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Löst das Laichkraut die Wasserpest im Bremer Werdersee ab?

Дата публикации: 03-08-2026 03:00:00

Im Werdersee gibt es eine neue Entdeckung: das Laichkraut. Diese heimische Pflanze ist woanders erfolgreich dabei, die Wasserpest zu verdrängen. Was bedeutet das für den beliebten Bremer Badesee?

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Gefährdete Art entdeckt Löst das Laichkraut die Wasserpest im Bremer Werdersee ab?

Im Werdersee gibt es eine neue Entdeckung: das Laichkraut. Diese heimische Pflanze ist woanders erfolgreich dabei, die Wasserpest zu verdrängen. Was bedeutet das für den beliebten Bremer Badesee?

Die Wasserpest ist im Bremer Werdersee vorherrschend. Im Baldeneysee in Essen hat das heimische Laichkraut die invasive Art inzwischen verdrängt.

Die Wasserpest ist im Bremer Werdersee vorherrschend. Im Baldeneysee in Essen hat das heimische Laichkraut die invasive Art inzwischen verdrängt. Christina Kuhaupt

Im vergangenen Jahr wurde im Werdersee die Wasserpest zum Problem. Innerhalb weniger Wochen hatte die invasive Art im Frühsommer einen teppichähnlichen Bewuchs aufgebaut und dadurch zeitweise so manchen Wassersportler ausgebremst.

Im Baldeneysee in Essen existiert die Wasserpest inzwischen seit Jahren. Daher hatte sich die Bremer Umweltbehörde beim dortigen Ruhrverband über die Möglichkeiten der Bekämpfung informiert. Doch dort gibt es mit dem Laichkraut nun ein neues Phänomen.

Laichkraut ist schwer zu mähen und wächst schneller als die Wasserpest

Nach Angaben der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) und anderer Medien existiert im Baldeneysee neben der invasiven Wasserpest (lateinisch Elodea nuttallii) eine hybride Form von "Krausem Laichkraut" (lateinisch Potamogeton crispus) und "Stachelspitzigem Laichkraut" (Potamogeton friesii), die sich dort in den vergangenen Monaten massiv ausgebreitet hat. Wie der Sender Radio Essen berichtet, habe das Laichkraut, das zu den heimischen Arten zählt, die Wasserpest im Baldeneysee inzwischen nahezu verdrängt.

Was positiv klingt, bringt allerdings auch Herausforderungen mit sich: Laichkraut sei weich und rutsche oft durch die scharfen Messer des Mähbootes hindurch, berichtet der WDR. Darüber hinaus wächst es schneller. "Innerhalb einer Woche ist das Zeug wieder oben", zitiert die WAZ Essens "Seemanager" Boris Orlowski. Beim Ruhrverband gibt es daher bereits Überlegungen, Sportvereine mittelfristig an den Kosten für das Mähen der Pflanze zu beteiligen.

Könnte ein ähnliches Phänomen in Zukunft auch in Bremen drohen, gibt es auch hier inzwischen ein Laichkrautvorkommen? Tatsächlich wurde im Bremer Werdersee nach Angaben von Ina Schulze kürzlich eine Laichkrautart entdeckt. Wie die Pressesprecherin der Umweltsenatorin ausführt, wurden im Mai bei einer Tauchkartierung in einem von insgesamt sechs kartierten Bereichen des Werdersees "wenige Einzelpflanzen" des stachelspitzigen Laichkrauts entdeckt. Es sei erstmals im Werdersee nachgewiesen worden und gehöre zu den gefährdeten Arten.

Massenvorkommen des Laichkrauts wird in Bremen aktuell nicht erwartet

Besorgnis vor einer massenhaften Verbreitung des Krauts gibt es im Bremer Umweltressort aktuell nicht. "Eine Situation wie am Baldeneysee ist derzeit nicht zu erwarten", sagt Schulze. Regelmäßig werde der Werdersee bei Tauchgängen kontrolliert und bewertet. Laichkräuter seien wichtiger Bestandteil des Ökosystems See. Wie Schulze sagt, nimmt die Pflanze Nährstoffe auf und bietet eine Nahrungsgrundlage und Versteckmöglichkeit für Tiere. "Das Vorkommen von heimischen Makrophyten im Gewässer wird generell als positiv gewertet."

Für den Umgang mit der Wasserpest hatte das Bremer Umweltressort in Zusammenarbeit mit dem Sportressort im April ein Konzept vorgestellt, das unter anderem drei reguläre Mahden im Jahr vorsieht. Nach einer zweijährigen Evaluierungsphase soll entschieden werden, ob es womöglich lohnt, ein eigenes Mähboot anzuschaffen.

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