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Ende einer Tradition: PwC streicht Disney-World-Reise für Praktikanten

Дата публикации: 12-08-2026 07:45:40

PwC beendet eine 20-jährige Tradition für Praktikanten. Dahinter steht eine neue Talentstrategie.

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PwC hat eine 20-jährige Tradition beendet.

PwC hat eine 20-jährige Tradition beendet.

VCG/VCG via Getty Images

PwC hat seine jährliche Reise nach Disney World zum Abschluss des Praktikums abgesagt.

Die Reise nach Florida war als eine Feier für Praktikanten angelegt, die in eine Festanstellung übernommen wurden.

Die „Big-Four“-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erklärte, sie werde weiterhin „erhebliche Investitionen“ in Nachwuchsprogramme tätigen.

PwC hat den traditionellen Abschluss seines Sommerpraktikumsprogramms abgesagt: eine mehrtägige Reise nach Disney World.

Führungskräfte des „Big Four“-Unternehmens – damit sind die vier großen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften Deloitte, EY, KPMG und PwC gemeint – teilten den Teilnehmern des Sommerpraktikumsprogramms 2026 mit, dass ihr Praktikum nicht wie bisher mit einer Reise nach Orlando enden werde. Das berichteten drei PwC-Praktikanten gegenüber BUSINESS INSIDER (BI).

PwC bestätigte die Absage der traditionellen Reise. Die Vergünstigung hatte in den vergangenen 20 Jahren bis auf fünf Ausnahmen jedes Jahr stattgefunden.

Die mehrtägige Veranstaltung wurde üblicherweise Mitte August für Praktikanten organisiert, die ein Angebot für eine Vollzeitstelle erhalten hatten. Sie konnten dort den Abschluss ihres Sommerpraktikums feiern. Auf dem Programm standen Unterhaltung, Grundsatzreden und Podiumsdiskussionen zur Karriereentwicklung. Auch Verpflegung, Unterkunft und der Eintritt in das Disney World Resort waren kostenlos.

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Disney-Reise durch Veranstaltungen in Teams ersetzt

Ein PwC-Sprecher erklärte gegenüber BI, dass die als „Impact“ – englisch für „Wirkung“ oder „Einfluss“ – bekannte Abschlussfeier zwar nicht mehr stattfinde. Das Unternehmen tätige jedoch weiterhin „erhebliche Investitionen“ in seine Programme zur Förderung von Nachwuchskräften.

Ein Steuerpraktikant bei PwC berichtete BI, ihm sei mitgeteilt worden, dass sein Praktikum stattdessen mit einem Teamessen in einem italienischen Restaurant enden werde.

Der PwC-Sprecher erklärte, das Unternehmen investiere zunehmend in die Weiterbildung und in den Aufbau von Beziehungen innerhalb der einzelnen Teams.

„Im Rahmen dieses Ansatzes konzentrieren wir unsere Programme bewusst auf Erfahrungen, die mehr Zeit mit Kollegen, einen besseren Einblick in die Arbeit mit Kunden und bessere Möglichkeiten zum Aufbau von Beziehungen innerhalb der Büros und Teams bieten, in denen Praktikanten ihre Karriere beginnen“, sagte der Sprecher.

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Die Collage zeigt links, mit blauem Hintergrund, Ben Ziegler im weißen T-Shirt, wie er auf einem Mischpult posiert, und rechts, wie er in Anzug und Kraatte in die Kamera lächelt.

PwC-Events führen weiterhin nach Disney World

PwC veranstaltet nach wie vor weitere Programme und Initiativen zur Talentförderung. Einige davon finden in Orlando statt und beinhalten den Zugang zu Disney World.

„Destination CPA“ ist beispielsweise eine dreitägige Veranstaltung in Orlando, bei der angehende Praktikanten aus dem Rechnungswesen berufliche Kontakte knüpfen und PwC kennenlernen können. CPA steht für „Certified Public Accountant“ und bezeichnet eine US-amerikanische Berufsqualifikation für Wirtschaftsprüfer und Rechnungslegungsexperten.

Die Praktikanten, die mit BI sprachen, bewerteten die Absage unterschiedlich.

Einer zeigte sich enttäuscht. PwC habe zwar einige „Happy Hours“, also lockere Treffen mit Getränken nach Feierabend, und Veranstaltungen im Büro organisiert. Diese seien jedoch „kein Vergleich zu dem, was ‚Impact‘ gewesen wäre“.

