Die ehemaligen VfB Stuttgart-Profis Markus Elmer, Helmut Dietterle und Karl Allgöwer diskutierten zusammen mit dem Journalisten Oskar Beck über den VfB und die Fußball-WM 2026.
Stand: 07.08.2026, 18:19 Uhr
Von: Jürgen Eschenhorn

Die ehemaligen VfB Stuttgart-Profis Markus Elmer, Helmut Dietterle und Karl Allgöwer diskutierten zusammen mit dem Journalisten Oskar Beck über den VfB und die Fußball-WM 2026.
Ellwangen. Interessante Einblicke in ihre Karrieren, in den Profifußball und ihre Ansichten zum heutigen Fußballgeschehen gaben die ehemaligen Spieler des VfB Stuttgart Karl Allgöwer, Markus Elmer und Helmut Dietterle in Asmas Biergarten. Unter dem Motto „So war die WM 2026 – unser VfB – gestern, heute und in der Zukunft“ war zudem mit Oskar Beck ein renommierter Sportjournalist aus Stuttgart, der seit Jahrzehnten den VfB und die Nationalmannschaft begleitet, im Podium dabei.
Großes InteresseZahlreiche Fußball-Interessierte waren in Asmas Biergarten auf dem Ellwanger Marktplatz gekommen, darunter auch ehemalige Kicker aus den Vereinen der Umgebung. Moderiert wurde die Talkrunde von Thomas Steidle, Leiter des Ordnungsamts der Stadtverwaltung Ellwangen, und selbst ehemaliger Spieler und Trainer im Amateurfußball der Region.
Was Oskar Beck beeindruckt hatSteidle sprach direkt Oskar Beck auf seine Eindrücke zu seiner 11. Weltmeisterschaft in den USA an. Das, was der Weltfußballverband FIFA während der WM und derzeit liefere, sei „einfach nur schlimm“, sagte der Journalist. Beeindruckt habe ihn das argentinische Publikum, das trotz der horrenden Kartenpreise zahlreich gefeiert habe, wenn auch oft nur bei einem Spiel. „Fußball ist mein Leben“, habe einer gesagt, der insgesamt 5000 Dollar für den Besuch des Viertelfinals bezahlt habe.
Allgöwer ergänzte: „Früher wurde im Fußball mehr die Tradition gepflegt, heute geht es bei den meisten nur noch ums Geld bei allen Beteiligten.“ Der Fußball habe sich in allen Bereichen im Vergleich zu ihrer Zeit sehr entwickelt, die Stadien moderner, die Betreuung deutlich besser, sagte Helmut Dietterle. Die unterschiedlichen Zeiten ließen sich aber kaum vergleichen.
Positive Entwicklung beim VfB StuttgartPositiv sahen alle vier die Entwicklung beim VfB Stuttgart unter der derzeitigen Vereinsführung. Die Führung pflege auch wieder mehr die Tradition, suche wieder Kontakt zu ehemaligen Spielern, und zu den Fans. Die Spieler erzählten einige Anekdoten aus ihren Karrieren. Markus Elmer kam vom TSV Westhausen zum VfB, weil sein Vater glühender Fan war, Dietterle wechselte 1973 vom VfR Aalen nach Stuttgart und spielte dort sieben Jahre, Allgöwer wurde Deutscher Meister und Vizeweltmeister 1986 – aber ohne Einsatz. „Wir sind noch VfBler im Herzen“, sagte alle drei.
Besonders Karl Allgöwer ist noch öfter bei Spielen, Elmer und Dietterle eher selten. Der bekannte, dazu auch sehr an seinen Ex-Vereinen in der Region wie Dorfmerkingen zu hängen. Oskar Beck sieht zwar recht gute Chancen für den VfB, in der Champions-League in die zweite Runde zu kommen, in der Bundesliga werde ein Platz unter den ersten vier aber schwer. Dem stimmten die drei Ex-Spieler zu.
Und, ganz leicht: „Bayern München wird Meister“, sagten alle. „Allerdings hat der VfB gute Chancen, nach dem 1. Spieltag vor den Bayern zu stehen, denn die werden beim Gastspiel des VfB in München noch nicht richtig fit sein“, sagte Beck.
Klopp allein wird Probleme nicht lösenBei der Frage nach dem Abschneiden der Nationalmannschaft bei der WM sagten alle drei Spieler, dass Deutschland Führungsspieler fehlten, zudem habe der Bundestrainer bei der Kaderzusammenstellung Fehler gemacht. Ebenso bei der Aufstellung.
Das schwächere Abschneiden habe sich in den Jahren zuvor aber bereits angedeutet, sagte Elmer, ebenfalls mehrere Jahre als Trainer tätig. „Nagelsmann war einfach zu unerfahren, der Mannschaft hat der Zusammenhalt gefehlt“, sagte Allgöwer unter Beifall. Und: „Jürgen Klopp allein wird die Probleme nicht lösen können.“
Steidle fragte zum Schluss noch nach Tipps für junge Fußballer, die auf eine große Karriere hoffen. „Nötig sind Talent, Fleiß, ein guter Trainer und vor allem Glück“, antwortete Dietterle. „Eine Fußballkarriere lässt sich nicht planen, man braucht Glück und Fußball muss Spaß machen“, ergänzte Allgöwer. Zum Abschluss signierten die ehemaligen Spieler noch ein Trikot und Fanschals des VfB. Sie sollen für eine gute Sache versteigert werden.
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