusitanos stand der gebürtige Bremerhavener in der Startelf – wird das auch gegen Essen so sein? „Wenn man richtig durchstarten möchte, gehört es zum Teil dazu“, erklärt Nankishi: „Aber ich bin kein Mensch, der den Fokus darauf legt, ob er im letzten Testspiel in der Startelf stand oder nicht. Ich konzentriere mich auf die Saison und will da so viel Spielzeit erhalten wie nur möglich.“ Dennoch ist für den Offensivspieler klar: „Natürlich will ich jedes Spiel spielen. Diesen Ehrgeiz habe ich. Sonst hätte ich ja den Beruf verfehlt.“
Abdenego Nankishi: Von der Werder-Jugend zu den Nord-Profis in die zweite Liga
Seinen „beruflichen Werdegang“ begann Nankishi in der Jugend von Werder Bremen. Durchlief von 2014 bis 2020 alle U-Teams des Nordclubs. Vor genau fünf Jahren feierte der Flügelspieler am 7. August 2021 als 19-Jähriger sein Profidebüt für Werder. Bei der 0:2-Erstrunden-Niederlage im DFB-Pokal beim VfL Osnabrück wurde Nankishi in der 67. Minute eingewechselt. Es folgten sechs weitere Einwechslungen in der 2. Liga für Bremen.
„Als damals junger Spieler schon früh bei den Profis dabei sein zu dürfen, war schon etwas Besonderes“, blickt Nankishi zurück: „Du hast dann aber auch schnell einen Stempel, nach dem Motto: Ab jetzt bin ich immer oben mit dabei. Aber so ist es nicht. Fußball ist Tagesgeschäft.“ Der Durchbruch in Bremen blieb aus – und Nankishi ließ sich im Sommer 2022 in die zweite niederländische Liga zu Heracles Almelo verleihen. Gemeinsam mit dem Club stieg er als Meister in die Eredivisie auf. Im Januar 2024 endete seine Leihstation in den Niederlanden. In 21 Spielen für Almelo erzielte Nankishi fünf Tore und steuerte zwei Vorlagen bei.
Trainer Giannikis kennt Nankishi schon länger
Für den Fußballer ging es, wieder ausgeliehen von Bremen, bei 1860 München und unter dem aktuellen FCS-Trainer Argirios Giannikis weiter. Bei den Löwen kam der 1,78 Meter große Flügelspieler in elf Einsätzen auf einen Treffer. Nach dem Vertragsende in Bremen 2025 wechselte Nankishi ablösefrei zum VfB Stuttgart II, wo ihm in 17 Drittligapartien drei Tore und vier Vorlagen gelangen.
Nun führte ihn sein Weg weiter nach Saarbrücken – und wieder zurück zu Giannikis. „Die Gespräche mit Saarbrücken waren sehr gut. Hinzu kommt, dass ich den Trainer auch schon aus meiner Zeit bei 1860 München sehr gut kenne“, betont Nankishi: „Die Art und Weise, wie wir spielen. Das schnelle Spiel nach vorne – das passt gut zu mir.“ Beim FCS erhält der ablösefrei verpflichtete Linksfuß einen Vertrag bis Sommer 2028. Nach dem ersten Vorgeschmack vom vergangenen Samstag freut sich Nankishi auf das erste Pflichtspiel im Ludwigspark. „Natürlich will man als Sportler jedes Spiel gewinnen – und so ist es auch mit unserem Saisonauftakt gegen Rot-Weiss Essen“, erklärt der 24-Jährige.
Denn Nankishi hat beim FCS Großes vor. „Ich liebe diesen Sport, bin sehr ehrgeizig und will immer das Maximum erreichen – so wie die Fans auch“, betont er: „Ich selbst habe große Ziele und werde alles dafür tun, diese auch weiterhin zu verfolgen und bestenfalls irgendwann zu verwirklichen.“ Dann könnte Nankishi auch endlich stolz sein: „Es gab bislang leider noch keine Station, bei der ich jetzt sicher sagen würde, da bin ich übermäßig stolz drauf.“ In Saarbrücken soll sich das ändern.