„Offen gesagt macht mir das nichts aus“, sagte ein anderer Praktikant. „Viele der derzeitigen Praktikanten waren vor anderthalb Jahren im Rahmen von ‚Destination CPA‘ dort. Außerdem nimmt PwC sie erneut mit, wenn sie als Vollzeitkräfte in das Unternehmen eintreten.“

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PwC setzt auf gemeinsames Lernen im Arbeitsalltag

Mohamed Kande ist Global Chairman des Big-Four-Unternehmens PwC.

Mohamed Kande ist Global Chairman des Big-Four-Unternehmens PwC.

Europa Press News via Getty Images

Im vergangenen Jahr nahm PwC weitere interne Veränderungen vor, die ein gemeinschaftlichereres und stärker auf die Teams ausgerichtetes Lernen fördern sollen.

Im Februar startete das Unternehmen das „Learning Collective“, auf Deutsch etwa „Lernkollektiv“. Die Initiative soll die Weiterbildung direkt am Arbeitsplatz fördern und über klassische Schulungen hinausgehen. Teammitglieder können beispielsweise an Besprechungen teilnehmen, um praktische Erfahrungen zu sammeln. Zudem sollen Teams regelmäßig untereinander besprechen, was sie in der jeweiligen Woche gelernt haben.

Seit Herbst 2025 hat PwC außerdem die Zahl der Standorte, an denen Berufseinsteiger ihre Karriere beginnen können, von 72 auf 13 reduziert. Dadurch sollen Nachwuchskräfte während ihrer ersten Jahre im Unternehmen enger zusammenarbeiten.

Amerika war im vergangenen Geschäftsjahr die am schnellsten wachsende Region von PwC. Weltweit und in Nordamerika blieb das Unternehmen beim Wachstum jedoch hinter seinen „Big Four“-Konkurrenten zurück.

Im Geschäftsjahr 2025 reduzierte PwC seine weltweite Mitarbeiterzahl zudem um 5600 Beschäftigte. Damit rückte das Unternehmen von seiner früheren Strategie ab, die Belegschaft auszubauen.

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Praktikumsprogramme zur Personalgewinnung

Umfangreiche Praktikumsprogramme sind bei den „Big Four“-Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften üblich. Sie dienen teilweise als Rekrutierungsinstrumente. Die Unternehmen wollen damit ein Gemeinschaftsgefühl schaffen und vielversprechende Kandidaten dazu bewegen, Angebote für Vollzeitstellen anzunehmen.

Solche Programme können für die Unternehmen eine kostspielige Investition darstellen. Jeden Sommer beschäftigen die „Big Four“ mehrere Tausend Praktikanten in den Bereichen Wirtschaftsprüfung und Beratung.

KPMG lädt Sommerpraktikanten beispielsweise in das „Lakehouse“ ein. Dabei handelt es sich um ein 450 Millionen Dollar (rund 390 Millionen Euro) teures Ausbildungszentrum in Florida. Dort können die Praktikanten lernen und zugleich eine Übungsanlage mit 18 Löchern für das Golfspiel, Fitnesseinrichtungen und ein dauerhaftes Angebot an kostenlosen Mahlzeiten nutzen.

Deloitte betreibt mit der „Deloitte University“ ein ähnliches Ausbildungszentrum im US-Bundesstaat Texas.

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KI verändert Ausbildung von Berufseinsteigern

Der zunehmende Einsatz Künstlicher Intelligenz veranlasst Dienstleistungsunternehmen dazu, ihre Methoden zur Rekrutierung und Ausbildung von Nachwuchskräften zu überdenken.

KPMG US hat beispielsweise die Ausbildung seiner Praktikanten in der Wirtschaftsprüfung verändert. Der Schwerpunkt liegt nun weniger auf den technischen Aspekten des Berufs und stärker auf kritischem Denken, Datenanalyse und der Fähigkeit, aus Informationen fundierte Schlussfolgerungen zu ziehen.

Technologie übernimmt zunehmend datenintensive Aufgaben, die traditionell Berufseinsteigern übertragen wurden. Dadurch entstehen auch Fragen zur zukünftigen Rolle von Hochschulabsolventen in Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften.

PwC plant, die Einstellung von Berufseinsteigern in den USA innerhalb der kommenden drei Jahre um ein Drittel zu reduzieren, wie BI im August berichtete.

In einer internen Präsentation wurde die Entscheidung mit „Transformationsbemühungen, den Auswirkungen von KI und der weiteren Integration von AC“ begründet. Die Abkürzung AC steht bei PwC für „Acceleration Center“. Dabei handelt es sich um globale Dienstleistungszentren, deren Beschäftigte unter anderem standardisierbare Aufgaben für Prüfungs- und Beratungsteams übernehmen.

Auch in Großbritannien hat PwC die Einstellung von Berufseinsteigern reduziert.

Lest den Originalartikel auf Businessinsider US.

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