Vom 14. bis 30. August laden Slow Food Saarland und Spitzenköche aus der Region zur Aktion „Fischtime“ ein. 14 Restaurants zeigen, wie vielseitig regionale Fische zubereitet werden. Welche Restaurants mitmachen – und was auf den Teller kommt.
Saarbrücken · Vom 14. bis 30. August laden Slow Food Saarland und Spitzenköche aus der Region zur Aktion „Fischtime“ ein. 14 Restaurants zeigen, wie vielseitig regionale Fische zubereitet werden. Welche Restaurants mitmachen – und was auf den Teller kommt.
Man kann sie braten oder grillen, roh marinieren, räuchern oder sanft garziehen. Sie sind gesund, lecker, vielseitig und nachhaltig: Fische aus heimischen Gewässern. „Regional ist besser“, heißt es jetzt wieder bei der Fischtime 2026. Slow Food Saarland und 14 Restaurants aus der Region (so viele wie bei der Rekordbeteiligung im vergangenen Jahr) laden zu der großen Aktion ein. Vom 14. bis 30. August können Interessierte „köstliche und nachhaltige Alternativen zu importiertem Fisch aus aller Welt entdecken“, kündigt Slow Food Saarland an.
Fischtime 2026 bei Slow Food Saarland – 14-Restaurants aus Saarland-Region dabei
„Unsere teilnehmenden Betriebe zeigen, wie vielfältig und hochwertig die Fische aus heimischen Gewässern sind – frisch, regional und ohne lange Transportwege“, erklärt der Slow-Food-Vorsitzende, Roland Kästner. Gleichzeitig könne man die ganze Bandbreite an Zubereitungs- und Garmethoden erleben, „mit denen diese besonderen Produkte kreativ und genussvoll in Szene gesetzt werden.“
Vorab probieren konnten wir mit ihm zusammen die Kreationen von Schnabels Restaurant in Saarbrücken-Gersweiler. „Seit der Eröffnung unseres Restaurants im März 2010 stehen Regionalität, Saisonalität und handwerkliche Qualität im Mittelpunkt unserer Küche“, sagt Besitzer Jürgen Schnabel. Deshalb würden alle verwendeten Forellen, Lachsforellen und Waller ausschließlich vom Forellengut Rosengarten in Trassem kommen. „Die nachhaltige Aufzucht, das klare Quellwasser und die außergewöhnliche Qualität dieser Fische spiegeln genau die Werte wider, für die auch wir stehen.“
Zusammen mit seinem Team bringt Schnabel zunächst drei sehr gelungene Vorspeisen auf den Tisch. Sie kosten zwischen 13,90 und 18,90 Euro. Da ist zum einen eine pikante Curry-Fischsuppe mit kleinen Ravioli, dann geräuchertes Forellentartar auf Grumbeerkiechelschen mit Schnittlauchcreme sowie geräucherte Lachsforelle mit Avocadocreme, Fischrogen und Zitronenöl. Zu den Hauptgerichten (um 36 Euro) gehören zwei Kreationen mit Tranchen von der gebratenen Lachsforelle, einmal mit Saarländischen Geheirade und Gemüsestiften, zum anderen mit gefüllten Miniravioli (Erbse und Minze), verfeinert mit Safransoße. Ein Hingucker und Gaumenschmaus ist auch Baeckeoffe à la Schnabel vom heimischen Fisch. Das ist ein aromatischer Eintopf aus Forelle, Lachsforelle und Waller mit Kartoffeln, Sommergemüse, Kräutern und Saar-Riesling – „unsere leichte Interpretation des elsässischen Klassikers, in der typischen Form gegart“, erklärt Jürgen Schnabel. Zu allen Gerichten bietet er passende Weine an.
Was die Fischtime im Saarland zu bieten hat
Auch die meisten seiner Kollegen beziehen den Fisch vom Forellengut Rosengarten. So verwöhnt das Restaurant Maimühle von Frederik Theis in Perl seine Gäste mit Gerichten wie Lachsforelle mit Dill-Senf-Dressing und Kartoffelpuffer oder Forelle Müllerin in Mandelbutter gebraten sowie gratinierte Räucherforelle (lauwarm) mit Meerrettichkruste auf Roter Bete. Im Landhaus Wern’s Mühle von Familie Keller in Ottweiler-Fürth stehen Köstlichkeiten wie Ceviche vom Saibling mit Freilandgurke oder gebeizte Lachsforelle mit hausgemachter Limonen-Mayonnaise auf der Karte, als Hauptgerichte Lachsforellenfilet mit Schnibbel-Bohnen-Ratatouille und Grumbeerkichelcher, Forelle im Strudelteig gebacken mit Rahmwirsing, Fischeintopf mit Sauce rouille oder Hoorische mit Ragout von Süßwasserfischen.
„Wir machen bei der Fischtime von Slow Food Saarland mit, weil wir Fisch nicht nur als Lebensmittel sehen, sondern als wertvolles Stück Natur“, sagt Inhaber und Küchenchef Markus Keller, „und weil wir mit Leidenschaft zeigen möchten, wie gut bewusster Genuss, regionale Verbundenheit und nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen zusammenpassen.“ (ian/skm)
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