Seit einigen Jahren gehört Dejan Milosavljev von den Füchsen Berlin zu den besten Torhütern der Handball-Bundesliga. Doch ab Sommer wird der Spitzenklub aus der Hauptstadt ohne den serbischen Nationalkeeper auskommen müssen, der nach seinem Vertragsende zum polnischen Rekordmeister Industria Kielce weiterzieht. Dabei hatte der Routinier eigentlich gerne verlängert.

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Seit einigen Jahren gehört Dejan Milosavljev von den Füchsen Berlin zu den besten Torhütern der Handball-Bundesliga. Doch ab Sommer wird der Spitzenklub aus der Hauptstadt ohne den serbischen Nationalkeeper auskommen müssen, der nach seinem Vertragsende zum polnischen Rekordmeister Industria Kielce weiterzieht. Dabei hatte der Routinier eigentlich gerne verlängert.
"Der Plan war vor zwei Jahren schon, dass wir verlängern. Ich habe dann gewartet, gewartet, gewartet", verriet Dejan Milosavljev im Vorfeld des Final Fours in der Handball-Champions-League. Doch die Füchse Berlin kamen nicht auf den Schlussmann zu, der nach eigener Aussage nur zu gerne in der Hauptstadt geblieben wäre, wo seine Familie heimisch geworden sei.
Er habe "einen Monat und zehn Tage auf ein Angebot von Berlin gewartet", legte der Serbe nach, ehe er sich dann für einen Wechsel zum polnischen Rekordmeister Industria Kielce entschied, bei dem er ein Arbeitspapier bis 2030 unterschrieb. Erst dann habe er von dem HBL-Meister von 2025 ein "gutes Angebot" unterbreitet bekommen: "Aber es war zu spät. Ich hatte schon eine Entscheidung getroffen."
Milosavljev "ein bisschen sauer" auf die Füchse BerlinDass die Füchse sich bei ihm so viel Zeit gelassen haben, sei anschließend in den Gesprächen auch zur Sprache gekommen. "Sie haben gesagt, dass sie zu lange gewartet haben. Das war das Problem. Ich denke, von meiner Seite war das kein Fehler. Ich habe gewartet", plauderte der 30-Jährige aus, der bei einer früheren Offerte aus der deutschen Hauptstadt wohl nie einen Wechsel in Erwägung gezogen hätte.
"Wenn ich 2025 ein Angebot bekommen hätte - im Januar, Februar, März, April oder Mai -, dann hätte ich mich für die Füchse entschieden. Das ist keine Frage", so Milosavljev, der nach eigener Aussage erst im September von den Berliner Verantwortlichen gehört habe: "Wir hatten viel, viel Zeit. Und ich habe von den Füchsen kein Angebot bekommen. Da war ich auch ein bisschen sauer."
Seit 2019 prägte Milosavljev das Gesicht der Füchse maßgeblich mit. Der Routinier entwickelte sich in Berlin zu einem der konstantesten Torhüter der Bundesliga und war ein entscheidender Faktor bei den größten Erfolgen der Vereinsgeschichte, die in den letzten Jahren eingefahren wurden. Eine Rückkehr kann er sich durchaus vorstellen.
"Vielleicht komme ich nochmal zurück in meiner Karriere. Ich bin 30 Jahre alt, alles ist möglich", sagte er.
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